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Wassili Schukowski (1783-1852)

Wassili Schukowski (1783-1852)

Er war der erste bedeutende russische Künstler, der Baden-Baden besuchte. Schukowski war ein Multitalent, er war Lyriker, Übersetzer, Pädagoge und Zeichner. 1826 wurde er mit der Erziehung des russischen Thronfolgers, des späteren Zaren Alexander II., betraut. Eine Reise, die ihn 1827 auch nach Baden-Baden führte, diente dazu, eine Bibliothek für ein Lehrprogramm zusammen zu stellen. Er entwickelte umfangreiche Lehrpläne für seinen Zögling. Daneben vermittelte er dem angehenden Zaren auch seine liberalen Ideen. Schukowski nutzte seine Stellung am Zarenhof, um fördernd für die russische Kultur zu wirken. Besonders bekannt wurde er durch seine Übersetztungen von Werken Schillers, Goethes und Lord Byrons in die russische Sprache.

Von 1848 bis zu seinem Tode im Jahre 1852 wohnte er in Baden-Baden im Palais Kleinmann in der Sophienstraße 5. Hier soll er 1852 auch den Text für die russische Nationalhymne gedichtet haben. Schukowski war mit einer Deutschen, Elisabeth von Reutern, der Tochter von Gerhard von Reutern, dem Begründer der Malerkolonie Willingshausen in Kurhessen, verheiratet. Zu seinem Baden-Badener Freundeskreis zählten Puschkin, Gogol und Justinius Kerner. Seine Meinung über Baden-Baden fasste er in einem Satz zusammen: "Baden-Baden ist ein paradiesisches Eckchen."

Im Jahr 2010 wurde rechts neben der Kunsthalle eine Büste von Schukowski aufgestellt (Foto: unten). Wassili Schukowski wurde vor seiner Überführung nach Sankt Petersburg auf dem Stadtfriedhof Baden-Baden begraben - wie auch später seine Kinder. Die Deutsch-Russische Kulturgesellschaft Baden-Baden hat die Patenschaft für die aufgegebene Grabstätte auf dem Stadtfriedhof übernommen, um sie als historische Gedenkstätte an den großen russischen Künstler für die Nachwelt zu bewahren. (WP)

Wassili Schukowski (1783-1852)





© by WAEPART, Baden-Baden/Germany. All Rights Reserved. Abbildung (oben): Orest Adamowitsch Kiprenski (1782–1836), Foto (unten): Wolfgang Peter

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