Home

Biografie Hans Goltz

Die Jahre 1911-1927

Das Erbe von Hans Goltz

Der Blaue Reiter

Entartete Kunst

Presseecho/Ausstellungen

Interview mit Michael Goltz

Ausstellungen/Künstler

Künstler, die in der Galerie Hans Goltz ausgestellt wurden

 In der ersten Gesamtausstellung der Galerie Goltz im Oktober 1912 wurden Arbeiten von Marianne von Werefkin gezeigt. Auch in der zweiten Gesamtschau der Galerie 1913 war sie vertreten.


Marianne von Werefkin (Marianna Wladimirowna Werewkina) wurde am 11. September 1860 in Tula als Tochter eines Kommandeurs des Ekaterinburger Regiments geboren. 1880 wurde sie Privatschülerin von Ilja Repin, dem bedeutendsten Maler des russischen Realismus. 1888 hatte sie einen Jagdunfall, bei dem sie sich die rechte, die "Malerhand" durchschoss. 1892 lernte sie
Alexej von Jawlensky kennen, den sie zu fördern beschloss. 1896 zogen sie und Jawlensky zusammen mit einem neunjährigen Dienstmädchen nach München. Zugunsten von Jawlenskys Ausbildung unterbrach sie ihre eigene künstlerische Tätigkeit für nahezu zehn Jahre.

1907 entstanden ihre ersten expressionistischen Werke. In diesen folgte sie dem Stil der Flächenmalerei von Paul Gauguin und Louis Anquetin. In den Motiven lehnte sie sich oftmals auch an Edvard Munch an. 1909 wurde in München die "
Neue Künstlervereinigung München", kurz NKVM, gegründet, die am 22. März in das Münchener Vereinsregister eingetragen wurde. Sie diente als Ausstellungs- und programmatisches Forum.

1911 wurde die Redaktion Der Blaue Reiter gegründet, die auch den gleichnamigen Almanach herausgab und im Winter 1911/12 eine erste Ausstellung präsentierte. 1912 verließen Marianne Werefkin und Jawlensky die NKVM und schlossen sich dem "
Blauen Reiter" an.

Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges 1914 emigrierten beide in die Schweiz, zunächst in die Nähe von Genf, später nach Zürich. 1918 übersiedelte sie - mittlerweile von Jawlensky getrennt - nach Ascona am Lago Maggiore. 1924 gründete sie dort die Künstlergruppe "Großer Bär".

In ihren späteren Lebensjahren verdiente sie sich ihren Lebensunterhalt mit Plakatmalerei. Vor größerer wirtschaftlicher Not wurde sie immer wieder von ihren Freunden Carmen und Diego Hagmann bewahrt, die sie unterstützen.

Sie starb am 6. Februar 1938 in Ascona und wurde auf dem dortigen russischen Friedhof beigesetzt.

Textvorlage:
WIKIPEDIA

 

Femme Flaneur

Femme Flaneur - Erkundungen zwischen Boulevard und Sperrbezirk

Katalog Bonn 2004/05. Der Flaneur, eine der zentralen Figuren in der Geschichte der modernen Kunst, ist offenbar ein ausschließlich männliches Phänomen. Frauen, wollten sie nicht mit Prostituierten verwechselt werden, blieb dagegen der ungehinderte Zugang zu den Innen- und Außenräumen der Großstadt aus sittlich-moralischen Gründen lange verwehrt. Dass es aber dennoch Künstlerinnen gab, die die Barrieren bürgerlicher Konvention überschritten, veranschaulicht dieser Band. Im Zentrum stehen hier jene Werke, die die für Frauen lange Zeit verbotenen Räume thematisieren, in denen sich der "Künstler-Flaneur" schon immer frei bewegen konnte und die seine Modernität definiert hatten. Zu sehen sind u.a. Kneipen- und Varietészenen von Käthe Kollwitz und Sella Hasse, Straßen- und Caféhausszenen von Marianne von Werefkin oder die Anita-Berber-Mappe von Charlotte Berend-Corinth u.v.m.

Text: Rita Täuber. Ca. 180 Seiten, 32 Farb-, 90 SW-Abbildungen, broschierte Ausgabe.


Kunstbücher suchen

Schnellsuche

Suchbegriff



Zum Thema:

  Ausstellungen der Galerie Goltz von 1912 bis 1927





Zurück


Kontakt   Impressum   Datenschutz

© 2004-2005 by Rika Wettstein, Baden-Baden. All rights reserved.