|
Künstler, die in der Galerie
Hans Goltz ausgestellt wurden
Arbeiten von Christian Rohlfs
waren im Rahmen von Gruppenausstellungen in den
Jahren 1913, 1919 und 1922 in der Galerie Hanz
Goltz ausgestellt.
Christian Rohlfs wurde am 22. November 1849 in
Groß Niendorf, Kreis Segeberg geboren. Ab
1866 besuchte Rohlfs das Realgymnasium in Segeberg.
Von 1870 bis 1884 studierte er mit
zweischenzeitlichen Unterbrechungen (Krankheit,
Beinamputation) die Großherzogliche
Kunstschule in Weimar bei Paul Thumann.
Bis 1900 entwickelte Rohlfs eine lockere, auf Licht
und Atmosphäre beruhende impressionistische
Malweise. Er machte die Bekanntschaft mit Karl
Ernst Osthaus, dem Gründer des
Folkwang-Museums in Hagen. Rohlfs erhielt dort nach
seiner Übersiedlung ein Atelier, in welchem er
bis zu seinem Tode arbeitete.
Am Folkwang-Museum kam er mit van Gogh, und den
Neoimpressionisten der französischen
Avantgarde in Berührung. Bei einem
Sommeraufenthalt im Jahr 1905 in Soest befreundete
er sich mit Emil
Nolde. !908 erfolgten Aufenthalte in
Berlin und in Bayern.
Ab 1910 beschäftigte sich Rohlfs zunehmend mit
der Temperamalerei und schuf unter den
bedrückenden Einflüssen der
Kriegsereignisse in den Jahren 1914 bis 1918
vorwiegend Werke mit religiöser Thematik.
1919 heratete er Helene Vogt und hatte im gleichen
Jahr anässlich seines 70. Geburtstages in der
Nationalgalerie Berlin eine umfassende
Sonderausstellung.
Ab 1921 fertigte er großformatige
Papierarbeiten mit Wassertempera an.
Von 1927 bis1938 arbeitete er im Sommer in Ascona
und im Winter in seinem Atelier in Hagen, wo er am
8. Januar 1938 stirbt. Seine Arbeiten wurden von
den Nationalsozialisten als "entartete
Kunst" diffamiert.
Christian Rohlfs war Mitglied der Berliner Neuen
Sezession und des Hagener Folkwang-Bundes und hatte
zahlreiche Gruppen- und Einzelausstellungen.
(WP)
|

Christian Rohlfs
von Achim Sommer, Erich Franz
Gebundene Ausgabe,
Wienand Verlag

Zum
Thema:

Ausstellungen
der Galerie Goltz von 1912 bis 1927
|