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Am 20.
März 1962 in Baden-Baden geboren,
lebte Matthias Kopfmüller mit seiner
Familie in Sulzbach im Murgtal, besuchte
dort die Grundschule und
anschließend einige Zeit das
Gymnasium in Gaggenau, um später auf
die Realschule in Baden-Baden zu wechseln.
Die wildromantische Landschaft
des
Murgtals nahm
ihn ebenso gefangen wie die Vielfalt und
Gegensätzlichkeit der Kurstadt, wovon
er nach wie vor begeistert ist.
Wenig Begeisterung wurde ihm durch den
Schulbetrieb entlockt, weswegen sich der
16jährige Matthias Kopfmüller
aufmachte, Stätten seines Interesses
zu erkunden. Neugierig und wissensdurstig
erlebte er die Türkei und
Griechenland. 1980 kehrte er nach
Deutschland zurück, machte seinen
Schulabschluss, begann in München mit
dem Schauspielunterricht und arbeitete in
verschiedenen Theater-, Fernseh- und
Filmproduktionen mit. Zusätzlich
eignete er sich während dieser Zeit
Kenntnisse als Requisiteur und
Bühnenbildner an und erlernte den
Umgang mit der Kamera.
Immer wieder kehrte er während dieser
Zeit zu seinen Wurzeln, nach Baden-Baden,
zurück, wo er an einem Tauchkurs in
einem See am Fuße der Yburg
teilnahm. Ausschlaggebend für sein
Interesse am Tauchen war der Film
"Im
Rausch der Tiefe"
über den berühmten Jacques
Mayol, Rekordtaucher ohne
Pressluftgerät, gewesen. Jahre
später sollte Matthias
Kopfmüller Jacques Mayol bei einem
Tauchgang in Japan kennen lernen und als
väterlichen Freund gewinnen.
Bis zu jenem Zeitpunkt hatte Matthias
Kopfmüller allerdings noch etliche
Möglichkeiten, vom Leben zu lernen.
Von seiner Mutter hatte er die Geschichte
von "Vineta", dem "Atlantis" der Ostsee
gehört, worüber er nach dem Fall
des "Eisernen Vorhangs" eine erfolgreiche
Reportage drehte.
Andere Lebensgeschichten erfuhr er durch
die Beschäftigung mit Christoph
Columbus, dem Seefahrer in spanischen
Diensten, der im 15. Jahrhundert den
Seeweg nach Indien durch eine Fahrt nach
Westen erkunden wollte und während
vier Reisen die "neue Welt", von den
Bahamas bis zur mittelamerikanischen
Landbrücke, entdeckte. Auch der
deutsche Naturforscher Alexander von
Humboldt hat es Matthias Kopfmüller
angetan. Jener war zu Beginn des 19.
Jahrhunderts fünf Jahre in
Lateinamerika unterwegs und erforschte
nicht nur Pflanzen- und Tierwelt, sondern
unter anderem auch den Orinoco in
Venezuela und große Teile der
Flüsse des Amazonas. Auf den Spuren
beider bewegte sich Matthias
Kopfmüller teilweise bei
Tauchgängen vor Jamaika und im
Orinoco. Vor Kap Hoorn, der Landspitze im
Süden Chiles, drehte er einen Film
über das dortige Seegebirge unter
schwierigsten und gefährlichsten
Bedingungen, der weltweite Aufmerksamkeit
erregte.
Seine außergewöhnlichen
Tauchgänge, denen keinesfalls das
Attribut waghalsig oder effekthascherisch
zugeordnet werden darf, da der
Extremtaucher sehr gut vorbereitet und
besonnen seine Aufgaben angeht,
führten dazu, dass Matthias
Kopfmüller in der ZDF-Reihe
"37°" im Jahr 2001 ein Fernsehbericht
gewidmet wurde.
Zu diesem Zeitpunkt hatte er bereits mit
der 1995 gegründeten eigenen
Produktionsfirma hervorragende Filme
gedreht, worunter sich auch der Bericht
über die Königskrabben in
norwegischen Fjorden befand, der 1998 den
Preis des Unterwasserfilmfestivals im
französischen Cap d'Antibes gewonnen
hat. In einer fünfteiligen Serie von
Spiegel-TV, wo Matthias Kopfmüller
von 2000 bis 2003 beschäftigt war,
lässt er die Zuschauer an den Farben
des Orinoco ebenso teilhaben wie am
Schiffsfriedhof Ostsee oder den
Koralleninseln in der Karibik.
Der "Bilderzähler" von Besonderheiten
im Leben unter Wasser hat auch eine
Besonderheit im und über Wasser
festgehalten: Die legendäre Schlacht
von Lepanto am 7. Oktober 1571, als die
Flotte der "Heiligen Liga" des Papstes mit
der Stadt Venedig und Spanien die
übermächtige türkische
Flotte im östlichen Mittelmeer
geschlagen hat. Auch dieser Film wurde
viel beachtet und für die Aufnahme in
die Auswahlliste zum renommierten
US-amerikanischen Grammy-Award
vorgeschlagen.
Matthias Kopfmüller hat bereits eine
Menge im Leben gelernt und eine derart
große Anzahl an Erfahrungen
gesammelt, dass er diese in einem dicken
Manuskript festgehalten hat. Das geplante
Buch soll ein Gegenstück zu Antoine
de St. Exupérys "Le petit prince",
das von der Begegnung eines Fliegers mit
einem Jungen von einem anderen Stern in
der Wüste erzählt, werden und
wird vom Dialog eines Tauchers mit einem
Fisch berichten.
Seiner "Erzählkunst per Film" bleibt
der Familienvater, der mittlerweile in der
Nähe Hamburgs wohnt, ebenso treu wie
Baden-Baden. Eine Vielzahl von Projekten
wartet auf Verwirklichung, wobei die Suche
nach der geheimnisumwitterten versunkenen
Stadt "Atlantis" nicht unbedingte
Priorität hat, da Matthias
Kopfmüller mittlerweile die Vermutung
hegt, dass es diese gar nicht gebe, was
ihn zu der Überzeugung veranlasst:
"Atlantis ist in uns allen."
Wegen seiner Reisen in die ganze Welt,
seines freundlichen Umgangs mit seinen
Mitmenschen und seiner ansteckenden
Begeisterung für Baden-Baden hat das
Team von www.bad-bad.de Matthias
Kopfmüller gebeten, das Ehrenamt
eines Botschafters der Kurstadt zu
übernehmen und an den Orten, wohin in
seine Neugier und sein Entdeckerdrang noch
führen werden, Lust und Neugier auf
Baden-Baden zu wecken.
Von Rika Wettstein, Baden-Baden
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