Home

Biografie Hans Goltz

Die Jahre 1911-1927

Das Erbe von Hans Goltz

Der Blaue Reiter

Entartete Kunst

Presseecho/Ausstellungen

Interview mit Michael Goltz

Ausstellungen/Künstler

Künstler, die in der Galerie Hans Goltz ausgestellt wurden

 Wilhelm Lehmbrucks Arbeiten waren von 1913 in der Galerie Hans Goltz mehrfach ausgestellt. Auch nach seinem Tod im Jahre 1919 wurden seine Werke bis 1925 in der Galerie Goltz präsentiert.


Als Bergmannssohn wurde Wilhelm Lehmbruck am 4. Januar 1881 in Duisburg-Meiderich geboren. Die Kunstgewerbeschule in Düsseldorf besuchte Wilhelm Lehmbruck von 1895 bis 1899 auf Empfehlung seines Lehrers und absolvierte von 1901 bis 1906 ein Studium an der Düsseldorfer Kunstakademie, nachdem er sich zwei Jahre lang seinen Lebensunterhalt mit Illustrationen wissenschaftlicher Werke verdient hat. Seine während der Studienzeit entstandene Bronzeplastik "Badende" wurde 1905 mit dem Preis der Kunstakademie Düsseldorf ausgezeichnet. Seinem Beitritt zur französischen Société des Beaux-Arts im darauf folgenden Jahr folgte seine Teilnahme an einer Ausstellung im Grand Palais in Paris. Von 1910 bis 1914 lebte Wilhelm Lehmbruck in Paris. Sein Arbeitsstil dieser Zeit wurde durch die Kontakte zu Aristide Maillol, Amadeo Modigliani, Auguste Rodin und Constantin Brancusi beeinflusst.

Anfangs arbeitete er noch an der Wiedergabe klassischer Klarheit in seinen Skulpturen wie im Torso "Kniende", wechselte jedoch bald durch die Streckung der menschlichen Gliedmaßen zu dem Stil, der seine Skulpturen, wie beispielsweise den "Emporsteigenden Jüngling" von 1913, unverwechselbar werden ließ.

Nach der Beteiligung an verschiedenen Gemeinschaftsausstellungen in Deutschland und Amerika, hatte Wilhelm Lehmbruck im Jahr 1914 seine erste große Einzelausstellung in Paris. Im selben Jahr wurde er zum Sanitätsdienst in einem Berliner Kriegslazarett verpflichtet. In Berlin machte er die Bekanntschaft
Max Beckmanns und arbeitete weiter an seinen Plastiken und Grafiken, wobei er die in diesem Krieg gewonnenen Eindrücke zu verarbeiten suchte.

Heimgesucht von durch die Kriegsereignisse verursachten schweren Depressionen, floh Wilhelm Lehmbruck 1916 in die Schweiz, wo er sich in Zürich ein Atelier einrichtete und auf
Alexei von Jawlensky traf.

Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs kehrte Wilhelm Lehmbruck nach Berlin zurück und wurde im Jahr 1919 als Mitglied in die Preußische Akademie der Künste berufen.

Nach wie vor litt er unter schweren Depressionen. Am 25. März 1919 beging der Künstler, der von der Fachwelt als einer der bedeutendsten Vertreter der expressionistischen Plastik eingestuft wird, in Berlin Selbstmord.
(RW)


Wilhelm Lehmbruck

Lehmbruck Museum Duisburg.
Zentrum internationaler Skulptur.
von Christoph Brockhaus
Broschiert, 128 Seiten,
Prestel-Verlag München

Gleich bestellen


Kunstbücher suchen

   

Schnellsuche

Suchbegriff



Zum Thema:

  Ausstellungen der Galerie Goltz von 1912 bis 1927

  Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum


Zurück


Kontakt   Impressum   Datenschutz

© 2004-2005 by Rika Wettstein, Baden-Baden. All rights reserved.