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Biografie Hans Goltz

Die Jahre 1911-1927

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Ausstellungen/Künstler

Künstler, die in der Galerie Hans Goltz ausgestellt wurden

  Von Georg Tappert waren 1912 bei der zweiten Ausstellung der Redaktion "der blaue Reiter" in der Galerie Goltz vier Lithographien und eine Radierung zu sehen.


Georg Tappert wurde 1880 in Berlin geboren und war Schüler von Schmid-Reutte an der Akademie in Karlsruhe.

Tappert hat 1906 die Kunstschule in Worpswede mit gegründet und ab 1909 lehrte er Professor an der Staatlichen Kunstschule in Berlin, wo er auch mit anderen Künstlern die Gruppe "Neue Secession Berlin" ins Leben rief.

Ab 1913 war er als Professor an der Berliner Hochschule für Kunsterziehung tätig und 1918 war er einer der Mitbegründer der "Novembergruppe Berlin".

Im Jahr 1933 wurde Georg Tappert aus seinem Lehramt entlassen und bekam von den Nationalsozialisten Ausstellungsverbot. Nach dem Zweiten Weltkrieg übte er wieder eine Lehrtätigkeit an der Hochschule für bildende Kunst in Berlin aus.

1957 starb Georg Tappert in Berlin.
(WP)


Literatur:

Thieme-Becker, XXXII, 1938, Seite 438

Vollmer, Bd, IV, 1992, Seite 418

Katalog "Georg Tappert Das Vermächtnis", Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum Schloss Gottorf, 1994

Gerhard Wietek, Werkverzeichnis Georg Tappert, München, 1980


Zum Thema:

  Ausstellungen der Galerie Goltz von 1912 bis 1927


Georg Tappert
Deutscher Expressionist

Die Stiftung Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum Schloß Gottdorf und das Archiv für Bildende Kunst im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg haben sich in zwei Ausstellungen (20. März bis 12. Juni 2005, Schloß Gottdorf, 21. Juli bis 23. Oktober 2005, Nürnberg) des künstlerischen Wirkens Georg Tapperts angenommen und stellen diese Retrospektive nicht nur zeitlich befristet vor, sondern räumen Kunstliebhabern durch die Veröffentlichung eines Begleitbandes zu den Ausstellungen die Möglichkeit ein, sich auch weiterhin mit dem Leben und den Arbeiten eines Jahrzehnte lang kaum wahr genommenen Expressionisten beschäftigen zu können.

Das erste Viertel des Buches bietet Wissenswertes zum Lebenslauf des gelernten Schneiders und zu seinem künstlerischen Werdegang, den er 1900 aufnahm. Fachaufsätze vermitteln in sehr gut geschriebener, verständlicher Form nicht nur Georg Tapperts Vorliebe für Menschenbilder, sondern verdeutlichen auch seine Rolle als Initiator der Neuen Secession Berlin. Der Bedeutung des Lehrers Georg Tappert wird ebenfalls Tribut gezollt, einmal im Kapitel "Der Maler und Lehrer Georg Tappert in Dokumenten", zum anderen in den Erinnerungen an Georg Tappert, verfasst vom 1991 verstorbenen Maler und Hochschullehrer Ernst Straßner.

Mehr als 100 farbig abgedruckte Bilder, vom Selbstbildnis über Can-Can-Tänzerinnen bis zu Industriewerken, legen Zeugnis ab über die Gestaltungskraft, welche der Künstler während dreier Jahrzehnte, von 1903 bis 1933 reichend, eingesetzt hat und lassen erkennen, dass Georg Tappert nicht zu Unrecht als des "modernen Großstadtlebens Stimme im Expressionismus" eingeschätzt wird.

Näheres zu den einzelnen Bildern ist in einem anschließenden Werkkatalog zu erfahren, bevor eine Literaturliste, ein Ausstellungsverzeichnis und ein ausführliches Register den geschmackvoll gestalteten Kunstband beschließen, der durchaus dazu geeignet erscheint, diesem (fast) vergessenen Avantgardisten den ihm gebührenden Platz in der Reihe der deutschen Expressionisten auf Dauer zu sichern. (Rika Wettstein)

Das Buch ist im Verlag des
Germanischen Nationalmuseums erschienen.

Georg Tappert

Georg Tappert - Deutscher Expressionist (Werke und Dokumente, Neue Folge, Bd. 14).
Bearbeitet von Gesa Bartholomeyczik u.a. Katalog zu den Ausstellungen in Schloß Gottorf, Schleswig und im GNM. Nürnberg 2005. 172 Seiten, 37 sw Abb., 105 Farbtafeln. Festeinband. Verlag des Germanischen Nationalmuseums.
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