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Künstler, die in der Galerie
Hans Goltz ausgestellt wurden
Von Georg Tappert waren 1912
bei der zweiten Ausstellung der Redaktion "der
blaue Reiter" in der Galerie Goltz vier
Lithographien und eine Radierung zu sehen.
Georg Tappert wurde 1880 in Berlin geboren und war
Schüler von Schmid-Reutte an der Akademie in
Karlsruhe.
Tappert hat 1906 die Kunstschule in Worpswede mit
gegründet und ab 1909 lehrte er Professor an
der Staatlichen Kunstschule in Berlin, wo er auch
mit anderen Künstlern die Gruppe "Neue
Secession Berlin" ins Leben rief.
Ab 1913 war er als Professor an der Berliner
Hochschule für Kunsterziehung tätig und
1918 war er einer der Mitbegründer der
"Novembergruppe Berlin".
Im Jahr 1933 wurde Georg Tappert aus seinem Lehramt
entlassen und bekam von den Nationalsozialisten
Ausstellungsverbot. Nach dem Zweiten Weltkrieg
übte er wieder eine Lehrtätigkeit an der
Hochschule für bildende Kunst in Berlin
aus.
1957 starb Georg Tappert in Berlin.
(WP)
Literatur:

Thieme-Becker, XXXII, 1938, Seite 438

Vollmer, Bd, IV, 1992, Seite 418

Katalog "Georg Tappert – Das Vermächtnis",
Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum Schloss
Gottorf, 1994

Gerhard Wietek, Werkverzeichnis Georg Tappert,
München, 1980
Zum
Thema:

Ausstellungen
der Galerie Goltz von 1912 bis 1927
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Georg
Tappert
Deutscher Expressionist
Die Stiftung Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum
Schloß Gottdorf und das Archiv für
Bildende Kunst im Germanischen Nationalmuseum in
Nürnberg haben sich in zwei Ausstellungen (20.
März bis 12. Juni 2005, Schloß Gottdorf,
21. Juli bis 23. Oktober 2005, Nürnberg) des
künstlerischen Wirkens Georg Tapperts
angenommen und stellen diese Retrospektive nicht
nur zeitlich befristet vor, sondern räumen
Kunstliebhabern durch die Veröffentlichung
eines Begleitbandes zu den Ausstellungen die
Möglichkeit ein, sich auch weiterhin mit dem
Leben und den Arbeiten eines Jahrzehnte lang kaum
wahr genommenen Expressionisten beschäftigen
zu können.
Das erste Viertel des Buches bietet Wissenswertes
zum Lebenslauf des gelernten Schneiders und zu
seinem künstlerischen Werdegang, den er 1900
aufnahm. Fachaufsätze vermitteln in sehr gut
geschriebener, verständlicher Form nicht nur
Georg Tapperts Vorliebe für Menschenbilder,
sondern verdeutlichen auch seine Rolle als
Initiator der Neuen Secession Berlin. Der Bedeutung
des Lehrers Georg Tappert wird ebenfalls Tribut
gezollt, einmal im Kapitel "Der Maler und Lehrer
Georg Tappert in Dokumenten", zum anderen in den
Erinnerungen an Georg Tappert, verfasst vom 1991
verstorbenen Maler und Hochschullehrer Ernst
Straßner.
Mehr als 100 farbig abgedruckte Bilder, vom
Selbstbildnis über Can-Can-Tänzerinnen
bis zu Industriewerken, legen Zeugnis ab über
die Gestaltungskraft, welche der Künstler
während dreier Jahrzehnte, von 1903 bis 1933
reichend, eingesetzt hat und lassen erkennen, dass
Georg Tappert nicht zu Unrecht als des "modernen
Großstadtlebens Stimme im Expressionismus"
eingeschätzt wird.
Näheres zu den einzelnen Bildern ist in einem
anschließenden Werkkatalog zu erfahren, bevor
eine Literaturliste, ein Ausstellungsverzeichnis
und ein ausführliches Register den
geschmackvoll gestalteten Kunstband
beschließen, der durchaus dazu geeignet
erscheint, diesem (fast) vergessenen Avantgardisten
den ihm gebührenden Platz in der Reihe der
deutschen Expressionisten auf Dauer zu sichern.
(Rika Wettstein)
Das Buch ist im Verlag des Germanischen
Nationalmuseums
erschienen.

Georg
Tappert - Deutscher Expressionist (Werke und
Dokumente, Neue Folge, Bd. 14).
Bearbeitet von Gesa Bartholomeyczik u.a. Katalog zu
den Ausstellungen in Schloß Gottorf,
Schleswig und im GNM. Nürnberg 2005. 172
Seiten, 37 sw Abb., 105 Farbtafeln. Festeinband.
Verlag des Germanischen Nationalmuseums.
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