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Künstler, die in der Galerie Hans Goltz ausgestellt wurden

 Werke von Alexander Kanoldt wurden von 1912 bis 1925 in der Galerie Hans Goltz ausgestellt.


Alexander Kanoldt wurde 1881 in Karlsruhe geboren. 1899 begannt er zunächst eine Lehre an der Karlsruher Kunstgewerbeschule als Dekorationsmaler, wechselte jedoch zwei Jahre später an die dortige Akademie der Bildenden Künste. Bei Ernst Schurth erlernte er erste zeichnerische Grundlagen und befreundet sich hier u.a. mit Adolf Erbslöh und Hugo Troendle.

In dieser Zeit befasste sich Kanoldt mit die Technik der Neoimpressionisten, die ihn zu drucktechnisch sehr aufwändigen Farblithographien anregten.

Im Jahre 1908 übersiedelte Kanoldt nach München, wo er ein Jahr später mit
Alexej von Jawlensky, Wassily Kandinsky, Gabriele Münter und anderen die "Neue Künstlervereinigung München" gründete.

Diese Gruppierung wird heute als der Vorreiter des "
Blauen Reiter" angesehen. Innerhalb der "Neuen Künstlervereinigung München" entstanden jedoch bald Auseinandersetzungen, so dass Kandinsky 1911 den Vorsitz niederlegte. Besonders zwischen Kanoldt und Kandinsky kam es zu starken Spannungen, die den Austritt Kanoldts zur Folge hatten.

1912 waren Werke von Kanoldt in der ersten Gruppenausstellung der Münchner Galerie Hans Goltz ausgestellt.

Neben
Paul Klee, Wladimir von Bechtejeff, Carl Caspar und Alexej von Jawlensky gehörte auch Kanoldt der 1913 gegründeten Münchner "Neue Secession" an.

Kanolds künstlerische Laufbahn wurde durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges unterbrochen, in den Jahren 1914 bis 1918 leistete er als Offizier seinen Militärdienst. Während eines längeren Italienaufenthaltes entstanden 1924 neuartige mehrfach-perspektivische Architekturlandschaften und kühle Raumdarstellungen.

1925 nahm Kanold an der Ausstellung "Neue Sachlichkeit" in der Kunsthalle Mannheim teilnehmen, wo er neben Max Beckmann mit dem größten Werkkonvolut vertreten war. Im gleichen Jahr wurde er als Professor an die Breslauer Kunstakademie berufen, die er 1931 wieder verließ, um in Garmisch-Partenkirchen eine Malschule zu gründen.

1932 wurde er Mitglied der Münchner Künstlergruppe "Die Sieben" und nahm an deren Ausstellungen teil. Kanoldt malte nun vorwiegend Stilleben und italienische Landschaften, die sich in ihrer nüchternen Darstellungsweise an der "
Neuen Sachlichkeit" orientieren.

1933 bis 1936 war er Professor an die Kunstakademie in Berlin. In dieser Zeit beteiligte er sich an Ausstellungen mit Künstlerkollegen der "Badischen Sezession", u. a. in Freiburg gegen die "Völkische Kunst".

1937 wurden seine Arbeiten von den Nationalsozialisten als "
entartete Kunst" diffamiert und beschlagnahmt. Alexander Kanold starb 1939 in Berlin.
(WP)

Literatur:

Alexander Kanoldt 1881-1939. Gemälde, Zeichnungen, Lithographien (Ausst.-Katalog 1987), Museum für Neue Kunst, Freiburg 1987


Neue Künstlervereinigung München (NKVM)

Neue Künstlervereinigung München und Der Blaue Reiter 1909-1912

Katalogbuch München 1999. Die "Neue Künstlervereinigung München" war die Vorläufergruppe des "Blauen Reiter". Anläßlich ihres 90jährigen Gründungsjubiläums arbeitet dieses Buch die ebenso unbekannte wie bedeutende Vorgeschichte des "Blauen Reiter" auf. Die Ausstellungen von 1909, 1910 und 1911 werden rekonstruiert und umfassend dokumentiert, in denen die Münchener Avantgarde sich wiederfand, der Kubismus erstmals vorgestellt wurde und an denen schließlich die Abwendung der radikaleren Künstler um Kandinsky und Marc hin zum "Blauen Reiter" nachvollzogen werden kann. Faksimiles der drei Originalkataloge und bislang unveröffentlichtes Material lassen ein wegweisendes Kapitel der Klassischen Moderne wieder lebendig werden.

Herausgeber: A. Hoberg, H. Friedel, Format 24 x 30 cm, ca. 300 Seiten, ca. 120 Farb-, 300 SW-Abbildungen, Leinen


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  Ausstellungen der Galerie Goltz von 1912 bis 1927



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