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Biografie Hans Goltz

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  Otto Mueller nahm bei der zweiten Ausstellung des "Blauen Reiter" bei Hans Goltz im Jahre 1912 teil. Von ihm waren 15 Zeichnungen und Lithographien ausgestellt.


Am 16. Oktober 1874 wurde Otto Mueller im schlesischen Liebau (heute: Lubawka/Polen) geboren. Nach einer Lehre als Lithograph studierte Mueller von 1894 bis 1896 an der Dresner Kunstakademie.

In den Jahren 1896/97 bereiste er die Schweiz und Italien mit Gerhart Hauptmann, bei dessen Verwandten Muellers Mutter aufwuchs.

1898 begann er ein Studium an der Kunstakademie von München, das er 1899 abbrechen musste, weil ihn Franz von Stuck für untalentiert hielt. Von 1900 bis 1904 lebte Mueller an verschiedenen Orten im Riesengebirge, wo er sich selbst weiterbildete. Seine Frühwerke waren vom Impressionismus, Jugendstil und Symbolismus beeinflusst.

1904 übersiedelte er nach Rockau bei Dresden, wo er Paula Modersohn-Becker kennenlernte und 1908 zog er nach Berlin. Dort begegenete er Wilhelm Lehmbruck, Rainer Maria Rilke und Erich Heckel. Zunehmend wandte er sich in seinen Arbeiten dem Expressionismus zu. Nach der Zurückweisung durch die Jury der "Berliner Secession" im Jahre 1910 nimmt Mueller an der Ausstellung der "Neuen Berliner Secession" teil und trat der Künstlergemeinschaft "
Die Brücke" bei. Mit Erich Heckel und Ernst Ludwig Kirchner hielt er sich 1911 an der Ostsee auf. In den Jahren 1915 bis 1918 musste er als Infanteriesoldat am Ersten Weltkrieg teilnehmen.

In Berlin wird Mueller 1919 Mitglied des "Arbeitsrats für Kunst". Die auf Initiative von Erich Heckel, Käthe Kollwitz, Bruno Taut und
Karl Schmidt-Rottluff gegründete Künstlervereinigung wandte sich gegen die überkommenen Historienmalerei des Kaiserreichs. Die Künstler versuchten, die Ziele der Novemberrevolution auf ihre Kunst zu übertragen.

In den Jahren 1919 bis 1930 lehrte Mueller als Professor an der Kunstakademie Breslau (heute: Wroclaw/Polen). Er versuchte durch Reisen nach Süd- und Südosteuropa, dem bürgerlichen Leben zu entfliehen und wohnte zeitweise bei Zigeunern, deren Lebensstil er als Befreiung von gesellschaftlichen Konventionen ansah.

Muellers zentrales Thema in seinen Arbeiten war nun die Einheit von Mensch und Natur, das sich in zahlreichen Aktdarstellungen in Landschaften manifestierte. So stellte Mueller in diesen Bildern immer wieder Szenen aus dem Zigeunerleben dar. 1927 schuf er die "Zigeuner-Mappe", eine Serie von Farblithographien.

Otto Mueller starb am 24. September 1929 in Breslau.

1937 beschlagnahmten die Nationalsozialisten 357 seiner Werke aus deutschen Museen, seine Bilder wurden als "
entartete Kunst" diffamiert.
(WP)



Otto Mueller

Otto Mueller
von Johann G. Prinz Hohenzollern, Mario-Andreas von Lüttichau

Gebundene Ausgabe
280 Seiten, Prestel Verlag

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