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Hans Rosbaud
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Er stammte aus
einer Musikerfamilie, in die er 1895 hineingeboren
wurde. Seine Mutter, eine geschätzte
Pianistin, erteilte ihm schon sehr früh
Klavierunterricht. Später studierte er an Dr.
Hochs Konversatorium in Frankfurt am Main. 1920
berief man ihn als Direktor an die Städtische
Musikschule nach Mainz, bis er im Herbst 1929
erster Kapellmeister des neugegründeten
Rundfunk-Sinfonie-Orchesters in Frankfurt wurde. Im
Jahre 1937 zog sich Rosbaud schließlich aus
politischen Gründen vom Frankfurter Sender
zurück und folgte einem Ruf in die
musikalische Provinz nach Münster, wo er
insgesamt vier Jahre tätig war. Im Anschluss
an eine dreijährige Zeit in Straßburg
waren nach dem Krieg die Münchner
Philharmoniker, das neugegründete
Sinfonie-Orchester Baden-Baden und das
Tonhalle-Orchester Zürich weitere Stationen
des berühmten Dirigenten, der Ende 1962 im
Alter von 67 Jahren starb.

Rosbaud war der erste Prototyp eines großen
Radio-Dirigenten. Er verstand es schon 1929 in
Frankfurt, in politisch zunehmend schwierigen
Zeiten, alle Chancen des neuen Mediums zu nutzen.
Neben den ausgewiesenen hohen künstlerischen
Qualitäten war er auch pädagogisch
engagiert. So erklärte er den Radiohören
z. B. die Instrumente und versuchte immer wieder
zeitgenössische Musik "sendefähig"
aufzubereiten. Uraufführungen von Hindemith,
Krenek, Strawinsky und Schönberg gehörten
für ihn zu seiner Zeit ebenso zur
täglichen Arbeit wie die Aufführung von
Werken der Vergangenheit. Bemerkenswert war
Rosbauds Zusammenarbeit mit Arnold
Schönberg.
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