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Künstler, die in der Galerie
Hans Goltz ausgestellt wurden
In der ersten Gesamtausstellung
der Galerie Goltz im Oktober 1912 wurden Arbeiten
von Marianne von Werefkin gezeigt. Auch in der
zweiten Gesamtschau der Galerie 1913 war sie
vertreten.
Marianne von Werefkin (Marianna Wladimirowna
Werewkina) wurde am 11. September 1860 in Tula als
Tochter eines Kommandeurs des Ekaterinburger
Regiments geboren. 1880 wurde sie
Privatschülerin von Ilja Repin, dem
bedeutendsten Maler des russischen Realismus. 1888
hatte sie einen Jagdunfall, bei dem sie sich die
rechte, die "Malerhand" durchschoss. 1892 lernte
sie Alexej von
Jawlensky kennen, den sie zu fördern
beschloss. 1896 zogen sie und Jawlensky zusammen
mit einem neunjährigen Dienstmädchen nach
München. Zugunsten von Jawlenskys Ausbildung
unterbrach sie ihre eigene künstlerische
Tätigkeit für nahezu zehn Jahre.
1907 entstanden ihre ersten expressionistischen
Werke. In diesen folgte sie dem Stil der
Flächenmalerei von Paul Gauguin und Louis
Anquetin. In den Motiven lehnte sie sich oftmals
auch an Edvard Munch an. 1909 wurde in München
die "Neue
Künstlervereinigung
München", kurz NKVM, gegründet, die
am 22. März in das Münchener
Vereinsregister eingetragen wurde. Sie diente als
Ausstellungs- und programmatisches Forum.
1911 wurde die Redaktion Der Blaue Reiter
gegründet, die auch den gleichnamigen Almanach
herausgab und im Winter 1911/12 eine erste
Ausstellung präsentierte. 1912 verließen
Marianne Werefkin und Jawlensky die NKVM und
schlossen sich dem "Blauen
Reiter" an.
Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914
emigrierten beide in die Schweiz, zunächst in
die Nähe von Genf, später nach
Zürich. 1918 übersiedelte sie -
mittlerweile von Jawlensky getrennt - nach Ascona
am Lago Maggiore. 1924 gründete sie dort die
Künstlergruppe "Großer Bär".
In ihren späteren Lebensjahren verdiente sie
sich ihren Lebensunterhalt mit Plakatmalerei. Vor
größerer wirtschaftlicher Not wurde sie
immer wieder von ihren Freunden Carmen und Diego
Hagmann bewahrt, die sie unterstützen.
Sie starb am 6. Februar 1938 in Ascona und wurde
auf dem dortigen russischen Friedhof
beigesetzt.
Textvorlage: WIKIPEDIA
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Femme Flaneur -
Erkundungen zwischen Boulevard und
Sperrbezirk
Katalog Bonn 2004/05. Der Flaneur, eine
der zentralen Figuren in der Geschichte
der modernen Kunst, ist offenbar ein
ausschließlich männliches
Phänomen. Frauen, wollten sie nicht
mit Prostituierten verwechselt werden,
blieb dagegen der ungehinderte Zugang zu
den Innen- und Außenräumen der
Großstadt aus sittlich-moralischen
Gründen lange verwehrt. Dass es aber
dennoch Künstlerinnen gab, die die
Barrieren bürgerlicher Konvention
überschritten, veranschaulicht dieser
Band. Im Zentrum stehen hier jene Werke,
die die für Frauen lange Zeit
verbotenen Räume thematisieren, in
denen sich der "Künstler-Flaneur"
schon immer frei bewegen konnte und die
seine Modernität definiert hatten. Zu
sehen sind u.a. Kneipen- und
Varietészenen von Käthe
Kollwitz und Sella Hasse, Straßen-
und Caféhausszenen von Marianne von
Werefkin oder die Anita-Berber-Mappe von
Charlotte Berend-Corinth u.v.m.
Text: Rita Täuber. Ca. 180 Seiten, 32
Farb-, 90 SW-Abbildungen, broschierte
Ausgabe.
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Zum
Thema:

Ausstellungen
der Galerie Goltz von 1912 bis 1927
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