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Oskar
Schlemmer (1888-1943)
wurde am 4.
September 1888 in Stuttgart geboren. Seine
Schulzeit verbrachte er in Göttingen. Nach dem
Tod seiner Eltern absolvierte der
Fünfzehnjährige eine Lehre in einer
Kunstanstalt für Intarsien in Stuttagrt.
1905 besuchte er die Kunstgewerbeschule in
Stuttgart. Ein Stipendium ermöglichte es ihm,
an die Stuttgarter Akademie der Bildenden
Künste zu wechseln, wo er Meisterschüler
mit eigenem Atelier bei Adolf Hoelzel wurde. 1914
übertrug Hoelzel seinen Schülern
Schlemmer, Baumeister und Stenner die Aufgabe,
für die Vorhalle des Hauptgebäudes der
Kölner Werkbund-Ausstellung drei Wandbilder zu
malen. Hier wurde der Architekt Walter Gropius auf
Schlemmer aufmerksam, der ihn dann 1920
gleichzeitig mit Paul Klee als künstlerische
Lehrkraft an das Staatliche Bauhaus
Weimar berief. Er traf
dort unter anderem auf Lyonel Feininger, Johannes
Itten, Gerhard Marcks, Georg Muche und später
auf Kandinsky. Am Bauhaus wurde Schlemmer die
künstlerische Leitung der Werkstatt für
Wandmalerei zugeteilt, zeitweise leitete er auch
den Unterricht im Aktzeichnen. Im Herbst 1925
wechselte Schlemmer an das neu erbaute
Bauhausgebäude nach Dessau. Dort richtete er
eine Versuchsbühne ein. Nachdem Schlemmer das
Bauhaus 1929 verlassen hatte, ging er zunächst
an die Kunstakademie in Breslau. Aufgrund einer
Notverordnung der preußischen Regierung wurde
die Akademie am 1. April 1932 geschlossen.
Schlemmer nahm einen Ruf an die Vereinigten
Staatsschulen für Kunst in Berlin an. Unter
dem Druck der Nationalsozialisten wurde er dort im
April 1933 zunächst zwangsweise beurlaubt, im
August schließlich fristlos entlassen und
seine Bilder als "entartet" eingestuft,
während in den USA seine Werke in großen
Ausstellungen bewundert wurden.
Mit seiner Familie zog er sich 1936 verbittert und
enttäuscht nach Sehringen in der Nähe von
Badenweiler
zurück, wo er in ein kleines Haus gebaut
hatte.
Oskar Schlemmer, einer der bedeutendsten
Künstler der Moderne, starb am 13. April 1943,
fast mittellos, in Baden-Baden. (WP)
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