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Künstler, die in der Galerie
Hans Goltz ausgestellt wurden
In der ersten Gesamtausstellung
der Galerie Goltz im Oktober 1912 wurden Arbeiten
von Cuno Amiet gezeigt.
Amiet und Giovanni Giacometti hatten zusammen vom
14. bis 30. April 1913 eine Austellung in der
Galerie Goltz.
Cuno Amiet wurde 1868 in Solothurn in der Schweiz
geboren. 1882 nahm Amiet bei Heinrich Jenny
Zeichenunterricht. Im Sommer 1884 begegnete er dem
Maler Frank Buchser, der ihn ebenfalls
unterrichtete. Im Herbst 1986 reiste Amiet nach
München, um dort an der Kunstakademie zu
studieren. 1887 begegnete Amiet dem Schweizer Maler
Giovanni
Giacometti in München, mit dem ihn eine
lebenslange Freundschaft verbinden sollte. In
München gehörten beide der
Künstlervereinigung "Schweizer Kreis" an.
Nach der Rekrutenschu1e in Bellinzona kehrte Amiet
wieder nach München zurück. Amiet und
Giacometti entschieden sich dafür, ihre
Ausbildung in Paris fortzusetzen, wo sie im Oktober
1888 eintrafen. 1889 stellte Amiet am Pariser Salon
aus. 1890 kehrte er nach Solothurn zurück und
besuchte dort die Unteroffiziersschule.
Ende März 1892 kehrte Amiet nach Paris
zurück, wo er im Atelier von Hugo Siegwart
arbeitete. Doch er war vom akademischen Unterricht
enttäuscht. Auf den Rat des ungarischen Malers
Hugo Poll reiste er im Mai 1892 nach Pont-Aven in
die Bretagne, wo er bis Juni 1893 blieb. Dort
lernte er auch die Werke von Paul Gauguin und
Vincent van Gogh kennen.
Amiets Vater versuchte erfolglos, einige Bilder
seines Sohnes in der Schweiz zu verkaufen. Da Cuno
Amiet seinem Vater nicht weiter finanziell zur Last
fallen wollte, reiste er zurück in die
Schweiz, wo er als Dekorationsmaler seinen
Unterhalt verdiente.
1894 stellte er einige Arbeiten in der Basler
Kunsthalle aus, die jedoch bei den Kritikern keinen
Gefallen fanden. Auch weitere Bemühungen seine
Bilder auszustellen schlugen fehl.
1896 lernte Amiet den Maler Giovanni Segantini
kennen, dessen Divisionismus ihn neben dem
Neoimpressionismus bereits seit 1893 beeinflusst
hatte. 1887 wurden drei seiner Werken in der
Internationalen Kunstausstellung in München
ausgestellt. 1898 nahm er an der "5. Nationalen
Kunstausstellung der Schweiz" in Basel teil und das
Künstlerhaus in Zürich organisierte im
April eine kleine
Hodler-Giacometti-Amiet-Ausstellung.
1900 sind Amiet und Giacometti auf der
Weltausstellung in Paris präsent. Amiet
erhält für sein Gemälde "Richesse du
soir" eine Silbermedaille. Amiet sandte 1901 drei
Gemälde an die Ausstellung der "Sezession" in
Wien und fünf an die "6. Nationale
Kunstausstellung der Schweiz" in Vevey. Zusammen
mit Wilhelm Balmer übernahm Amiet die
Dekoration der Fassade des Basler Rathauses. Amiet
dekorierte das Café Bavaria in Solothurn mit
sechs Sujets und illustierte die Gedichte von Adolf
Frey.
1901 begann Amiet mit Ferdinand Hodler
zusammenzuarbeiten, der ihm neue stilistische und
thematische Horizonte eröffnete. Der
Symbolismus, die nordischen und deutschen Alten
Meister sowie die Repräsentation der Figur
rückten in sein Blickfeld. 1902 stellte er in
Genf aus, ohne jedoch das gewünschte Echo zu
erzielen.
1904 war Amiet erneut mit Hodler an der "Sezession"
in Wien beteiligt. Amiets' expressionistische Phase
begann. Er lernte Carl Moll, Gustav Klimt, Kolo
Moser und Gustav Mahler kennen. 1905 zeigte das
Zürcher Künstlerhaus 37 seiner Werke. Die
Ausstellung war danach in der Galerie Richter in
Dresden zu sehen. Sie war zwar ein kommerzieller
Misserfolg, doch dadurch kam er in Kontakt mit den
späteren Mitgliedern der expressionistischen
Künstlervereinigung "Die Brücke".
In München erhielt Amiets Gemälde
"Richesse du soir" an der "9. Internationalen
Kunstausstellung" eine Goldmedaille verliehen.
Richard Kisling aus Zürich begann, erste Werke
von Amiet anzukaufen.
1906 nahm Amiet an der Ausstellung der "Berliner
Sezession" teil. Im September trat er der
Künstlervereinigung "Die
Brücke" bei. 1907 stellten die Maler der
"Brücke" in der Galerie Richter in Dresden
aus. Von 1907 bis 1910 war Amiets Malstil wieder
"expressionistisch".
1908 ließ sich Amiet in Oschwand ein Haus im
Jugendstil erbauen. Er stellte im gleichen Jahre
seine Gemälde am Pariser "Salon des
Indépendants" und danach in Zürich,
Aarau und Winterthur aus und beteiligte sich auch
erneut an einer Gruppenausstellung mit "Die
Brücke", diesmal in Kopenhagen und in Oslo,
sowie mit Giovanni Giacometti in der Dresdner
Galerie Richter. Schüler aus der Schweiz und
dem Ausland kamen zum Studium nach Oschwand. Vor
allem ab 1913 bis 1939 wurde Amiets Domizil zu
einem Pilgerort für Künstler und
Kunstliebhaber.
1909 nahm Amiet an den "Internationalen
Kunstausstellungen" in Wien und München teil
und stellte im gleichen Jahr bei Thannhauser in
München bei der ersten Ausstellung des
"Blauen
Reiter" in aus.
1910 waren Amiets Werke in der Sezession in Berlin,
als Mitglied von "Die Brücke" in Leipzig, am
Nemszeti Szalon in Budapest und an der "10.
Nationalen Kunstausstellung" der Schweiz in
Zürich zu sehen. Mit den "Brücke"-Malern
stellte Amiet in der Galerie Arnold in Dresden
aus.
1911 reiste Amiet nach Rom, wo er an der
Internationalen Kunstausstellung teilnahm. Amiet
reiste nach München, wo er Wassily
Kandinsky, Gabriele
Münter, Paul
Klee, Louis Moilliet, August
Macke sowie Heinrich
Campendonck begegnete. In Köln nahm er an
der Ausstellung "Kunst unserer Zeit" teil. 1912
kaufte sich Amiet den an sein Haus angrenzenden
Bauernhof in Oschwand, den er zu seinem Atelier
umbaute. Er trat im gleichen Jahr der Schweizer
Gruppe "Moderner
Bund" bei.
In der ersten Gesamtausstellung der Galerie Goltz
im Oktober 1912 wurden Arbeiten von Cuno Amiet
gezeigt, danach in Dresden, Amsterdam und
Köln, wo er zum ersten Mal die
"Brücke"-Maler Kirchner und Heckel sowie
Edvard Munch traf. Amiet hatte eine
Einzelausstellung bei Thannhauser in München,
er stellte mit August Macke im Kunstverein in Jena,
mit den Malern der "Brücke" in der Galerie
Gurlitt in Berlin, in der Galerie Commeter in
Hamburg und in der Galerie Bangel in Frankfurt am
Main aus. Die Galerie Arnold in Dresden
präsentierte eine Werkgruppe Amiets.
1913 löste sich die Künstlervereinigung
"Die Brücke" auf. Amiet beteiligte sich bei
zahlreichen Ausstellungen, u. a. zusammen mit
Giacometti in der Galerie Hans Goltz in
München.
Das Kunsthaus Zürich zeigte 1914 eine
umfassende monographische Schau mit 201 Werken von
Amiet. Zusammen mit Giacometti stellte er wieder in
der Galerie Goltz in München aus.
Paul
Klee sowie Alexej von
Jawlensky, der seit Kriegsbeginn am
Genfersee wohnte, besuchten ihn erstmals in
Oschwand. 1915 kamen Jawlensky und Marianne von
Werefkin Amiet nach Oschwand. Zusammen mit
Jawlensky stellte Amiet im Kunstsalon Wolfsberg in
Zürich aus.
1919 verlieh die Berner Universität Cuno Amiet
einen Doktortitel "honoris causa". Die Kunsthalle
Bern ehrte ihn mit einer Einzelausstellung, die ein
großer Publikumserfolg wurde. In Neuenburg
stellte er 90 Werke aus. 1920 organisierte der
Kunstsalon Wolfsberg in Zürich eine
Einzelausstellung. Weitere Ausstellungen
folgten.
1923 reiste er für die Internationale
Kunstausstellung nach Rom. 1924 besuchte ihn Lovis
Corinth in Oschwand. 1925 sandte Amiet Werke an die
Royal Academy of Arts in London und nahm an der
grossen Ausstellung Schweizer Kunst in Karlsruhe
teil. 1925 und 1926 erhielt er mehrere
Aufträge für Wandgemälde. 1927
sandte er Stiche für eine Ausstellung nach
Florenz und realisierte fünf Fresken in Bern.
Anlässlich seines 60. Geburtstages im Jahr
1928 ehrte ihn das Kunstmuseum Bern u. a. mit
Werken von 13 seiner Schüler. Amiet nahm auch
an der Internationalen Kunstausstellung in Dresden
teil. 1929 wurde seine Werke in Ulm gezeigt und er
erstellte fünf Fresken für die Villa
Stämpfli in Bern.
Von 1932 bis 1939 hielt sich Amiet mehrmals
für längere Zeit in Paris auf, wo er bis
1947 ein eigenes Atelier besass. 1932 stellte er in
der Pariser Galerie Georges Petit aus.
1937 wurden Amiets Werke, die sich in deutschen
Sammlungen befanden, der "entarteten
Kunst" zugerechnet, beschlagnahmt und
ins Ausland verkauft.
1943 begab sich Amiet nach Zermatt. Zu seinem 75.
Geburtstag wurde er mit Ausstellungen im
Kunstmuseum und in der Kunsthalle Bern geehrt.
Viele Ausstellungen erfolgten. In Baden-Baden waren seine Arbeiten z. B. als
Teil der Ausstellung "Schweizer Kunst der
Gegenwart" zu sehen. 1954 hatte Amiet
Einzelausstellungen in Wien und in der New Yorker
Galerie Saint-Etienne. Er repräsentierte die
Schweiz auf der Biennale in Venedig. 1956 waren
seine Arbeiten Teil der Ausstellung moderner
Schweizer Kunst im Museo de Arte Moderna in Madrid.
Bis zu seinem Tod hatte er noch weitere
beachtenswerte Ausstellungen.
Cuno Amiet starb im Alter von 93 Jahren am 6. Juli
1961 in Oschwand.
Textvorlage: Katalog der Amiet-Ausstellung 2001 im
Musée Rath, Place Neuve, CH-1204 Genf,
Schweiz.
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Cuno Amiet (1868-1961) ist
eine der herausragenden Figuren der
Moderne.
Er kam Anfang der 90er Jahre in Pont-Aven
mit Paul Gauguin, Emile Bernard und Paul
Sérusier in Kontakt. In die
schweizerische Heimat zurückgekehrt,
beginnt er in Anlehnung an Hodler einen
neuen Malstil, der durch einen
ausgeprägten Kolorismus starker
Expressivität geprägt ist.
Dieser Band stellt die erste
erschöpfende Monographie des Werks
dieses innovationsfreudigen Künstlers
dar, das durch eine Auswahl von über
150 Ölgemälden dokumentiert
wird.
Herausgeber: G. Mauner (2000), Format 21 x
28 cm, 348 Seiten, 237 Farb- und
SW-Abbildungen, broschiert.
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Briefwechsel
von Cuno Amiet, Giovanni Giacometti, Viola
Radlach
Sondereinband
Scheidegger & Spiess Verlag
Klappentext:
Eine Publikation des Schweizerischen Instituts
für Kunstwissenschaft Zürich.
Herausgegeben von Viola Radlac. Mit 37
Farbabbildungen, mehreren Reproduktionen von
Briefauszügen, Biografien und Bibliografien.
Der Briefwechsel mit Cuno Amiet erstreckt sich
über mehrere Jahr- zehnte und ist in vielerlei
Hinsicht bemerkenswert: Derart gut doku- mentierte
Künstlerfreundschaften sind selten, und die
Briefe erlauben einzigartige Einblicke in die
Gedankenwelt, die Schaffensweise und den
Künstleralltag der beiden Maler, in ihre
manchmal heftigen und erhellenden Diskussionen um
Kunst und Künstler, neue Maltechniken und um
ihre eigene Position innerhalb der anbrechenden
Moderne. Nicht zuletzt bietet die frische,
unkonventionelle Ausdrucksweise der beiden
Schreibenden auch eine äusserst unterhaltsame
Lektüre. Sie vermittelt die menschliche
Dimension, das Lebensgefühl, in dem ihre
Gemälde geschaffen wurden.

Zum
Thema:

Ausstellungen
der Galerie Goltz von 1912 bis 1927
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