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Künstler, die in der Galerie
Hans Goltz ausgestellt wurden
Alexej von Jawlensky stellte im
Oktober 1912 in der Galerie Hans Goltz aus.
Alexej von Jawlensky wurde am 13. März 1864 in
Torschok (Russland) geboren. Er war das fünfte
Kind einer Familie, die dem russischen Erbadel
angehörte.
Aufgrund der Dienstversetzung seines Vaters zog die
Familie 1869 nach Neswish bei Minsk. Um ihren
Kindern eine angemessene Ausbildung zu bieten zog
die Mutter 1874 nach Moskau, wo der 13-jährige
Jawlensky auf eine Kadettenschule geschickt
wurde.
Bei einem Besuch der Moskauer Weltausstellung im
Jahre 1880 entdeckte Jawlensky die Malerei und
begann selbst Bilder zu malen.
Der Tod des Vaters (1882) brachte die Familie in
finanzielle Schwierigkeiten. Die Hoffnung auf das
geplante Studium an einer Kunstakademie musste
Jawlensky deshalb zunächst aufgeben und begann
eine Militärlaufbahn. Als Leutnant wurde er
einem Moskauer Infanterieregiment zugeteilt. Er
mietete sich ein Zimmer bei einem Maler, durch den
er Kontakt zu weiteren Künstlern fand.
Da in Moskau für einen Offizier der Besuch
einer Kunstakademie verboten war, ließ sich
Jawlensy nach Sankt Petersburg versetzen, wo er nun
neben seinem Militärdienst die Kunstakademie
besuchte. Jawlensky machte die Bekanntschaft
zahlreicher anerkannter Künstler und besuchte
regelmäßig die Eremitage und das Museum
für moderne russische Kunst.
1891 befreundete er sich mit der Malerin Marianne
von Werefkin, die als Vertreterin des Realismus
bekannt wurde.
Mit Werefkin und der Tochter seines vorgesetzten
Generals, Helene Nesnakomoff - seine spätere
Frau - unternahm Jawlensky 1896 eine mehrmonatige
Reise durch Deutschland, Belgien und Holland. Sie
besuchten zahlreiche Galerien und Museen in Berlin,
Dresden, Brüssel, Antwerpen und reisten
über Paris und London zurück. Jawlensky
verließ danach die Armee. Er erhielt eine
regelmäßige Pension, die ihm eine
Karriere als Künstler ermöglichte.
Aus Unzufriedenheit mit der Akademieausbildung in
Russland übersiedelte Jawlensky mit zwei
befreundeten Malern sowie mit Marianne von Werefkin
und Helene Nesnakomoff nach München. Gemeinsam
mit den beiden Frauen bezog er eine Wohnung und
besuchte die Azbè-Schule. Marianne von
Werefkin gab das Malen auf und protegierte
Jawlenskys Malerkarriere.
1897 lernte Jawlensky an der Schule Wassily
Kandinsky kennen. Beide verband fortan eine
enge Freundschaft. Nach einer Studienreise begann
er 1899 als freier Maler zu arbeiten.
Ab 1902 beschäftigte sich Jawlensky mit
Aktstudien. Auf Anregung von Lovis Corinth schickte
Jawlensky ein Gemälde an die Berliner
Secession, das dort ausgestellt wurde. In seinem
Sommeraufenthalt im Jahr 1904 in Reichertshausen
(Oberbayern) malte Jawlensky eine Reihe von
Landschaftsgemälden. 1905 war er mit sechs
Weken auf der Ausstellung im Pariser "Salon
d'Automne" vertreten. In Paris setzte er sich mit
den Arbeiten von Cézanne, Gauguin, van Gogh
und Matisse auseinander. Letzteren lernte er
persönlich kennen und beschäftigte sich
mit dessen Stil des Fauvismus.
1906 reiste Jawlensky nach Sankt Petersburg, um
dort neun seiner Werke auszustellen. Den Sommer
verbrachte er in Wasserburg/Inn (Bayern), wo er vor
allem Landschaftsbilder und Porträts malte. Er
entwickelte nun seinen expressionistischen Stil mit
einfachen Formen und starker Ausdruckskraft.
1908 arbeitete er mit Werefkin und Kandinsky im Atelier von
Gabriele
Münter in Murnau am Staffelsee. Nach
einem weiteren Sommer mit Malerfreunden initiierte
Jawlensky im Jahr 1909 gemeinsam mit Werefkin,
Kandinsky, Münter und Kubin die "Neue
Künstlervereinigung
München". Kandinsky wurde Erster
Vorsitzender, Jawlensky sein Vertreter. Es folgte
eine erste Kollektivausstellung der Gruppe, die
große Kritik bei Publikum und Rezensenten
hervorrief. 1910 folgten weitere Ausstellungen in
Kiew und Odessa. 1911 besuchte Jawlensky
Franz
Marc in Sindelsdorf (Oberbayern).
Während eines Sommeraufenthalts in
Prerow/Darß malte Jawlensky seine
bekanntesten Landschaftsbilder mit starker und
leuchtender Farbgebung. Es folgte seine erste
Einzelausstellung in der Ruhmeshalle in Barmen bei
Wuppertal.
1912 trat er aus der "Neuen
Künstlervereinigung" aus und schloss sich der
von Kandinsky und Marc gegründeten Gruppe
"Blauen
Reiter" an. Jawlensky schloss enge
Freundschaften mit den von ihm bewunderten Kollegen
Paul
Klee und Emil Nolde.
1913 wurden auf der von Herwarth Walden
organisierten Futuristen- und
Expressionisten-Ausstellung in Budapest und Lemberg
41 Gemälde von Jawlensky gezeigt. 1914 trat
Jawlensky der "Neuen Münchener Secession"
bei.
Zu Beginn des Ersten Weltkriegs wurde Jawlensky
aufgefordert, innerhalb von 48 Stunden Deutschland
zu verlassen. Er siedelte in die Schweiz an den
Genfer See über und verlor den Kontakt zu
seinen Münchner Künstlerkollegen.
1914-1917 arbeitete er weiter an
Landschaftsvariationen. 1917 zog er nach
Zürich. Dort traf er auf Wilhelm
Lehmbruck und den Dadaisten Hans
Arp, Hugo Ball und Paul Cassirer. 1918
bezog Jawlensky ein großes Haus in Ascona
(Italien). Dort begann er mit der
konstruktivistischen Bilderserie der "Abstrakten
Köpfe".
Obwohl er 1920 wieder nach Deutschland
zurückkehren wollte, lehnte er eine Berufung
als Professor an das Bauhaus nach Dessau ab, weil
er Kunst für nicht lehrbar hielt. 1921 zog er
nach Wiesbaden und bereitete eine Ausstellung
seiner Werke vor. Auch hier arbeitete er vorrangig
an den "Abstrakten Köpfen".
1924 gründete er gemeinsam mit Kandinsky, Klee
und Lyonel
Feininger die Gruppe "Die Blauen Vier",
deren erste Ausstellung in San Francisco
stattfand.
1927 hatte Jawlensky erste Symptome einer schweren
Arthritis (Gelenkentzündung). 1929 wurde die
"Jawlensky-Gesellschaft" gegründet, deren
Mitglieder gegen jährliche Zahlungen Anspruch
auf zukünftige Bilder hatten.
Starke Schmerzzustände zwangen ihn 1930 zu
Klinikaufenthalten in Stuttgart und Piestany
(Tschechoslowakei). Im gleichen Jahr machte er die
Bekanntschaft von Karl Schmidt-Rottluff.
Nach der Machtübernahme der
Nationalsozialisten erhielt Jawlensky 1933
Ausstellungsverbot in Deutschland. Er schickte
vermehrt Bilder zu Ausstellungen in die USA.
Mehrere Kuren verliefen ergebnislos, Jawlenskys
Gesundheitsustand verschlechterte sich und die
zunehmende Lähmung von Hand- und Kniegelenken
zwangen ihn, in sehr kleinen Bildformaten zu malen.
Er arbeitete an den abstrakten Portraits, den so
genannten "Meditationen".
Jawlensky wurde aufgrund seiner Mitgliedschaft in
deutschen Künstlervereinigungen deutscher
Staatsbürger. 1935 besuchte er auf einer
Schweizreise Paul Klee in Bern und begann, seine
Memoiren zu diktieren.
1937 wurden 65 seiner Werke beschlagnahmt und von
den nationalsozialisten als "entartet" diffamiert.
Während eines Aufenthalts in München
besuchte er die Ausstellung "Entartete
Kunst", wo auch einige seiner Werke
gezeigt wurden. Jawlensky wurde gehunfähig und
verließ kaum noch sein Studio. Er beendete
1937 seine Memoiren. Aufgrund der
vollständigen körperlichen Paralyse
musste er ab 1938 das Malen aufgeben.
Am 15. März 1941 starb Alexej von Jawlensky in
Wiesbaden.
Textvorlage: WIKIPEDIA
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Der blaue Vogel auf meiner
Hand.
Marianne Werefkin und Alexej
Jawlensky.
von Barbara Krause
Broschiert, 315 Seiten, Herder Verlag
Freiburg

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Den Namen Alexej von Jawlensky verbindet
man mit Landschaften, Bildnissen und
Stilleben, die von einer einzigartigen
expressiven Farbenpracht zeugen.
Jawlensky, der nur eine stark vom
Naturbild abstrahierende Malerei
bevorzugte, ist in Rußland bis auf
den heutigen Tag fast unbekannt. Das
Staatliche Museum in St. Petersburg
veranstaltete erstmals eine Ausstellung
des Künstlers in seinem Geburtsland,
zu der diese Publikation erschienen ist.
Sie stellt eine biographische Abhandlung
über Jawlensky dar, von seiner
Kindheit in Rußland über die
Jahre der Emigration und seine Beteiligung
an der "Blauen Vier" bis hin zu der Zeit
in Wiesbaden.
Autorin: Y. Petrova (2002), Format 22.8 x
29,2 cm, 191 Seiten, 86 Farb-, 9
SW-Abbildungen, gebunden. Text in
Englisch.
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Zum
Thema:
Ausstellungen
der Galerie Goltz von 1912 bis 1927
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