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Für den Glanz in den Augen
Mein Leben unter fünf
Sternen
Glänzende Augen können sich schon
einstellen, wenn die Fantasie walten lassen wird,
an einem stilvoll gedeckten Tisch auf der Terrasse
des Baden-Badener Nobelhotels Brennner's Park-Hotel
& Spa bei gedämpften Pianoklängen
Sonnenstrahlen, Tee, Kaffee oder ein Glas Wein
genießend den Worten des langjährigen
Hausherrn zu lauschen.
Welch schöner Schein.
Wer erfahren will, wie das Leben des
äußerst erfolgreichen Hotelchefs
verlaufen ist, mag lesen und danach die dem
Geschriebenen folgende Auswahl an Bildern aus
Richard Schmitz' Fotoalben betrachten, oder es
umgekehrt machen.
Die Augen glänzen auf fast allen Bildern, ist
zu bemerken. Zugleich wird der Unterschied zwischen
rein privaten und berufsbezogenen Bildern deutlich.
Die privaten Bilder lassen herzliche Nähe
spüren, während die Bilder mit Richard
Schmitz als Gastgeber für berühmte und
weniger berühmte Persönlichkeiten eine,
wenn auch freundliche, höfliche,
unterstützungswillige, Distanz erkennen
lassen.
Ähnlich unterschiedlich offeriert Richard
Schmitz auch seine Erinnerungen. Aus seiner Kinder-
und Jugendzeit wird etliches Persönliches
preisgegeben. Sei es über den kleinen Jungen,
der Kühe molk. Sei es über den
Konditorlehrling, der mit Dauerspülen
beschäftigt war, oder über den
Hotelfachschulabsolventen, dem Buchhaltung zuwider
gewesen ist.
Er erzählt aus seinem Kinder-, Jugend- und
Berufsleben bis zum Jahr 1968, als säße
er guten Freunden gegenüber, die ihn gefragt
haben, wie es denn zu diesem oder jenem gekommen
sei, auch zu seiner Anstellung als Zweiter Direktor
im Brenner's Park-Hotel am 1. Oktober 1968.
In Baden-Baden wollten seine Frau und er zwei Jahre
lang bleiben, um sich anschließend als
Hoteliers selbständig zu machen.
Es ist nicht so gekommen. Glücklicherweise,
möchte man meinen, denn nicht vorstellbar ist,
wie sich "das Brenner's" und Baden-Baden
während der nachfolgenden 30 Jahre entwickelt
hätten, hätte das Ehepaar Schmitz, das
für das Gesellschaftsleben an der Oos
unentbehrlich geworden ist, sein Vorhaben
realisiert.
In seinen weiteren Erinnerungen lässt der ab
dem 1. März 1973 als
Geschäftsführender Direktor tätig
gewesene Superior-Hotelier an der Hotelentwicklung
und damit auch an der Fremdenverkehrs- und
Wirtschaftsentwicklung der Stadt teilhaben -
freundlich, höflich, aber diskret, versteht
sich. Obwohl viele kleine Geschichten zum Besten
gegeben werden, bleibt der respektvolle Abstand
gewahrt, wie es eben in der Gastronomie und
Hotellerie nicht nur als guter Brauch, sondern
schon als Berufsethos bezeichnet werden kann.
Dennoch ist eine Fülle zu erfahren, unter
anderem über die zahlreichen Umbauarbeiten im
Hotel, über Werbe- und andere zum Erfolg
führende Maßnahmen, über die
zunehmende Bedeutung des Hotels als Treffpunkt
für Politiker und Funktionäre nationaler
und internationaler Herkunft und nicht zuletzt
über ein einsatzwilliges Personal, das mit
dazu beitrug und beiträgt, dem Hotel seine von
Gästen häufig betonte einmalige
Atmosphäre zu sichern.
Man mag sich fragen, was dies alles mit dem Glanz
in den Augen zu tun habe. Nun, Richard Schmitz legt
glaubhaft dar, dass er sich sein ganzes Berufsleben
lang der Maxime "Man darf den Menschen nicht den
Glanz aus den Augen nehmen." verpflichtet hat,
unabhängig davon, ob es sich um einen
hochrangigen Gast oder beispielsweise den
Schuhputzer des Hotels handelte.
Alle seine Gedanken und Erinnerungen hat die
Journalistin Birgit Cremers-Schiemann kurzweilig
mit humorvollen Sprachtupfern druckreif bearbeitet
und dabei auch die Brenner's-Atmosphäre nicht
vernachlässigt. Womit dieses Buch zum
Schwärmen anregt und beim Leser für
glänzende Augen sorgen kann.
Das Buch ist im Info-Verlag erschienen.
Rezension:
Rika Wettstein, Baden-Baden
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Für den Glanz in den Augen
Mein Leben unter fünf Sternen
Richard Schmitz
208 Seiten, 92 Abbildungen, Fadenheftung,
Festeinband mit Schutzumschlag, Lindemanns
Bibliothek, Band 41, Info-Verlag

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