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Künstler, die in der Galerie
Hans Goltz ausgestellt wurden
Lyonel Feininger hatte seine
erste Einzelausstellung im Oktober 1918 in der
Galerie Goltz.
Feininger kam erst mit 36 Jahren zur Malerei. Zuvor
war er zwanzig Jahre als kommerzieller Karikaturist
für diverse deutsche, französische und
US-amerikanische Zeitungen und Zeitschriften
tätig. Er unterzog seine Arbeiten einer harten
selbstkritischen Prüfung und entwickelte,
ausgehend von seinen Karikaturen, zügig einen
sehr markanten Malstil. Die Objekte wurden
abstrahiert und gestalterisch überhöht.
Die dabei erreichte Stärke und der Ausdruck
von Feiningers Stil beeinflussten zahlreiche
zeitgenössische Künstler und
begründeten seine Bedeutung und seinen Erfolg.
Oft griff Feininger bei seinen Arbeiten Bildmotive
und Bildkompositionen eigener Karikaturen und
Skizzen wieder auf.
Berühmt geworden waren beispielsweise seine
Bilder von Kirchen und Dorfkernen des Weimarer
Umlandes in Thüringen, wohin er sich zwischen
1906 und 1937 immer wieder für Arbeits- und
Studienaufenthalte begab. Die Bilder wurden meist
nach den jeweiligen Ortschaften benannt und
durchnummeriert. (Gelmeroda, Possendorf, Mellingen,
Vollersroda, Tiefurt, Taubach, Gaberndorf,
Oberweimar u.a.).
Feininger am Bauhaus
Feininger wurde 1919 zur Gründung des
Staatlichen
Bauhauses von Walter Gropius nach Weimar
berufen. Er war zunächst bis 1925 der Leiter
der Druckwerkstätten. 1921 wurde eine Mappe
mit Linolschnitten von Feininger als seine erste
Bauhaus-Veröffentlichung herausgegeben.
Nachdem das Bauhaus in Weimar 1925 in Folge von
Eingaben der thüringischen Handwerkerschaft
und des deutsch-völkischen Blocks im
Thüringer Landtag geschlossen wurde, wurde es
1926 in Dessau neu gegründet. Am 30. Juli 1926
zog Feininger mit seiner Familie nach Dessau in
eines der neu errichteten Meisterhäuser. Dort
ließ sich Feininger auf eigenen Wunsch von
sämtlichen Lehrverpflichtungen am Bauhaus
entbinden. Bis 1932 blieb er auf Wunsch Walter
Gropius' "Meister". Von den Nationalsozialisten
wurden Feiningers Werke als "entartete
Kunst" eingestuft.
Biografie
Leonell (Lyonel) Feininger wurde am 17. Juli 1871
in New York geboren als Sohn der beiden angesehenen
deutschen Musiker Charles Feininger (Konzertgeiger)
und Elisabeth Feininger (Sängerin). Mit 16
Jahren kam Feininger 1887 erstmals nach
Deutschland, um seine Eltern, die sich auf einer
auf Konzertreise befanden, in Berlin zu besuchen.
Im folgenden Jahr bestand er am 1. Oktober die
Aufnahmeprüfung der Königlichen Akademie
in Berlin. 1892 nahm er ein Studium im Pariser
Atelier von Filippo Colarossi, einem italienischem
Bildhauer auf. Nach siebenmonatigem Aufenthalt in
Paris kehrte er 1893 nach Berlin zurück, wo er
als freier Illustrator und Karikaturist für
die Zeitschriften Harpers Young People,
Humoristische Blätter, Ulk und die Lustigen
Blätter tätig war.
1901 heiratete er Clara Fürst und hat mit ihr
zwei Töchter. Nachdem er 1905 die
Künstlerin Julia Berg, geborene Lilienfeld,
kennengelernt hatte, trennte er sich von seiner
Frau Clara und seinen Töchtern. Im Februar
1906 besuchte er Julia Berg in Weimar, wo sie an
der Großherzoglichen Kunstschule studierte.
Zusammen reisten sie im Juli nach Paris, wo sie den
Sohn Andreas zur Welt bringt. 1908 heiraten Lyonel
und Julia und ließen sich daraufhin in Berlin
nieder. 1910 wurden zwei weitere Söhne
geboren, Laurence und Theodore Lux.
1911 wurden sechs Gemälde Feiningers im
Pariser Salon des Artistes Indépendants
("Salon der unabhängigen Künstler") am
Pont d'Alma ausgestellt. Gemeinsam mit dem
"Blauen
Reiter" nahm er 1913 am "Ersten deutschen
Herbstsalon" in der Galerie "Der Sturm" in Berlin
auf Einladung von Franz Marc teil. Nach dem
Ausbruch des Ersten Weltkriegs kehrte er nach
Berlin zurück. Feiningers erste
Einzelausstellung wurde am 2. September 1917 in der
Galerie "Der Sturm" eröffnet. Gezeigt wurden
über 100 Werke.
Eine weitere Einzelausstellung hatte Feininger im
Oktober 1918 in der Galerie "Neue Kunst Hans Goltz"
in München. Feininger schloss sich im November
der von Max Pechstein und César Klein
initiierten "Novembergruppe" an und lernte Walter
Gropius kennen. 1919 wurde er von Gropius als
Leiter der graphischen Werkstatt ans Staatliche
Bauhaus in Weimar berufen. Feininger wohnte ab dem
19. Mai zunächst im Hotel "Elephant" in
Weimar. Mitte August zog Feiningers mit seiner
Familie in die Gutenbergstrasse 16 in Weimar. Unter
dem ganzheitlichen Anspruch des Bauhauses
beschäftigte sich Feininger 1921 auch mit der
Musik und komponierte seine erste Fuge.
1923 wurden in New York 47 Gemälde, Aquarelle,
Zeichnungen und druckgraphische Blätter in der
Anderson-Gallery: "A Collection of Modern German
Art" ausgestellt. 1924 gründeten Feininger,
Paul
Klee, Wassily
Kandinsky und Alexej von
Jawlensky die Ausstellungsgemeinschaft
"Blaue Vier". Nach der Auflösung des Bauhauses
in Weimar 1925 wurde es 1926 in Dessau neu
gegründet, wohin Feininger mit seiner Familie
in eines der "Meisterhäuser" zog. Nach ihrem
Umzug nach Berlin 1933 verließen Lyonel und
Julia Feininger am 11. Juni 1937 Deutschland und
übersiedelten in die USA wo Feininger als
freier Maler in New York arbeitete.
Feininger starb am 13. Januar 1956 im Alter von 84
Jahren in seiner Wohnung in New York.
Textvorlage: WIKIPEDIA
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Lyonel Feininger.
Menschenbilder
von Ulrich Luckhardt, Matthias
Mühling
Gebundene Ausgabe, 159 Seiten, Hatje Cantz
Verlag
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Zum
Thema:
Ausstellungen
der Galerie Goltz von 1912 bis 1927
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