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Künstler, die in der Galerie
Hans Goltz ausgestellt wurden
Von Franz Marc wurden 1912
fünf Arbeiten (ein Akt, und vier Tierstudien)
bei der zweiten Ausstellung des "Blauen Reiter" in
der Münchner Galerie Hans Goltz ausgestellt.
In den Folgejahren wurden von ihm in
Gruppenausstellungen der Galerie Goltz weitere
Arbeiten präsentiert.
Von Maria
Franck-Marc wurden ebenfalls 1912 drei Werke bei
der zweiten Ausstellung des "Blauen Reiter" in der
Münchner Galerie Hans Goltz ausgestellt.
Franz Marc wurde am 8. Februar 1880 in München
geboren. 1899 begann er an der philosophischen
Fakultät der Universität München zu
studieren, 1890 wechselte er an an die
Königlich Bayerischen Kunstakademie in
München.
1903 unternahm er eine Reise nach Frankreich, wo er
die Werke der französischen Impressionisten
Gustave Courbetund Eugène Delacroix
kennenlernte.
Marc bezog 1904 ein Atelier in Schwabing und
freundete sich dort mit der verheirateten Malerin
und Kopistin Annette von Eckardt an, deren Ehe die
Beziehung zu Marc schwer belastete. Auch Marc litt
umter melancholischen Stimmungen und
künstlerischen Selbstzweifeln.
1907 reiste er nach Paris, wo er die Werke Vincent
van Goghs und Paul Gauguins studierte. Die
Farbpalette seiner Landschaftsmotive wurde ab
diesem Zeitpunkt zunehmend heller. Er versuchte,
seine schlechte finanzielle Lage mit Zeichnungen
zur Tieranatomie zu verbessern. Den Sommer 1908
verbrachte Marc mit seiner späteren Frau, der
Malerin Maria Franck, in Lenggries. Er malte dort
vor allem Tiere, wobei er nach immer
größerer Vereinfachung der Form strebte
und die Farbe zunehmend als selbständiges
Ausdrucksmittel anwandte.
Die Münchener Kunsthändler Thannhauser
und Brakl kauften Arbeiten von ihm und im Jahre
1910 befreundete er sich mit August
Macke kennen, mit dem er eine
umfangreiche Korrespondenz über Fragen der
Kunst führte. Ende Februar des gleichen Jahres
hatte Marc seine erste Einzelausstellung in der
Galerie Brakl. Marc nachte die Bekanntschaft von
Wassily
Kandinsky, Alexej von
Jawlensky und Gabriele
Münter, die Mitglieder der Münchner
"Neuen
Künstlervereinigung". Die erste Ausstellung dieser
neuen Gruppe fand im Dezember 1909,
unterstützt von Hugo von Tschudi, in der neu
gegründeten Galerie des Heinrich Thannhauser
in München statt und erntete lediglich von
Franz Marc beglückwünschende Anerkennung,
woraufhin der bayerische Maler prompt in den
Vorstand der Neuen Künstlervereinigung
München aufgenommen wurde.
Bei den Vorbereitungen zur dritten Ausstellung der
"Neuen Künstlervereinigung" lehnte die Jury
Kandinskys "Komposition V" ab. Kandinsky, Marc und
Münter traten aus Protest aus der
Künstlervereinigung aus.
Am 18. Dezember 1911 eröffneten Kandinsky und
Marc eine "Gegenausstellung" mit rund 50 Bildern,
ebenfalls in der Galerie Thannhauser, und gaben als
Veranstalter die Redaktion "Der
Blaue Reiter" an. Kandinsky und Marc waren zu
jenem Zeitpunkt bereits voll damit
beschäftigt, als "Redakteure" Beiträge
für das geplante Jahrbuch "Der
Blaue Reiter" zu sammeln.
Eine weitere Ausstellung des "Blauen Reiter"
erfolgte in der Berliner Galerie "Der Sturm", wo
Franz Marc die Bekanntschaft mit Malern der
Künstlergruppe "Brücke" machte.
Gemeinsam mit seinem Freund Macke reiste Marc nach
Paris, wo sie Robert Delaunay kennenlernten, dessen
Arbeiten Marc sehr beieindruckte und die auch seine
weiteren Malerei beinflussen sollten, wie auch die
italienischen Futuristen, deren Werke er auf der
Kölner Ausstellung des Sonderbunds sah. So
begann er in seiner Malerei Stilelemente des
Kubismus zu übernehmen. Es entstanden u. a.
"Kühe, gelb-rot-grün".
1913 plante Marc, zusammen mit Wassily Kandinsky,
Alfred
Kubin, Paul
Klee, Erich Heckel und Oskar Kokoschka,
eine illustrierte Bibelausgabe herauszubringen.
1914 übersiedelte er nach Ried bei
Benediktbeuren. Hier entstanden seine letzten
großen Gemälde, teils abstrakt, teils
gegenständlich, wie "Rehe im Wald II". Marc
meldete sich zu Beginn des Ersten Weltkriegs als
Freiwilliger, ebenso wie Macke, der bereits im
Herbst an der Westfront fällt. Der Tod seines
Freundes war für Marc ein schmerzlicher
Verlust. Marc schrieb viele Briefe an Mackes Frau.
Diese Briefe wurden 1920 veröffentlicht.
Am 4. März 1916 starb Marc bei einem
Kundschaftsgang in der Nähe von Verdun.
Die Nationalsozialisten diffamieren 1937 Marc als
"entarteten
Künstler" und beschlagnahmten etwa 130
seiner Werke aus deutschen Museen.
(WP)
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Blaues Pferd und
grüne Kuh
von Barbara Schubert
Gebundene Ausgabe,
Verlag An der Ruhr


Franz und Maria Marc
von Kirsten Jüngling, Brigitte
Roßbeck
Broschiert, 248 Seiten, zahlreiche
Abbildungen,
List Taschenbuch
Die gutbürgerliche Maria Franck lernt
in Schwabinger Künstlerkreisen den
jungen Franz Marc kennen und lieben. Ihre
Beziehung beginnt als sinnenfrohe und
zugleich quälende Dreierbeziehung und
endet mit dem frühen Tod des Malers,
der von seiner Frau um vier vier
Jahrzehnte überlebt wird. Die
Autorinnen schildern nicht nur die Vita
des Künstlerpaares, sondern lassen
auch die Atmosphäre der Münchner
Bohème noch einml vor den Augen des
Lesers aufleben.
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Zum
Thema:

Ausstellungen
der Galerie Goltz von 1912 bis 1927
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