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Die Schunckes
"eine in der Musikwelt
merkwürdige Familie" vom Barock bis in die
Gegenwart
Diese Feststellung aus dem Jahre 1840 findet sich
in August Gathys bekanntem Musiklexikon, und im
gleichen Jahre vermerkt die "Encyclopädie der
Musikwissenschaften" von Gustav Schilling: "Die
Familie Schuncke ist wohl in jeder Beziehung eine
der größten und merkwürdigsten
Virtuosenfamilien der Welt; namentlich zählt
sie einige Hornisten zu ihren Mitgliedern, die nun
das ganze Jahrhundert hindurch allgemein zu den
ersten Künstlern auf ihrem Instrumente
gerechnet wurden, und in der Tat auch einen
wahrhaft europäischen Ruf haben." Wohl nur die
"Bachs" mit ihren ca. 53 Musikern waren noch
zahlreicher in Kontinentaleuropa vertreten.
Die Musikerfamilie Schuncke hat zahlreiche,
die Musikgeschichte des ausgehenden 18. Jahrhundert
und des 19 Jahrhunderts prägende Musiker.
Für nähere Forschung sei das Schuncke-Archiv in
Baden-Baden
genannt, das heute unter Leitung von Michael
Schuncke sich der Erforschung der Familie Schuncke
und deren Umfeld widmet.
Einer aus dieser Musiker-Dynastie war Ludwig
Schuncke (1810-1834), der engste Jugenfreund
Schumanns. Über diesen am 7. Dezember 1834 mit
kaum 24 Jahren in Leipzig verstorbenen,
gleichaltrigen Freund urteilte Robert Schumann:
"Das war ein Mensch, ein Künstler, ein Freund
sonder Gleichen."
Michael Schuncke, der Leiter des Archivs, wurde im
Jahr 2003 mit dem Bundesverdienstkreuz
ausgezeichnet. Zu seinem 75. Geburtstag am 8. Mai
2004 erhielt Michael Schuncke in Würdigung
seiner Verdienste um das Kulturleben in der
Kurstadt die Baden-Baden-Medaille.
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