Home

Biografie Hans Goltz

Die Jahre 1911-1927

Das Erbe von Hans Goltz

Der Blaue Reiter

Entartete Kunst

Presseecho/Ausstellungen

Interview mit Michael Goltz

Ausstellungen/Künstler

Künstler, die in der Galerie Hans Goltz ausgestellt wurden

  Von Franz Marc wurden 1912 fünf Arbeiten (ein Akt, und vier Tierstudien) bei der zweiten Ausstellung des "Blauen Reiter" in der Münchner Galerie Hans Goltz ausgestellt. In den Folgejahren wurden von ihm in Gruppenausstellungen der Galerie Goltz weitere Arbeiten präsentiert.

  Von Maria Franck-Marc wurden ebenfalls 1912 drei Werke bei der zweiten Ausstellung des "Blauen Reiter" in der Münchner Galerie Hans Goltz ausgestellt.


Franz Marc wurde am 8. Februar 1880 in München geboren. 1899 begann er an der philosophischen Fakultät der Universität München zu studieren, 1890 wechselte er an an die Königlich Bayerischen Kunstakademie in München.

1903 unternahm er eine Reise nach Frankreich, wo er die Werke der französischen Impressionisten Gustave Courbetund Eugène Delacroix kennenlernte.

Marc bezog 1904 ein Atelier in Schwabing und freundete sich dort mit der verheirateten Malerin und Kopistin Annette von Eckardt an, deren Ehe die Beziehung zu Marc schwer belastete. Auch Marc litt umter melancholischen Stimmungen und künstlerischen Selbstzweifeln.

1907 reiste er nach Paris, wo er die Werke Vincent van Goghs und Paul Gauguins studierte. Die Farbpalette seiner Landschaftsmotive wurde ab diesem Zeitpunkt zunehmend heller. Er versuchte, seine schlechte finanzielle Lage mit Zeichnungen zur Tieranatomie zu verbessern. Den Sommer 1908 verbrachte Marc mit seiner späteren Frau, der Malerin Maria Franck, in Lenggries. Er malte dort vor allem Tiere, wobei er nach immer größerer Vereinfachung der Form strebte und die Farbe zunehmend als selbständiges Ausdrucksmittel anwandte.

Die Münchener Kunsthändler Thannhauser und Brakl kauften Arbeiten von ihm und im Jahre 1910 befreundete er sich mit
August Macke kennen, mit dem er eine umfangreiche Korrespondenz über Fragen der Kunst führte. Ende Februar des gleichen Jahres hatte Marc seine erste Einzelausstellung in der Galerie Brakl. Marc nachte die Bekanntschaft von Wassily Kandinsky, Alexej von Jawlensky und Gabriele Münter, die Mitglieder der Münchner "Neuen Künstlervereinigung". Die erste Ausstellung dieser neuen Gruppe fand im Dezember 1909, unterstützt von Hugo von Tschudi, in der neu gegründeten Galerie des Heinrich Thannhauser in München statt und erntete lediglich von Franz Marc beglückwünschende Anerkennung, woraufhin der bayerische Maler prompt in den Vorstand der Neuen Künstlervereinigung München aufgenommen wurde.

Bei den Vorbereitungen zur dritten Ausstellung der "Neuen Künstlervereinigung" lehnte die Jury Kandinskys "Komposition V" ab. Kandinsky, Marc und Münter traten aus Protest aus der Künstlervereinigung aus.

Am 18. Dezember 1911 eröffneten Kandinsky und Marc eine "Gegenausstellung" mit rund 50 Bildern, ebenfalls in der Galerie Thannhauser, und gaben als Veranstalter die Redaktion "
Der Blaue Reiter" an. Kandinsky und Marc waren zu jenem Zeitpunkt bereits voll damit beschäftigt, als "Redakteure" Beiträge für das geplante Jahrbuch "Der Blaue Reiter" zu sammeln.

Eine weitere Ausstellung des "Blauen Reiter" erfolgte in der Berliner Galerie "Der Sturm", wo Franz Marc die Bekanntschaft mit Malern der Künstlergruppe "Brücke" machte.

Gemeinsam mit seinem Freund Macke reiste Marc nach Paris, wo sie Robert Delaunay kennenlernten, dessen Arbeiten Marc sehr beieindruckte und die auch seine weiteren Malerei beinflussen sollten, wie auch die italienischen Futuristen, deren Werke er auf der Kölner Ausstellung des Sonderbunds sah. So begann er in seiner Malerei Stilelemente des Kubismus zu übernehmen. Es entstanden u. a. "Kühe, gelb-rot-grün".

1913 plante Marc, zusammen mit Wassily Kandinsky,
Alfred Kubin, Paul Klee, Erich Heckel und Oskar Kokoschka, eine illustrierte Bibelausgabe herauszubringen.

1914 übersiedelte er nach Ried bei Benediktbeuren. Hier entstanden seine letzten großen Gemälde, teils abstrakt, teils gegenständlich, wie "Rehe im Wald II". Marc meldete sich zu Beginn des Ersten Weltkriegs als Freiwilliger, ebenso wie Macke, der bereits im Herbst an der Westfront fällt. Der Tod seines Freundes war für Marc ein schmerzlicher Verlust. Marc schrieb viele Briefe an Mackes Frau. Diese Briefe wurden 1920 veröffentlicht.

Am 4. März 1916 starb Marc bei einem Kundschaftsgang in der Nähe von Verdun.

Die Nationalsozialisten diffamieren 1937 Marc als "
entarteten Künstler" und beschlagnahmten etwa 130 seiner Werke aus deutschen Museen.
(WP)


Franz Marc

Blaues Pferd und grüne Kuh
von Barbara Schubert

Gebundene Ausgabe,
Verlag An der Ruhr

Gleich bestellen


 Franz und Maria Marc

Franz und Maria Marc
von Kirsten Jüngling, Brigitte Roßbeck

Broschiert, 248 Seiten, zahlreiche Abbildungen,
List Taschenbuch

Die gutbürgerliche Maria Franck lernt in Schwabinger Künstlerkreisen den jungen Franz Marc kennen und lieben. Ihre Beziehung beginnt als sinnenfrohe und zugleich quälende Dreierbeziehung und endet mit dem frühen Tod des Malers, der von seiner Frau um vier vier Jahrzehnte überlebt wird. Die Autorinnen schildern nicht nur die Vita des Künstlerpaares, sondern lassen auch die Atmosphäre der Münchner Bohème noch einml vor den Augen des Lesers aufleben.


Kunstbücher suchen

Schnellsuche

Suchbegriff



Zum Thema:

  Ausstellungen der Galerie Goltz von 1912 bis 1927


Zurück


Kontakt   Impressum   Datenschutz

© 2004-2005 by Rika Wettstein, Baden-Baden. All rights reserved.