Villa Stroh

Eines der vielen beeindruckenden Gebäude der Kurstadt, hoch über Lichtental auf dem Cäcilienberg gelegen, trägt den Namen einer Baden-Badener Bürgerfamilie, deren Existenz mit am weitesten zurückverfolgt werden kann.

Ein Friedrich Stroh war bereits im Jahr 1545 im Zinsregister für Reben am Hardberg eingetragen.

Im 17. Jahrhundert tauchten die Strohs als Glaser auf. Sie waren zudem Stadträte, Waldmeister und Waisenrichter.

Gustav Stroh, am 22. Februar 1846 als Sohn des Hofglasermeisters Alois Stroh in Baden-Baden geboren, beendete die lange Tradition der Handwerkerfamilie und wurde Architekt.

Als Architekt in Berlin genoss er einen guten Ruf, war unter anderem am Entwurf der Pläne für das Reichstagsgebäude beteiligt und erwarb sich den Rang eines Baurats.

Die Verbindung zu seiner Heimatstadt verlor er jedoch nicht. Er kaufte 1898 ein Baugrundstück auf dem Lichtentaler Cäcilienberg und ließ im Jahr 1900 ein burgähnliches Haus, in welchem eine Vielzahl architektonischer Stilelemente eingearbeitet wurde, bauen. Vier Jahr später, am 5. Dezember 1904 starb der Junggeselle Gustav Stroh in Berlin.

Villa Stroh

Romantisch und historistisch wird das teilweise dreigeschossige Gebäude eingestuft. Unter Denkmalschutz steht es wegen seiner Eigenschaft, ein "herausragendes Zeugnis des Historismus" zu sein.

Von Rika Wettstein Baden-Baden

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