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Künstler, die in der Galerie
Hans Goltz ausgestellt wurden
Gabriele Münter stellte 1912
in der zweiten Ausstellung der "Redaktion der Blaue
Reiter" in der Galerie Goltz aus Von ihr wurden 14
Zeichnungen und Aquarelle präsentiert.
Gabriele Münter wurde am 19. Februar 1877 in
Berlin geboren. Ihre wohlhabenden und Neuem
gegenüber aufgeschlossenen Eltern, die ihre
Ausbildung zur Malerin förderten, starben
früh. Nach einem ersten privaten
Zeichenunterricht, dem Besuch einer
Damenkunstschule in Düsseldorf 1897 und einer
zweijährigen Reise durch die USA zog
Münter 1901 nach München. Zu jener Zeit
wurden Frauen jedoch noch nicht an der dortigen
Kunstakademie aufgenommen. Gabriele Münter
setzte daher ihr Studium an der Malschule des
Künstlerinnen-Vereins fort und besuchte auch
Kurse an Kandinskys Kunstschule "Phalanx". Er war
ein Jahr lang ihr Lehrer, dann schloss die Schule.
Wassily
Kandinsky, obwohl bis 1911 noch verheiratet,
wurde ihr Geliebter, mit dem sie offen
zusammenlebte - eine für eine junge Frau des
beginnenden 20. Jahrhunderts ein mutiger Schritt.
Bis 1917 waren sie ein Paar, unternahmen zahlreiche
gemeinsame Reisen nach Tunesien und in die
Niederlande, nach Italien und nach Frankreich.
Während ihres ersten gemeinsamen Aufenthaltes
in Paris 1906/07 lernte Münter Bilder von
Henri Matisse und den anderen "Fauves" kennen, was
ihren Malstil nachhaltig veränderte. Sie schuf
zahlreiche Holz- und Linolschnitte, über ein
Viertel ihres graphischen Werkes entstand in dieser
Zeit. Nach ihrer Rückkehr 1908 nach
München malte sie kleinformatige,
spätimpressionistische Freilichtstudien. 1909
erwarb sie ein Haus in Murnau am Staffelsee. Hier
verbrachte sie die Sommer mit Kandinsky und empfing
zahlreiche Künstler der Münchner
Avantgarde: Marianne von Werefkin und Alexej von
Jawlensky, später auch Franz Marc.
August Macke und der Komponist Arnold
Schönberg wohnten zeitweise in der
"Russen-Villa" in Murnau.
Sie begann mit einer eigenständigen,
abstrakten Malweise in leuchtenden, unvermischt
nebeneinander gesetzten Farben und starken Formen,
die mit dunklen Umrisslinien begrenzt waren.
Gabriele Münter wurde Mitbegründerin der
Neuen
Münchener
Künstlervereinigung, aus der sie gemeinsam mit
Kandinsky, Marc und Kubin bereits 1911 wieder
austrat; sie bildeten danach den Kern der jungen
Gruppe des "Blauen
Reiter". Bei einer gemeinsamen
Ausstellung erlebte Münter ihren ersten
großen künstlerischen Erfolg.
Während des Ersten Weltkrieges verließ
Kandinsky Deutschland als feindlicher
Ausländer und kehrte nach Russland
zurück. 1915-1920 lebte Münter in
Skandinavien, es gab ein letztes Treffen mit
Kandinsky in Stockholm. Aber seit 1917 verweigerte
er jeglichen Kontakt. Erst Jahre später erfuhr
sie, dass Kandinsky 1917 wieder geheiratet
hatte.
Ab 1920 lebte Münter abwechselnd in Köln,
München und Murnau. Depressionen hielten sie
vorübergehend vom Malen ab. Nach ihrem Umzug
1925 nach Berlin entstanden auf Umrisse reduzierte
weibliche Portraits, mit Bleistift gezeichnet.
1929/30 gab ein erneuter längerer
Parisaufenthalt ihrem Schaffen neue Impulse.
Sie übersiedelte 1931 mit ihrem zweiten
Lebensgefährten, dem Kunsthistoriker Johannes
Eichner, wieder nach Murnau. Dort malte sie
Blumenstilleben beschäftigte sie sich mit
abstrakten Studien. Ein Ausstellungsverbot als
"entartete
Künstlerin" durch die Nationalsozialisten
zwang sie 1937 in den privaten Rückzug.
Nach dem Zweiten Weltkrieg war Münter 1949 mit
neun Arbeiten in einer Retrospektive des Blauen
Reiter im Münchner Haus der Kunst vertreten.
Ab 1950 wurde eine Gesamtausstellung ihres Werkes
in zahlreichen deutschen Museen gezeigt. Der Stadt
München schenkte sie anlässlich ihres 80.
Geburtstag ihre einmalige Sammlung, zahlreiche
eigene Werke, über 80 Bilder Kandinskys sowie
Arbeiten anderer Mitglieder des Blauen Reiter,
wodurch die Städtische Galerie im Lenbachhaus
auf einen Schlag Weltgeltung erhielt.
Gabriele Münter starb am 19. Mai 1962 in
Murnau am Staffelsee.
Das Münter-Haus in Murnau ist heute eine
Gedenkstätte, die sehr persönliche
Arbeiten zeigt, u. a. von Kandinsky und Münter
bemalte Möbel und Wände sowie Sammlungen
volkstümlicher Objekte.
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Das Münter-Haus in
Murnau
von Helmut Friedel, Annegret Hoberg
Broschiert, 59 Seiten, Prestel Verlag

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Textvorlage: WIKIPEDIA
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Gabriele Münter und
Wassily Kandinsky
von Gisela Kleine
Broschierte Ausgabe, Insel Verlag
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Wer Interesse an Gabriele Münters
außergewöhnlichem Leben gewonnen hat,
dem sei
Gabriele
Münter
und Wassily Kandinsky
Biographie
eines Paares
empfohlen.
"Schwimmfüchslein" nannte Wassiliy Kandinsky
im Sommer 1902 seine Schülerin Gabriele
Münter während einer Exkursion seiner
Malklasse nach Kochel am See.
Kein Herz-Schmerz-Geschichten-Erfinder hätte
die sich anbahnende Beziehung zwischen dem
36jährigen Russen und dem 25jährigen
"Malweib" in jenem Ausmaß formulieren
können, wie es die Realität mit sich
brachte.
Diese Realität ist im wahrsten Sinne des
Wortes verbrieft. Der höchst umfangreiche
Briefwechsel des Künstlerpaares bildete neben
Tagebucheintragungen und zeitgenössischen
Dokumenten die Grundlage dieser Biographie, die von
Gisela Kleine erarbeitet wurde.
Die Biographie an sich bietet bereits Anlass genug
zum fast atemlosen Verfolgen der Entwicklung dieser
einen üblichen Rahmen sprengenden
Liebesgeschichte. Sie wird zudem angereichert mit
gesellschaftlichen und kulturellen Gegebenheiten,
die von Diffamierung bis zu tiefem Respekt, von
Ablehnung bis zu höchstem Lob reichen.
Nichts davon ist erfunden. Alles ist in einem
ausführlichen Quellenanhang belegt. Das
Atmosphärische der Suche nach neuen
Ausdrucksformen in der Kunst, gepaart mir profanen
Alltags- und Reiseerlebnissen nimmt den Leser mit
in die Hoch-Zeit der "jungen Wilden", auch und
besonders in die Entstehungsgeschichte der
Redaktionsgemeinschaft "Der
Blaue Reiter".
Verstehen und Verständnis werden geweckt
für all jene an künstlerischen
Entwicklungsprozessen beteiligten Menschen, denen
vornehmlich in kunsttheoretischen Abhandlungen
fachbezogene Aufmerksamkeit gewidmet wird.
In ihren Dankesworten gegen Ende dieser mehr als
800 Seiten starken Dokumentation lässt Gisela
Kleine nicht verlauten, wie viel Zeit sie in das
akribische Aufarbeiten des künstlerischen
Menschenlebens oder menschlichen
Künstlerlebens eingebracht hat. Es muss sehr
viel Zeit gewesen sein, welche die
Beschäftigung mit Gabriele Münter und
ihrer Zeit zu einer fesselnden Wiedergabe einer
Epoche des Umbruchs hat werden lassen. (Rika
Wettstein, Baden-Baden)
Das Buch ist im Insel-Verlag erschienen.
Zum
Thema:
Wassily
Kandinsky
Ausstellungen
der Galerie Goltz
von
1912 bis 1927
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