Baden-Baden, der ultimative Stadtfüherer

Baden-Baden News

Baden-Baden Facts

Inhalt

Stadtrundgang

Stadtplan

Ämter A-Z

Anreise

Geschichte

Kunst/Kultur/Museen

Sehenswürdigkeiten

Festspielhaus

Theater

Casino

Thermen

Hotels buchen

Events

Sport/Freizeit

Restaurants

Cafés/Bars

Shopping

Buch-Shop

Stadtteile

Umgebung

Elsass

Awards

Links

Archiv

Ihre Werbung bei uns

Kontakt

Newsletter

Gästebuch

Impressum


Hotels in Baden-Baden buchen

Günther Juergens - der Baden-Baden Maler

MyBali.asia

Spätes Mittelalter

Unter der Herrschaft der Markgrafen von Baden erhielt der zu Römerzeiten beliebte Kurort Aquae Aureliae eine neue Bedeutung und erlebte zwischen dem 13. und 17. Jahrhundert eine zweite Blütezeit.

Um als Residenz der Markgrafen, die von Baden aus begannen, ihren Territorialstaat am Oberrhein aufzubauen, zu beeindrucken, entwickelte sich eine rege Bautätigkeit: Die
Burg Hohenbaden (Altes Schloss) und das untere Schloss (Neues Schloss) wurden errichtet.

Das Neue Schloss Baden-Baden

Das Neue Schloss - Westansicht (Stich aus dem 17. Jahrhundert)


Eine Stadtmauer wurde gezogen, innerhalb derer Kirchen, Wohnhäuser, Handwerksbetriebe, Gastwirtschaften, Herbergen, Badehäuser und ein Rathaus geschaffen wurden.

Durch die Vielzahl an Rechten, die den Markgrafen zustanden, wurden u.a. Handwerk und Handel begünstigt. Durch den dauerhaften Einzug des Markgrafen Christoph I. in
das Neue Schloss im Jahr 1479 wurde die Bäderstadt zum politischen Zentrum des Landes Baden.

Mittelalterliches Baden-Baden

Das mittelalterliche Baden-Baden mit Stadtmauer und den Stadttoren. (Plan: Wolfgang Peter)


Mehr über die ehemaligen Stadttore

Unter Markgraf Christoph I. (1475-1515) wurde 1488 eine Regelung des Badelebens formuliert, 1507 eine Stadtordnung erlassen und die Kurtaxe eingeführt.

Im 16. Jahrhundert waren 12 Badehäuser mit 389 Badekästen in Betrieb. Es wurden jährlich 3000 Badegäste gezählt, die das heilende Wasser gegen Gicht, Rheuma und andere Beschwerden anwendeten.

Die positive Entwicklung der Stadt soll allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch schwere Schläge zu verkraften waren, wie z.B. die der Pest im Jahr 1349 oder die Auswirkungen der Reformation, des Bauernkriegs 1524/25 und letztendlich des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648).

Ständige Streitereien der Fürsten und Könige um Besitztümer und politischen oder kirchlichen Einfluss prägten die Epoche. Ein überspannter päpstlicher Herrschaftsanspruch und die weltliche Haltung der Päpste führten 1517 dazu, dass Martin Luther seine 95 Thesen, die sich mit dem christlichen Glauben und dessen Verbreitung durch die katholische Kirche befassten, veröffentlichte, was heftige Reaktionen auslöste, die in eine Zersplitterung des Reiches in katholische und protestantische Glaubensangehörige führten.

Auch die Markgrafen von Baden wurden davon betroffen. Im Jahr 1535 wurde die Markgrafschaft in eine badische Linie, die katholisch war, und eine Linie Baden-Durlach, die dem Protestantismus angehörte, geteilt. Als Folge der Reformationsbewegung muss der längste Krieg in der deutschen Geschichte, der von 1618-1648 wütete, betrachtet werden.

Baden vor 1689

Baden-Baden vor der Verwüstung von 1689. Im Hintergrund das Alte Schloss, das um 1600 durch Brand zerstört wurde
(Grafik von Wolfgang Peter nach einem Stich von Merian)


Katholische und protestantische Fürsten standen sich als Feinde gegenüber. In einer Vielzahl mörderischer Schlachten wurde nicht nur eine Unzahl an Menschen getötet, sondern auch der gesamte Wohlstand im Deutschen Reich vernichtet. Nach dem Westfälischen Frieden im Jahr 1648, der dem Gemetzel ein Ende setzen sollte, bedienten sich die Franzosen und die Schweden, die ebenfalls maßgeblich an den kriegerischen Untaten teilgenommen hatten, an deutschem Land und behielten einen dauernden politischen Einfluss, weil sie sich als Garanten dieses Friedens sahen.

Der Residenz Baden blieb kaum Zeit sich von den Folgen dieses Krieges zu erholen.

Zerstörung Baden-Badens

Zerstörung von Schloss und Stadt Baden-Baden 1689. (Stich nach Merian)


Der Hunger der Franzosen nach weiteren deutschen Gebieten und größerem politischen Einfluss war noch nicht gestillt. Ludwig XIV., der Sonnenkönig, führte in den Jahren 1674 - 1714 im ganzen Oberrheingebiet weitere Kriege. Diese Lüsternheit führte am 24. August 1689 zum zweiten Niedergang des Kurorts. Die Stadt wurde von französischen Soldaten bis auf die Grundmauern niedergebrannt.
Mehr über den Stadtbrand>>

Von Rika Wettstein, Baden-Baden




© by WAEPART, Baden-Baden/Germany. All Rights Reserved.