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Am 1. April 1901
eröffnet in der Merkurstraße 8 die
Baden-Badener Volksbibliothek
Hohe
Bücherregale mit Steigleitern
Unbeaufsichtigt und ungestört in den einzelnen
Abteilungen der Stadtbibliothek nach Lektüre
stöbern, das war nicht immer eine
Selbstverständlichkeit. Als die
Stadtbücherei vor 100 Jahren am 1. April 1901
eröffnet wurde, kamen die Besucher selbst
nicht an die Bücher heran. „Seine Wünsche
musste der Leser dem Bibliothekar hinter der Theke
kundtun“, erzählt die Bibliotheksleiterin
Sigrid Münch. Der Lesesaal war bis 1907 nur
für Männer über 17 Jahren
geöffnet. Mit der Errichtung einer
Volksbibliothek 1901 lag Baden-Baden im Trend der
Zeit. Lesezirkel und Lesegesellschaften hatte es
bereits zu Anfang des 19. Jahrhunderts gegeben. Mit
den Vorbereitungen und der Leitung der Bibliothek
wurde der Verwaltungsinspektor Hermann Waldvogel
(1872-1949) beauftragt. Die Stadtverwaltung stellte
für die erste Zeit die Parterreräume im
Feuerhaus in der Merkurstraße 8 zur
Verfügung. „In den Räumen der Bibliothek
bildeten hohe Regale mit Steigleitern,
Arbeitstische und ein Stehpult das Inventar“,
schreibt Maria Waldvogel, die nach dem Zweiten
Weltkrieg kommissarische Leiterin der Bibliothek
war, in der anlässlich des 75-jährigen
Bestehens der Bücherei erschienenen Chronik.
Bibliothek - Ausleihe war jeden Werktag außer
Samstag „von 1/2 7 bis 1/2 8 Uhr abends“ - und
Lesesaal, in dem Nachschlagewerke, Zeitungen und
Zeitschriften zur Verfügung standen, konnten
unentgeltlich benutzt werden. (Badisches
Tagblatt)
Sie können den Gesamtbestand der
Stadtbibliothek Baden-Baden auch im
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recherchieren.
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Baden-Baden
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(Fußgängerzone)
Tel. 07221/93-2260, Fax 07221/ 93-2264
Literaturmuseum im Gartenhaus der
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