|
Künstler, die in der Galerie
Hans Goltz ausgestellt wurden
Von Kandinsky waren
1912 in der zweiten Ausstellung der "Redaktion der
Blaue Reiter" in der Galerie Goltz zwölf
Aquarelle ausgestellt.
Wassily Kandinsky wurde am 4. Dezember 1866 in
Moskau geboren. Er absolvierte ein Jurastudium in
Moskau und war danach Dozent an der Moskauer
Universität.
1896 übersiedelte er nach München und
studierte dort zuerst an einer privaten
Kunstschule, danach an der Münchner
Kunstakademie.
Kandinsky war Mitbegründer der
Künstlergruppe "Phalanx" und begegnete dort
seiner Lebensgefährtin Gabriele
Münter. Im Jahre 1909 wurde er
Vorsitzender der "Neuen Künstlervereinigung
München" und gründete 1911 mit
Franz
Marc die Redaktionsgemeinschaft
"Der
Blaue Reiter". Kandinsky stellte
neben vielen weiteren Künstlern 1912 in der
zweiten Ausstellung der "Redaktion der Blaue
Reiter" in der Galerie Goltz aus.
Von 1922 bis 1933 war Kandinsky Lehrer am
Bauhaus in
Weimar und Dessau.
1924 gründete er mit Lyonel
Feininger, Paul
Klee und Alexej von
Jawlensky die Künstlergruppe "Die
Blauen Vier".
1928 erwarb er die deutsche
Staatsbürgerschaft, musste aber 1933
Deutschland verlassen und ging nach Frankreich, wo
er 1939 französischee Staatsbürger
wurde.
Wassily Kandinsky starb am 13. Dezember 1944 in
Neuilly-sur-Seine, Frankreich.
Text: WIKIPEDIA
|

|
Gabriele Münter und
Wassily Kandinsky
von Gisela Kleine
Broschierte Ausgabe, Insel Verlag
|
Wassiliy Kandinskys und Gabriele
Münters Beziehung wird auf beeindruckende
Weise erlebbar in
Gabriele Münter und Wassily
Kandinsky
Biographie eines Paares
"Schwimmfüchslein" nannte Wassiliy Kandinsky
im Sommer 1902 seine Schülerin Gabriele
Münter während einer Exkursion seiner
Malklasse nach Kochel am See.
Kein Herz-Schmerz-Geschichten-Erfinder hätte
die sich anbahnende Beziehung zwischen dem
36jährigen Russen und dem 25jährigen
"Malweib" in jenem Ausmaß formulieren
können, wie es die Realität mit sich
brachte.
Diese Realität ist im wahrsten Sinne des
Wortes verbrieft. Der höchst umfangreiche
Briefwechsel des Künstlerpaares bildete neben
Tagebucheintragungen und zeitgenössischen
Dokumenten die Grundlage dieser Biographie, die von
Gisela Kleine erarbeitet wurde.
Die Biographie an sich bietet bereits Anlass genug
zum fast atemlosen Verfolgen der Entwicklung dieser
einen üblichen Rahmen sprengenden
Liebesgeschichte. Sie wird zudem angereichert mit
gesellschaftlichen und kulturellen Gegebenheiten,
die von Diffamierung bis zu tiefem Respekt, von
Ablehnung bis zu höchstem Lob reichen.
Nichts davon ist erfunden. Alles ist in einem
ausführlichen Quellenanhang belegt. Das
Atmosphärische der Suche nach neuen
Ausdrucksformen in der Kunst, gepaart mir profanen
Alltags- und Reiseerlebnissen nimmt den Leser mit
in die Hoch-Zeit der "jungen Wilden", auch und
besonders in die Entstehungsgeschichte der
Redaktionsgemeinschaft "Der
Blaue Reiter". Verstehen und Verständnis
werden geweckt für all jene an
künstlerischen Entwicklungsprozessen
beteiligten Menschen, denen vornehmlich in
kunsttheoretischen Abhandlungen fachbezogene
Aufmerksamkeit gewidmet wird.
In ihren Dankesworten gegen Ende dieser mehr als
800 Seiten starken Dokumentation lässt Gisela
Kleine nicht verlauten, wie viel Zeit sie in das
akribische Aufarbeiten des künstlerischen
Menschenlebens oder menschlichen
Künstlerlebens eingebracht hat. Es muss sehr
viel Zeit gewesen sein, welche die
Beschäftigung mit Gabriele Münter und
ihrer Zeit zu einer fesselnden Wiedergabe einer
Epoche des Umbruchs hat werden lassen. (Rika
Wettstein, Baden-Baden)
Das Buch ist im Insel-Verlag erschienen.
Zum
Thema:
Gabriele
Münter
Ausstellungen
der Galerie Goltz
von
1912 bis 1927
|