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Wer an
Kandinsky, Marc, Macke, Schönberg und andere
Avantgardisten des 20. Jahrhunderts denkt, dem mag
"Der Blaue Reiter" in den Sinn kommen, aber
vermutlich nicht Hans Goltz, der die letzten 15
Jahre seines Lebens engagiert für die
Förderung der Modernen Kunst eintrat.
Hans Goltz stellte in seiner Münchner Galerie
in den 1910/1920er Jahren Werke von Künstlern
aus, deren Arbeiten heute in den wichtigsten
Kunstsammlungen vertreten sind - auch in der
Sammlung
Frieder Burda. Dies
allein wäre schon ein Grund, sich mit dem
Leben und Wirken des Buch- und Kunsthändlers
auseinanderzusetzen. Die Tatsache, dass Hans Goltz
in Baden-Baden gestorben ist, bildet ein weiteres
Bindeglied.
Erfahren Sie mehr vom Pionier der Modernen Kunst
und was aus seinem Lebenswerk geworden ist.
Herzlichst,
Ihr Team von
www.bad-bad.de
Dies war der ursprüngliche Text zur
Einstimmung auf das Sonderprojekt Hans Goltz.
Mit zunehmender Beschäftigung wurde jedoch
klar, dass diese Einleitung zu einfach, zu leicht,
zu schwerelos ist für all das, was sich mit
der Buch- und Kunsthandlung Goltz in Verbindung
bringen lässt. Die Beschäftigung mit Hans
Goltz und seinem Erbe ist die Beschäftigung
mit einem ganzen Jahrhundert deutscher Geschichte
in all ihren extremen Auswüchsen, die bis in
das dritte Jahrtausend hineinreichen.
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Am 11.
August 1873 wurde Hans Goltz als viertes von
fünf Kindern des Leinenwebers und Kaufmanns
Benjamin Goltz im damals ostpreußischen
Elbing geboren.
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Den größten Teil seines Lebens
verbrachte Hans Goltz in der Hauptstadt des
damaligen Königreichs Bayern. Weiter>
Hans Goltz war nicht nur als Buch- und
Kunsthändler tätig. Er verlegte auch
Bücher, Kataloge und Zeitschriften.
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Hans Goltz war über 5 Jahre lang Paul Klees
Generalvertreter. Weiter>
Leider muss festgestellt werden,
dass die deutsche Kunstgeschichte diesen
engagierten Wegbereiter der Modernen Kunst zu
Beginn des dritten Jahrtausends offenbar ignoriert.
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Die
Ausstellung "Entartete Kunst", die am 17. Juli 1937
in München eröffnet wurde, leitete den
"Exodus" moderner Kunst in Wort, Bild und Ton ein.
Die Ausstellung zeigte 650 Exponate von rund 16000
in deutschen Museen konfiszierten Werke.
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Das
schwarze Kapitel deutscher Geschichte, das
Unrechtsregime der Nationalsozialisten, zeitigt
immer wieder neue Aspekte der Auseinandersetzung
mit seiner "Hinterlassenschaft". Hinterlassen hat
das so genannte Dritte Reich nicht nur kaum
fassbare Verbrechen an Leib und Leben von Millionen
Menschen, sondern auch schwere Eingriffe in das
Kunst- und Kulturleben
Deutschlands.
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Seit zehn
Jahren wütet eine eigenartige Geistesseuche in
unserer Stadt, Neue Kunst, Expressionismus, von uns
Kunstpest genannt. Dabei ist erfreulich, dass diese
Pest nicht zu einer allgemeinen septischen
Verseuchung führte, sondern sich in Abszessen
sammelte, die man nur aufzuschneiden braucht.
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"Sumpflegende"
nannte Paul Klee ein 1919 entstandenes
Ölgemälde. Es darf getrost gerätselt
werden, ob dieser Titelwahl eine Vision von den
Machenschaften um dieses Bild zugrunde
lag.
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Auch Egon Schieles Bilder sind von
den Nationalsozialisten als "entartet" eingestuft
worden und fielen teilweise dem Kunstraub zum
Opfer. Weiter>
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Infantilismus + Neue
Kunst
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Vor
gewissen Bildern der neuen Kunst ist es dem
Bürger ein Bedürfnis festzustellen: "Das
kann mein kleiner Junge auch". Lesen Sie was
Leopold Zahn 1920 dazu schreibt. Weiter>
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In
über 160 Ausstellungen wurden in der
Galerie Golz in den Jahren 1912 bis 1927
Künstler ausgestellt, deren Werke
heute Weltgeltung erlangt haben.
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Der
ersten Ausstellung setzten Wassily Kandinsky und
Franz Marc vom 12. Februar bis 18. März 1912
eine zweite nach. Für diese Ausstellung hatte
der seit dem Jahr 1911 selbständige Buch- und
Kunsthändler Hans Goltz seine
Geschäftsräume zur Verfügung
gestellt. 315 Aquarelle, Zeichnungen und
Druckgrafiken wurden in dieser Ausstellung
präsentiert. Weiter>

Hans Goltz zeigte die von ihm
geförderten Künstler nicht nur in seinen
eigenen Galerie. Er war bestrebt, deren Werke auch
in anderen Städten des In- und Auslandes
bekannt zu machen. Das bemerkenswerteste Ergebnis
dieser Bemühungen war wohl die Teilnahme an
der "Armory Show". Sie wurde 1913 in New York
eröffnet und gilt bis heute als die
bedeutendste und folgenreichste Ausstellung, die
jemals in den USA stattfand. Weiter>

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