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Künstler, die in der Galerie
Hans Goltz ausgestellt wurden
Heinrich Maria Davinghausen
hatte 1919 und 1922 Einzelausstellungen in der
Galerie Goltz. Daneben waren seine Werke in
mehreren Gruppenausstellungen vertreten.
Dorothea Eimert schreibt in Ihrer Monographie:
"Heinrich Maria Davringhausen gehört zu den
bedeutenden Malern der nachexpressionistischen
Generation. Er bereitete den Weg für den neuen
realistischen Stil der 20er Jahre. Bereits in den
Kriegsjahren 1915 und 1916 entwickelt er eine
neusachliche und veristische Bildsprache, zu der
seine Malerkollegen erst ab 1919 finden.
"Verblüffend die Jahreszahlen", stellt ein
anonymer Autor in der kulturrevolutionären
Zeitschrift 'Der Weg' angesichts der ersten
Einzelausstellung im April 1919 in der
Münchner Galerie Neue Kunst Hans Goltz
fest.
In den Jahren des Umbruchs nach dem Ersten
Weltkrieg gehört Heinrich Maria Davringhausen
zum Umkreis der entscheidenden
kulturrevolutionären Erneuerer um die 'Neue
Jugend', 'Dada' und die 'Novembergruppe' in Berlin.
Zeitlebens ist er mit George Grosz und Wieland
Herzfelde befreundet. In München bildet er
zusammen mit seinem Freund Carlo
Mense sowie Georg Schrimpf und
Alexander
Kanoldt die Gruppe der "Neuen
Sachlichkeit". In Düsseldorf tritt er dem
'Jungen Rheinland' bei. Davringhausen nimmt
für die Entwicklung der Kunst seit dem Ersten
Weltkrieg anerkanntermaßen eine bedeutende
Stellung ein. In den Themenbereichen
Menschendarstellung, Stilleben und Landschaft
gelangt er zu einer völlig neuen Sicht der
Dinge, die in einer noch nie dagewesenen
Bildsprache ihren Ausdruck findet. Durch alle
Schaffensphasen hindurch ist es sein Bestreben, den
Bildraum durch neue Perspektiven und Strukturen zu
erobern und sinndeutend zu
transformieren......"
Kurz-Biografie:

Heinrich Maria Davringhausen wurde am 21. Oktober
1894 in Aachen geboren.
Nach seinem Studium 1913 bis 1914 an der
Düsseldorfer Kunstakademie nahm er 1914 an
einer Gruppenausstellung der Galerie Flechtheim
teil. Im gleichen Jahr hielt er sich gemeinsam mit
seinem Freund Carlo
Mense in Ascona auf. 1915
übersiedelte er nach Berlin und schloss
Freundschaften mit George Grosz und John
Heartfield.
1919 stellte er erstmals in der Galerie Hans Goltz
in München aus und lernte dort Alexander
Kanoldt kennen. In Düsseldorf tritt er dem
"Jungen Rheinland" bei. Er war Mitglied der
Berliner "Novembergruppe" und beteiligte sich 1925
an der stil- und begriffsprägenden Ausstellung
Neue Sachlichkeit in Mannheim und gründete in
München mit Carlo Mense, Alexander Kanoldt und
Georg Schrimpf die Gruppe "Neue Sachlichkeit".
1933 ging Davringhausen ins Exil, zuerst nach
Mallorca, dann nach Südfrankreich. In
Deutschland wurden rund 200 seiner Arbeiten als
"entartete
Kunst" aus öffentlichen Museen
entfernt. Davringhausen erhielt ein Mal- und
Ausstellungsverbot. In den Jahren 1939 und 1940
wurde er in Cagnes-sur-Mer an der Côte d'Azur
interniert, konnte aber fliehen. 1945 jedoch kehrte
er nach Cagnes-sur-Mer zurück und lebte dort
bis zu seinem Tode am 13. Dezember 1970. Sein Werk
war seit der Emigration zunehmend von der
Abstraktion geprägt.
Textvorlage: WIKIPEDIA
Weiterführende Literatur:

Dorothea Eimert: Heinrich Maria Davringhausen
1894-1970. Monographie und Werkverzeichnis,
Köln 1995, ISBN 3879093784
Emilio Bertonati: Neue Sachlichkeit in Deutschland,
Herrsching 1988, ISBN 3881994475
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Zum
Thema:

Ausstellungen
der Galerie Goltz von 1912 bis 1927
Davringhausens
ironische "Selbstbiografie"
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