Home

Biografie Hans Goltz

Die Jahre 1911-1927

Das Erbe von Hans Goltz

Der Blaue Reiter

Entartete Kunst

Presseecho/Ausstellungen

Interview mit Michael Goltz

Ausstellungen/Künstler

"Gerechtigkeit ist der beständige und dauernde Wille, jedem das ihm Gebührende zuzuteilen. Die Gebote des Rechts sind folgende: ehrenhaft leben, den Nächsten nicht verletzen und jedem das Seine zukommen zu lassen." formulierte Ulpian, einer der berühmtesten römischen Juristen in vorchristlicher Zeit.

Der Zwiespalt von Gerechtigkeit und Recht, gepaart mit jenem von Recht und Rechtsprechung beschäftigt die Menschheit seit Jahrtausenden.

Das 20. Jahrhundert hat in Mitteleuropa besonders viele Anlässe zur Auseinandersetzung mit Recht, Rechtsprechung und Gerechtigkeit gegeben, auch und vor allem wegen der Geschehnisse während des Unrechtsregimes der Nationalsozialisten und ihrer Folgeerscheinungen.

Susanne Schoen hat sich in ihrer Untersuchung

Der rechtliche Status von Beutekunst

dem besonders emotions- und rechtsaufwändigen Phänomen der "Beutekunst" angenommen und in klar getrennten Abschnitten die völkerrechtlichen, zivilrechtlichen und strafrechtlichen Aspekte beleuchtet.

Das Bemerkenswerte ist, dass auch Laien auf dem Gebiet der Rechtsprechung den Ausführungen folgen können, da sie in verständlichem Deutsch formuliert und mit Beispiel gebenden Fakten angereichert sind.

Das Feld der "Beutekunst" ist ein weites und hat zu Zeiten des nationalsozialistischen Regimes, während des Zweiten Weltkriegs und im Anschluss daran einen Eigentumsrecht und Kulturgut verachtenden Höhepunkt erfahren. Susanne Schoen beschränkt sich in ihrer Untersuchung auf die Kulturgüter, die nach dem Zweiten Weltkrieg nach Russland verbracht wurden.

Wem stehen die kriegsbedingt verbrachten Kulturgüter zu?

Diese Frage beherrscht die Vorgehensweise und zieht sich von der Haager Landkriegsordnung des Jahres 1907 bis zum deutschen Kulturgutsicherungsgesetz des Jahres 1998, unter Einbeziehung sowohl deutscher als auch russischer Rechtsregelungen.

Die sich daraus ergebenden Folgerungen sind in zehn knapp und präzise formulierten Punkten wiedergegeben.

Der die Untersuchung beschließende Ausblick endet mit einem Zitat des deutschen Philosophen Immanuel Kant aus dem Jahr 1795:

"Der ganze Endzweck der Rechtslehre innerhalb der Grenzen der bloßen Vernunft zielt auf allgemeine und fortdauernde Friedensstiftung. - Es gilt durch allmähliche Reform nach festen Grundsätzen in kontinuierlicher Annäherung zum höchsten politischen Gut, zum ewigen Frieden zu leiten."



 

Nicht nur Juristen, sondern allen Personen, die mit der Beutekunstproblematik befasst sind oder Interesse an einer Problemlösung haben, dürfte dieses im Jahr 2004 veröffentliche Werk eine wertvolle Hilfestellung leisten.

Rezension:
Rika Wettstein, Baden-Baden

Das Buch ist bei
Duncker & Humblot erschienen.


Der rechliche Status von Beutekunst

Susanne Schoen
Der rechtliche Status von Beutekunst

Broschiert
Duncker & Humblot Verlag
Erscheinungsdatum:
März 2004


Gleich bestellen



Zum Thema:

 Die Machenschaften um
Paul Klees Bild "Sumpflegende"

 Auch Schiele-Bilder fielen teilweise dem Kunstraub zum Opfer

 Der Fall Malewitsch

 Die abenteuerliche Geschichte der Sophie Lissitzky-Küppers und ihrer Kunstsammlung

 Das Buch zum Thema: "Raubkunst - Kunstraub"


Zurück zur Übersicht


Kontakt   Impressum   Datenschutz

© 2004-2005 by Rika Wettstein, Baden-Baden. All rights reserved.