Woodstock

Woodstock (Director's Cut)
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Regie: Michael Wadleigh
Format: Director's Cut, Dolby, Surround Sound
Sprache: Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildformat: 2.35:1, 4:3
DVD Erscheinungstermin: 10. Januar 2002
Produktion: 1969

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Woodstock

Alles begann im Jahr 1969. Sicher hatte es vorher schon kleinere und größere Festivals gegeben, doch stellte Woodstock alles bisher dagewesene in den Schatten und lieferte letztlich den Startschuss für eine Vielzahl noch heute stattfindender Festivals.

"The Woodstock Music and Art Fair", wie das Festival mit vollem Namen hieß, erreichte die bis heute unglaubliche Zahl von geschätzten 450000 Besuchern. Während des Konzerts entstand eine Art subkultureller Mini-Nation, in der letztlich alles erlaubt war: Ob Cannabis, Halluzinogene, wie Acid oder Meskalin oder auch Alkohol, Drogen gehörten neben der Musik einfach dazu.

Der Name Woodstock bezog sich auf eine kleine Stadt, ca. 100 Meilen von Manhattan entfernt, in der neben Bob Dylan auch Jimi Hendrix, Van Morrison und Janis Joplin lebten, um dem Stress des "Big Apples" zu entfliehen. Die Idee für das Festival war einfach: Unter dem Slogan "Three Days of Peace and Music" sollte der musikbegeisterten Jugend ein Event geboten werden, wo sich alle namhaften Künstler einfinden.

Doch von der Idee bis zur Verwirklichung war es noch ein weiter Weg: Das größte Konzert vor Woodstock hatte 20000 Zuschauer gelockt und nun wurde mit mindestens 50000 Besuchern kalkuliert. Die vier Organisatoren, allesamt junge Männer um die 25 Jahre, hatten alle Hände voll zu tun, die passende Location zu finden, außerdem musste ein Soundsystem her, das auch noch in den hinteren Reihen gehört werden konnte. Erst nach langem Suchen fand man im ländlichen Bethel, einem Dorf von gerade mal 3900 Einwohnern, einen geeigneten Ort. Die Einwohner waren zunächst alles andere als begeistert, doch als man erfuhr, dass bereits 180000 (!) Tickets verkauft wurden, willigte man schließlich ein. Auch bei der Auswahl der Künstler gab es Probleme: Bob Dylan hatte bereits abgesagt, andere Stars wie Jimi Hendrix stellten zunächst Gagenforderungen, die jeden Rahmen gesprengt hätten. Doch wurde auch dieses Problem gelöst, indem man aufstockte und Hendrix versprach, dass er alleiniger Headliner werden würde. Woodstock konnte starten.

Der Startschuß zu einem Festival, das Geschichte machen sollte, fiel am 15.August 1969 um exakt 17:07. Der erste Tag begann mit Folk, Joan Baez war Headliner, daneben traten unter anderem noch Melanie, Arlo Guthrie oder Ravi Shankar auf. Die Musiker mussten aufgrund des extremen Andrangs mit eigens angemieteten Helikoptern auf die Bühne gebracht werden, doch verlief Tag 1 des Festivals letztlich reibungslos. Am zweiten Tag wurde es schon lauter. Die Veranstalter hatten angesichts der vielen Rock´n Roll Anhängern schon Sorgen, dass es zu Ausschreitungen kommen würde. Doch verlief trotz einer Besucherzahl von geschätzten 250000 alles friedlich, als Jefferson Airplane, The Who, Janis Joplin, The Grateful Dead, Canned Heat, Santana und einige andere die Bühne betraten. Im strömenden Regen verwandelte sich das Festivalgelände in eine einzige Schlammwüste, was jedoch der guten und friedlichen Stimmung keinen Abbruch tat. Grateful Dead Frontmann Jerry Garcia erinnerte sich, dass die Band bis zu den Knien im Wasser stand und ständig kleine Stromschläge aus ihren E-Gitarren bekam. Es muss wohl der ungewöhnlichste Auftritt gewesen sein, den die Band bis dato hatte.

Am dritten und letzten Tag stand wiederum Rock auf dem Programm. Neben dem Headliner Jimi Hendrix standen Joe Cocker, Crosby, Stills & Nash, Ten Years After und Johnny Winter auf der Bühne. Ursprünglich war auch ein Auftritt von Iron Butterfly geplant, der jedoch wegen des zu harten Sounds (!) abgesagt wurde. An diesem letzten Tag wurde auch die unglaubliche Zahl von 450000 Zuschauern gezählt. Der Mythos war längst geboren. Spätestens als Hendrix zum Abschluß des Festivals sein "Star-Spangled Banner" spielte, war allen klar: Hier wurde Musik-Geschichte geschrieben. (getgo)





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