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George Grosz

 

 George Grosz war mehrfach bei Gruppenausstellungen in der Galerie Goltz vertreten. Im April/Mai 1920 hatte er seine erste Einzelausstellung, ebenfalls in der Galerie Hans Goltz.

Kommentar der Münchener Zeitung zur Ausstellung:

"Bei Goltz sind Bilder und Zeichnungen von George Grosz ausgestellt. Der gemeinsame Titel dieser Kunstwerke müsste heißen: Bordell und Irrenhaus. Diese Feststellung genügt. Jedes Wort weiter über diese Kulturschande wäre eine Versündigung an uns selbst." (R. Braungart)



Der Maler und Grafiker Georg Gross wurde am 26. Juli 1893 in Berlin geboren. 1909 begann er an der Kunstakademie in Dresden zu studieren und von 1912 bis 1917 setzte er sein Studium mit kriegsbedingten Unterbrechnungen an der Berliner Kunstgewerbeschule bei Emil Orlik fort.

1914 meldete er sich als Freiwilliger zum Militärdienst, um der allgemeinen Einberufung zuvorzukommen, wurde aber bereits 1915 wieder als "dienstuntauglich" entlassen.

Ab 1916 nannte er sich George Grosz und wurde durch erste Publikationen seiner Arbeiten bekannt.

Im Jahr 1917 erfolgte eine erneute Einberufung zum Wehrdienst. Grosz wurde aber alsbald als "dauernd kriegsuntauglich" entlassen.

Die "Kleine Grosz-Mappe" wurde im Berliner Malik-Verlag veröffentlicht. 1919 wurde er während des Spartakusaufstands verhaftet, konnte jedoch fliehen und untertauchen. Im gleichen Jahr trat Grosz der Kommunistischen Partei Deutschlands bei.

Seine erste Einzelausstellung hatte er 1920 in der Münchener Galerie "Neue Kunst Hans Goltz". Im gleichen Jahr war einer einer der Mitveranstalter der "Ersten Internationalen Dada-Messe" in Berlin. 1920 heiratete er Eva Peter.

Grosz entwickelte sich immer mehr zum Kritiker seiner Zeit. Die Hauptthemen in seiner Malerei und Grafik waren vor allem der Militarismus und das konservativ-reaktionäre Bürgertum der Weimarer Republik. So wurde er 1921 zu einer Geldstrafe von 300 Mark wegen Beleidigung der Reichswehr verurteilt. Das Gericht verfügte außerdem die Vernichtung der Grafik-Mappe "Gott mit uns".

Auf einer Russlandreise machte er 1922 die Bekanntschaft mit Lenin und Trotzki. Seine Erfahrungen in Russland bestärkten ihn jedoch in seinem Mißtrauen gegen jede Form diktatorischer Obrigkeit und veranlassten ihn zum Austritt aus der Kommunistischen Partei.

Aus der Grafik- Mappe "Ecce Homo" wurden 1923 mehrere Zeichnungen beschlagnahmt. Grosz und weitere sieben Küstler gaben 1924 die Mappe "Hunger" zugunsten der "Internationalen Hungerhife" heraus. Im Jahr 1926 gründete er mit Maximilian Harden,
Max Pechstein und Erwin Piscator den "Club 1926 e.V.", eine Vereinigung für Politik, Wissenschaft und Kunst.

1928 fertigte Grosz 300 Zeichnungen für einen Trickfilm an, der während der Aufführung des Stücks "Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk" von Jaroslav Hašek in Berlin zu sehen war. Einige Blätter der gleichzeitig herausgegebenen Schwejk-Mappe "Hintergrund" führten erneut zu einer Anzeige wegen Gotteslästerung.

Am 12. Januar 1933 emigirierte Grosz nach New York. Sofort nach der der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurde seine Berliner Wohnung und sein Atelier gestürmt, 1937 wurden Grosz' Werke als "
entartete Kunst" diffamiert und 285 seiner Arbeiten aus deutschen Museen beschlagnahmt.

1938 erhielt Grosz die amerikanische Staatsbürgerschaft und drei Jahre später zeigte das New Yorker Museum of Modern Art eine Grosz-Retrospektive.

Grosz litt zunehmend unter Depressionen, die einen starken Alkoholkonsum zur Folge hatten.

1946 wurde seine Autobiografie "A Little Yes and a Big No" veröffentlicht und 1951 unternahm er seine erste Reise nach Deutschland seit seiner Emigration.

Grosz erhielt bis zu seinem Tod zahlreiche Ehrungen und Ausszeichnungen und war auf vielen bedeutenden Ausstellungen vertreten.

Kurz nach seiner Rückkehr nach Berlin, starb George Grosz am 5. Juli 1959 in seiner Geburtsstadt.
(WP)


George Grosz

George Grosz
von Ivo Kranzfelder

Broschierte Ausgabe, 96 Seiten mit zahlreichen Abbildungen, Taschen Verlag
 
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