Elisabethas Kochgeheimnisse

Barocke Tafelfreuden heute

Meisterkoch Vincent Klink über Jungfer Juliana Elisabethas Kochkunst:
"Für mich ist es besonders spannend zu erfahren, wie "meinesgleichen" so lebte. Da kommen mir Juliana Elisabethas Kochaufzeichnungen aus der kulinarisch fast legendären Barockzeit gerade recht. Das Buch ist eines der ganz wenigen erhaltenen bürgerlichen Kochbücher des 18. Jahrhunderts aus Deutschland mit vielen Süßspeisen und zahlreichen Fleisch- wie auch echten Luxusgerichten. Juliana Elisabethas Aufzeichnungen sind lexikalisch knapp und geben präzise Anweisungen, setzen allerdings auch Können und manches Wissen voraus, um die typische, nuancenreiche Geschmacksfolge barocker Speisen zu erzielen; ein kulinarisches Erlebnis, das keinen Vergleich zu scheuen braucht."

Das opulent und farbenprächtig ausgestattete Buch bietet neben den kommentierten und modernisierten Rezepten, die eine ganz andere Geschmackswelt entdecken lassen, Einblicke in die Essgewohnheiten des 18. Jahrhunderts.

Wer sich beim Nachkochen versuchen will, findet 116 verschiedene Rezepte, die von A wie Artischocken bis Z wie Zweygebackenes reichen. Dazu werden Tipps und Tricks der Probeköche und -köchinnen verraten, die eine oft erstaunlich anmutende Rezeptur kochlöffelgerecht für heutige Gaumenkünstler aufbereitet haben.

Wie schrieb man damals eine Rezeptanweisung?
Butter-Kloßger: Nimm halb trockene Milchbrödger, die Brosamen herausgenommen, und ganz klein gezopft, laß frischen Butter zergehen, schütte ihn darüber daß es eben recht angefeuchtet wird. Wann es ein paar Stunden durchgezogen; so thue ein oder mehr Eyer darein, nach dem du viel oder wenig machen wilt, Muscatenbluth, Peterlin und Salz. Als denn mache Knöpfer daraus, laß sie ein viertel Stunde in Fleischbrühe kochen, als denn thue sie in die Suppe, wenn du sie anrichten wilt.

Das Buch ist im
Braun Verlag erschienen.


Aus dem Inhalt:

 Barocke Küche - modern betrachtet (Vincent Klink)
 Barocke Küche - historisch gewürdigt (Hermann Ebeling)
 Barocke Küche - leicht(er) gemacht (Monika Bachmayer)

Die Rezeptgruppen:
Suppen, Fleischgerichte, Geflügel, Fisch- und Schalentiere,Pasteten und Eierspeisen, Obst und Gemüse, Gebäck, Kuchen und Süßspeisen.

Beim barocken Namen genannt - einige der Rezeptüberschriften:
Hahn-Butten-Suppe, Eyer-Gerst, Rückel-Schnitten, Fricasierter Karpf, Wildbretts Pastetger, Gefüllte Citron, Mandel-Muschlen, Schwaben-Küchlein, Nonnenförtz zu machen.

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Elisabethas Kochgeheimnisse
Barocke Tafelfreuden heute.
Originalrezepte des 18. Jahrhunderts

120 Seiten, 116 Rezepte, gebundene Ausgabe, Braun Verlag Karlsruhe

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