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Künstler, die in der Galerie
Hans Goltz ausgestellt wurden
Wilhelm Lehmbrucks Arbeiten
waren von 1913 in der Galerie Hans Goltz mehrfach
ausgestellt. Auch nach seinem Tod im Jahre 1919
wurden seine Werke bis 1925 in der Galerie Goltz
präsentiert.
Als Bergmannssohn wurde Wilhelm
Lehmbruck am 4. Januar 1881 in Duisburg-Meiderich
geboren. Die Kunstgewerbeschule in Düsseldorf
besuchte Wilhelm Lehmbruck von 1895 bis 1899 auf
Empfehlung seines Lehrers und absolvierte von 1901
bis 1906 ein Studium an der Düsseldorfer
Kunstakademie, nachdem er sich zwei Jahre lang
seinen Lebensunterhalt mit Illustrationen
wissenschaftlicher Werke verdient hat. Seine
während der Studienzeit entstandene
Bronzeplastik "Badende" wurde 1905 mit dem Preis
der Kunstakademie Düsseldorf ausgezeichnet.
Seinem Beitritt zur französischen
Société des Beaux-Arts im darauf
folgenden Jahr folgte seine Teilnahme an einer
Ausstellung im Grand Palais in Paris. Von 1910 bis
1914 lebte Wilhelm Lehmbruck in Paris. Sein
Arbeitsstil dieser Zeit wurde durch die Kontakte zu
Aristide Maillol, Amadeo Modigliani, Auguste Rodin
und Constantin Brancusi beeinflusst.
Anfangs arbeitete er noch an der Wiedergabe
klassischer Klarheit in seinen Skulpturen wie im
Torso "Kniende", wechselte jedoch bald durch die
Streckung der menschlichen Gliedmaßen zu dem
Stil, der seine Skulpturen, wie beispielsweise den
"Emporsteigenden Jüngling" von 1913,
unverwechselbar werden ließ.
Nach der Beteiligung an verschiedenen
Gemeinschaftsausstellungen in Deutschland und
Amerika, hatte Wilhelm Lehmbruck im Jahr 1914 seine
erste große Einzelausstellung in Paris. Im
selben Jahr wurde er zum Sanitätsdienst in
einem Berliner Kriegslazarett verpflichtet. In
Berlin machte er die Bekanntschaft Max Beckmanns und arbeitete weiter an seinen
Plastiken und Grafiken, wobei er die in diesem
Krieg gewonnenen Eindrücke zu verarbeiten
suchte.
Heimgesucht von durch die Kriegsereignisse
verursachten schweren Depressionen, floh Wilhelm
Lehmbruck 1916 in die Schweiz, wo er sich in
Zürich ein Atelier einrichtete und auf
Alexei von
Jawlensky traf.
Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs kehrte Wilhelm
Lehmbruck nach Berlin zurück und wurde im Jahr
1919 als Mitglied in die Preußische Akademie
der Künste berufen.
Nach wie vor litt er unter schweren Depressionen.
Am 25. März 1919 beging der Künstler, der
von der Fachwelt als einer der bedeutendsten
Vertreter der expressionistischen Plastik
eingestuft wird, in Berlin Selbstmord.
(RW)
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Lehmbruck Museum Duisburg.
Zentrum internationaler Skulptur.
von Christoph Brockhaus
Broschiert, 128 Seiten,
Prestel-Verlag München

Zum
Thema:

Ausstellungen
der Galerie Goltz von 1912 bis 1927
Stiftung Wilhelm Lehmbruck
Museum
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