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Die Frauen am badischen Hof.
von Annette Borchardt-Wenzel
Gebundene Ausgabe, 450 Seiten, C. Katz Verlag Gernsbach

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Stéphanie de Beauharnais

Stéphanie de Beauharnais (1789-1860)

Mitten in den Wirren der französischen Revolution wurde Stéphanie Louise Adrienne de Beauharnais am 28. August 1789 in Versailles geboren. Ihr Vater Claude de Beauharnais war Offizier der königlichen Garde gewesen und hatte sich ohne Frau und Tochter in Sicherheit gebracht. Die tuberkulosekranke Mutter des Säuglings floh mit diesem an die Rviera, wo sie starb, als das Mädchen drei Jahre alt war.

Zehn weitere Jahre wuchs Stéphanie de Beauharnais in Südfrankreich auf, bis der Vater nach Paris zurück gekehrt war und dem Ersten Konsul Frankreichs Napoleone Buonaparte von der Existenz des Mädchens berichtete. Der starke Mann Frankreichs war zu jener Zeit mit Joséphine de Beauharnais, einer Tante Stéphanies verheiratet, und ließ das Mädchen nach Paris holen.

Von 1803 an erhielt Stéphanie de Beauharnais eine standesgemäße Ausbildung. Napoleone Buonaparte, seit 1804 französischer Kaiser Napoléon von eigenen Gnaden, taktierte zur Festigung seiner Machtposition unter anderem damit, Mitglieder seiner großen Familie mit alteingesessenen Adelsfamilien Europas per Ehe zu verbinden. Nach seinem Willen sollte Stéphanie de Beauharnais den badischen Erbprinzen Karl heiraten.

Am 7. Und 8. April 1806 fanden in Paris die zivile und die kirchliche Trauung des Paares statt. Stéphanie de Beauharnais war 16 Jahre alt. Ihr Ehemann
Karl Erbprinz von Baden war drei Jahre älter.

In ihrer neuen badischen Heimat unternahm Erbprinzessin Stéphanie Ausflüge und Reisen, um das Volk besser kennen zu lernen, was ihr große Sympathie bei den Einheimischen einbrachte. Sympathien am badischen Hof genoss sie weniger. Letzteres und das Fehlen französischen Flairs machten ihr ebenso zu schaffen wie die Interesselosigkeit ihres Ehemanns, der weiter seinem Junggesellenleben frönte.

Interventionen Kaiser Napoléons halfen wenig. Erst 1810 änderte sich das Verhältnis der Eheleute, als sie den Sommer in Baden-Baden verbrachten und sich einmütig wie selten zuvor gaben.

Das erste Kind des Erbprinzenpaares war ein Mädchen, das 1811 geboren wurde. Im selben Jahr übernahm Karl als zweiter Großherzog die Regentschaft Badens. Am 29. September 1812 wurde der von der großherzoglichen Familie lang ersehnte Erbe geboren. Dieser starb allerdings am 16. Oktober 1812. Die Stimmen wollten und wollen nicht verstummen, die behaupten, der Knabe sei gegen einen sterbenskranken Säugling vertauscht worden und sei 1828 als
Kaspar Hauser in Nürnberg aufgetaucht.

Der nächste Sohn des großherzoglichen Paares, der 1816 geboren wurde, lebte etwas länger als ein Jahr. Großherzog Karls Verzweiflung über den Verlust des Stammhalters wirkte sich negativ auf seinen Gesundheitszustand aus. Er erkrankte schwer und starb am 8. Dezember 1818 an "Wassersucht"

Stéphanie Großherzogin von Baden war mit 29 Jahren Witwe geworden. Nach dem obligatorischen Trauerjahr nahm sie wieder repräsentativen Pflichten wahr, denen sie vornehmlich in Mannheim nachging. Bereits 1812 hatte sie in Baden-Baden ein Sommerpalais erworben, in welchem sie sich ebenfalls regelmäßig aufhielt.

Pavillion von Stépahanie de Beauharnais

Der Pavillon der Großherzogin auf dem Rettig in Baden-Baden. (Abb.: Archiv)

Die Ausstattung des Pavillons


Von Baden-Baden aus brach sie am 22. Oktober 1859 nach Nizza auf. Dort hoffte die 70jährige Linderung ihrer gesundheitlichen Beschwerden zu finden.

Am 29. Januar 1860 starb Großherzogin Stéphanie in Nizza. Die Fürstengruft in Pforzheim wurde ihre letzte Ruhestätte.

Von Rika Wettstein Baden-Baden


© by WAEPART, Baden-Baden/Germany. All Rights Reserved. Illustration von Wolfgang Peter

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