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Künstler, die in der Galerie
Hans Goltz ausgestellt wurden
Emil Nolde nahm bei der zweiten
Ausstellung des "Blauen Reiter" bei Hans Goltz im
Jahre 1912 teil. Von ihm waren zwei Werke
ausgestellt.
Emil Nolde wurde am 7. August 1867 in Nolde,
Provinz Schleswig-Holstein, als Emil Hansen
geboren. Seit 1902 nannte er sich nach seinem
Heimatdorf im deutsch-dänischen Grenzland.
Nolde zählt zu den führenden Malern des
Expressionismus und gilt als einer der großen
Aquarellisten in der Kunst des 20. Jahrhunderts.
Seine Arbeiten beeindrucken durch eine
ausdrucksstarke Farbwahl.
Von 1884 bis 1891 ließ er sich als Schnitzer
und Zeichner in Flensburg ausbilden. Seine
Wanderjahre verbrachte er unter anderem in
München, Karlsruhe und Berlin.
Ab 1903 malte Nolde noch "lyrische" Landschaften.
Von 1906 bis 1907 war er Mitglied der
Künstlergruppe "Die
Brücke" und begegnete Edvard Munch. 1909
wurde er Mitglied der Berliner Sezession. Nolde
malte in dieser Zeit seine ersten religiösen
Bilder. Zwischen 1910 und 1912 hatte er erste
Erfolge mit Ausstellungen in Hamburg, Essen und
Hagen mit Bildern vom Nachtleben in Berlin,
Theatersujets und Maskenstillleben.
Vom Herbst 1913 bis zum Sommer 1914 unternahm er
eine Reise in die Südsee.
1917 übersiedelte Nolde nach Utenwarf, nahe
Tondern und wurde später dänischer
Staatsbürger. Zu seinem 60. Geburtstag wurde
ihm im Jahr 1927 eine Jubiläumsausstellung in
Dresden gewidmet.
In der Zeit des Nationalsozialismus wurden Noldes
Bilder in Museen beschlagnahmt und zum Teil in der
Ausstellung "Entartete
Kunst" gezeigt. Nolde zog sich danach
ganz nach Seebüll zurück.
Obwohl er ab 1941 einem Malverbot unterlag, malte
er heimlich kleinformatige Aquarelle, die er als
seine "ungemalten Bilder" bezeichnete und die zu
den Höhepunkten seines Werkes gerechnet
werden.
Nach 1945 erhielt Node zahlreiche Auszeichnungen
und Ehrungen. Bis zu seinem Tod malte er noch
über 100 Gemälde und zahlreiche
Aquarelle. Emil Nolde starb am 15. April 1956 in
Seebüll.
Das Werk:

Noldes Werk umfasst neben
Gemälden auch Farblithographien und klein- bis
großformatige Aquarelle. Seine Motive sind
sehr vielfältig, er malte unter anderem
Landschaften, religiöse Motive oder das
Berliner Nachtleben. Bekannt wurde er auch durch
die Aquarelle von seiner Südsee-Reise als
Mitglied der medizinischen
"Deutsch-Neuguinea-Expedition", die ihn durch
Moskau, Sibirien, Korea, Japan und China
führte. In den Blumen-Aquarellen konnte Nolde
seine Vorstellung von der Musikalität und der
absoluten Wirkung der Farben realisieren, ohne die
Bindung an die Natur zu verlieren.
Das Leben des Künstlers Emil Nolde spiegelt
sich in dem Roman "Die Deutschstunde" von Siegfried
Lenz wider.
Textvorlage: WIKIPEDIA
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Emil
Nolde - BlickKontakte
Sie waren und sind allemal gut für die
Auseinandersetzung, die Expressionisten, nicht nur
vom Sehen her, sondern auch vom Hinterdenken. Einer
ihrer ganz Großen war Emil Nolde, der Bilder
mit einer unvergleichlichen Aussagekraft geschaffen
hat.
So entstanden in den ersten beiden Jahrzehnten des
20. Jahrhunderts zahlreiche einzigartige
Porträts, denen zwei Ausstellungen unter dem
Motto "BlickKontakte" gewidmet sind - im Ulmer
Museum vom 2. April bis 15. August 2005 und in de
Zonnehof - centrum voor moderne kunst im
niederländischen Amersfoort vom 18. September
2005 bis 8. Januar 2006.
Beide Ausstellungen werden in einem Begleitbuch
gewürdigt, das in deutscher und englischer
Sprache Wissenswertes zu Emil Nolde und seiner
künstlerischen Entwicklung vermittelt. Das
Buch ermöglicht jedoch nicht nur die
Lektüre, sondern vor allem das Sehen. So
begrüßen beispielsweise zwei
Porträts des Künstlers selbst den
Betrachter nach dem Vorwort, jedes bestens
fotografiert und je ganzseitig abgedruckt. Der
blitzblaue Blick des Malers hält fest und
fordert regelrecht dazu auf, sich tiefer mit seiner
Arbeit zu beschäftigen.
Tilman Osterwold, Brigitte Reinhardt und Manfred
Reuther kommen mit Worten in drei verschiedenen
Beiträgen dieser Aufforderung sachkundig und
souverän nach, wobei ihre Ausführungen
durch rund 50 Porträts optisch bereichert
werden.
Eine reich bebilderte biografische Übersicht
zeigt nach den Fachbeiträgen die
Lebensstationen Emil Noldes auf, bevor mit
teilweise detaillierten Angaben zu den einzelnen in
Ausstellung und Buch zu erlebenden Werken die
Präsentation ihren Abschluss findet. Diese
sind besonders hilfreich für Kunstliebhaber,
die fachlich nicht allzu bewandert sind. Als
Beispiel sei das Stillleben "Victoria und Albert"
aus dem Jahr 1913 genannt. Dies erweckt den
Eindruck, die englische Königin und ihr
Prinzgemahl seien aus Porzellan gefertigt und regt
damit zu allerlei Schlussfolgerungen an. Die
Erklärung zur Entstehung dieses fabelhaften
Bildes ist so überraschend, dass neugierig
Gewordenen das Aufspüren von Bild und
Information in diesem liebevoll und anziehend
gestalteten Kunstband empfohlen sei.
Das Buch ist im Hatje Cantz Verlag
erschienen.
Rezension: Rika Wettstein

Emil
Nolde - BlickKontakte
Frühe Porträts
Hrsg. Brigitte Reinhardt, Ulmer Museum, mit Tilman
Osterwold, Text von Tilman Osterwold, Brigitte
Reinhardt, Manfred Reuther
Deutsch/Englisch, 160 Seiten, 91 Abbildungen, davon
58 farbig, gebunden mit Schutzumschlag

Zum
Thema:

Ausstellungen
der Galerie Goltz von 1912 bis 1927
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