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Künstler, die in der Galerie
Hans Goltz ausgestellt wurden
Heinrich Ehmsen hatte 1920 eine
umfangreiche Gesamt-Ausstellung in der Galerie Hans
Goltz.
Heinrich Ehmsen wurde am 9. August 1886 in Kiel
geboren. Von 1906 bis 1909 studierte er an der
Kunstgewerbeschule in Düsseldorf bei Behrens,
Ehmcke und Thorn-Prikker.
Von 1909 bis 1911 unternahm er eine Studienreise
nach Paris und ab 1912 hielt er sich des
öfteren in München auf. Hier machte er
die Bekanntschaft mit den Künstlern des
"Blauen Reiters" und des "Sturm"-Kreises.
Von 1914 bis 1918 absolvierte wurde er zum
Militär einberufen. Danach hatte er Kontakt
zur "Novembergruppe", die von Max
Pechstein, Erich Mendelsohn und Rudolf
Belling ins Leben gerufen wurde. Die Gruppe
versuchte, die politischen Ziele der
Novemberrevolution in den Bereich der Kunst zu
übernehmen.
Ab 1919 wohnte Ehmsen in Düsseldorf und auch
in München, wo er 1920 seine erste umfassende
Ausstellung in der Galerie von Hans Goltz
hatte.
1929 übersiedelte er nach Berlin, danach nahm
er 1930 eine Lehrtätigkeit an der Deutschen
Akademie in Rom auf. 1932 reiste er in die
Sowjetunion, wo er in Moskau eine Ausstellung
hatte.
1933 wurden seine Werke von den Nationalsozialisten
als "entartet" diffamiert, am 18. Oktober wurde
er von der Gestapo verhaftet und 1934 wurde er
für "wehrunwürdig" erklärt.
In den Jahren 1936 bis 1939 unternahm Ehmsen
Studienreisen nach Dalmatien, Sizilien und
Nordafrika.
1938 beschlagnahmten die Nationalsozialisten alle
seine Werke aus 15 Museen. 1940 wurde er zum
Militärdienst einberufen und zwei Jahre
später als als "unzuverlässig" eingestuft
und in eine Propaganda-Staffel an die Ostfront
beordert.
Während seines Militärdienstes
organisierte er 1941 in Weimar eine Ausstellung
für französische Künstler und
Schriftsteller, wie André Derain und Maurice
Vlaminck.
Nach dem Zweiten Weltkrieg begann Ehmsen als
Professor und stellvertretender Direktor zusammen
mit Carl Hofer die Hochschule für Bildende
Künste in Berlin-Charlottenburg wieder neu zu
organisieren. 1950 wurde er Mitglied der Deutschen
Akademie der Künste in Ost-Berlin.
Heinrich Ehmsen starb am 6. Mai 1964 in Berlin.
(WP)
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Der
"Irre" war eine zentrale Figur im Ideenfundus der
Expressionisten. Was steckt hinter der
Beschäftigung mit dem Thema Wahnsinn bei einer
Künstlergeneration, die selbst immer wieder
der Diffamierung als "geisteskrank" ausgesetzt war,
schon lange bevor die Nazis ihr mit der Femeschau
"Entartete Kunst" den vernichtenden Schlag
versetzen wollten? Erstmals wird in diesem Band das
Verhältnis expressionistischer bildender
Künstler zum Wahnsinn ausgelotet. Neben Werken
von Alfred Kubin, Erich Heckel, Conrad
Felixmüller, Christian Schad, Otto Dix,
Wallter Gramatté, Heinrich Ehmsen und
Elfride Lohse-Wächtler werden auch die
künstlerisch tätige Patienten
psychatrischer Kliniken der Zeit vorgestellt.
Herausgeber Thomas Röske
Format 25 x 23,5 cm, 192 Seiten, 81
Farbabbildungen, broschiert. Erschienen im Prestel
Verlag

Zum
Thema:

Ausstellungen
der Galerie Goltz von 1912 bis 1927
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