|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
|


|

Unser
Buchtipp:
Leo Wohleb. Eine politische Biographie
Treuhänder der alten badischen
Überlieferung
Tobias Wöhrle
496 Seiten, 13 s/w-Abb., Broschur, G. Braun
Buchverlag
Rezension lesen
Bestellen
|
|
|

|

|
Leo
Wohleb (1888-1955)
wurde am 2. September 1888 in Freiburg
geboren. Sein Erziehung war streng
kirchlich katholisch geprägt. In
Freiburg besuchte er das
Berthold-Gymnasium, eines der
Traditionsgymnasien Badens. Nach dem
Abitur studierte er in seiner Heimatstadt.
Sein Staatsexamen für das höhere
Lehramt schloss er mit der Auszeichnung
"vorzüglich" ab. Am gleichen
Gymnasium, wo er Schüler gewesen war
absolvierte er sein Referendariat. Der
Kriegsausbruch 1914 beendete zunächst
seine Lehrtätigkeit in Freiburg. 1920
kehrte er als Professor wieder an das
Berthold-Gymnasium zurück, wo er die
nächsten 10 Jahre unterrichtete. Mit
seiner wissenschaftlichen Befähigung
und Leistung gelangte Wohleb sowohl
innerhalb als auch außerhalb der
Schule zu hohem Ansehen. Er
veröffentlichte zahlreiche Arbeiten,
die über Freiburg hinaus Beachtung
fanden.
|
1931 wurde er als
Ministerialreferent ans Kultusministerium berufen,
wo er bis 1934 tätig war. Als er mit
Vertretern der Nationalsozialisten immer mehr
Probleme bekam, die bis hin zu handfesten
Zusammenstößen führten, wurde er an
eines der kleinsten Gymnasien des Landes, an das
Baden-Badener Gymnasium Hohenbaden, versetzt.
Ostern 1934 begann er an dieser Schule mit gerade
mal 180 Schülern seine Arbeit, die von den
Anhängern des Regimes argwöhnisch
belauert wurde. Dennoch gelang es Wohleb, dass
nahezu das ganze Kollegium hinter ihm stand und das
Leistungsniveau merklich stieg und auch die Anzahl
der Schüler wuchs.
Nach dem Zweiten Weltkrieg engagierte sich Wohleb
verstärkt politisch und hatte kaum noch Zeit,
sich seiner wissenschaftlichen Arbeit zu widmen.
Seit der Gründung der Badischen
Christlich-Sozialen Volkspartei war Wohleb deren
Vorsitzender und wurde 1947 zum badischen
Staatspräsidenten gewählt. Wohleb hat das
Grundgesetz für das Land Baden auf den Weg
gebracht, war im Nachkriegsdeutschland ein
verläßlicher Weggefährte Adenauers
und war mit dem ersten Bundespräsidenten Heuss
nah verbunden. Zeit seines Lebens setzte er sich
für ein eigenständiges Bundesland Baden
ein und war ein erbitterter Gegner der Fusion mit
Württemberg.
Von Wolfgang Peter, Baden-Baden
Leo Wohleb - ein biografischer
Abriss von Dr. Kurt Hochstuhl
Das Land Baden nach dem Zweiten
Weltkrieg

|
|