Baden-Baden, der ultimative Stadtfüherer

Baden-Baden News

Baden-Baden Facts

Inhalt

Stadtrundgang

Stadtplan

Ämter A-Z

Anreise

Geschichte

Kunst/Kultur/Museen

Sehenswürdigkeiten

Festspielhaus

Theater

Casino

Thermen

Hotels buchen

Events

Sport/Freizeit

Restaurants

Cafés/Bars

Shopping

Buch-Shop

Stadtteile

Umgebung

Elsass

Awards

Links

Archiv

Ihre Werbung bei uns

Kontakt

Newsletter

Gästebuch

Impressum


Hotels in Baden-Baden buchen

Oskar Rößler

Oskar Rößler (1859-1939)

Der forschende Apotheker und leidenschaftliche Heimatgeschichtler wurde am 1. Dezember 1859 als zweites von sechs Kindern des Hotelierspaars August und Marie Rößler, die das Hotel "Holländischer Hof" betrieben, in Baden-Baden geboren.

In Bruchsal begann er seine Ausbildung zum Apotheker, studierte anschließend in Metz, Kissingen und Nizza und arbeitete von 1883-1885 an der Universität Heidelberg als Assistent von Robert Bunsen, wo er 1886 promovierte.

Mit 28 Jahren erstand er die Hofapotheke, die dem elterlichen Hotel gegenüber lag. 1888 heiratete er Helene Messmer, eine der drei Töchter Wilhelm und Luise Messmers, die das
gleichnamige Hotel, in dem sich das deutsche Kaiserpaar Augusta und Wilhelm I. regelmäßig jahrzehntelang aufgehalten hat, führten. Die erstklassigen Beziehungen, die Oskar Rößler bereits zu diesem Zeitpunkt pflegen konnte, sollten sich im Laufe seines Lebens noch um ein Vielfaches vermehren.

Die vornehme Hofapotheke, die 1838 auf Regierungsveranlassung mustergültig und vorbildhaft eingerichtet worden war, wurde durch Oskar Rößler für Jahrzehnte zu einem besonderen Ort der Forschung. Im Laboratorium der Apotheke beschäftigten sich neben Oskar Rößler namhafte Wissenschaftler unter anderem mit der
Erforschung des Thermalwassers und Thermalschlamms.

Zusammen mit dem renommierten Physiker Hans Friedrich Geitel (1855-1923) schuf er die Grundlage zur Entdeckung eines neuen chemischen Stoffes, was ihm weltweite Anerkennung und einen Ehrenplatz im Deutschen Museum in München einbrachte.

Die Entdeckung dieser radioaktiven Substanz im Badener Thermalwasser ist ein spannender Vorgang, der im einzelnen in "Doktor Rößler, Baden-Baden als Heilbad, gesammelte Aufsätze", Baden-Baden 1936, nachgelesen werden kann.

1904 verbrachte Hans Friedrich Geitel seine Ferien in Baden-Baden und stieß bei Versuchen zur Untersuchung der Radioaktivität der Luft auf den Schlamm der Thermalquellen, einen feinsandigen, gelb bis grau-schwarzen Niederschlag. Gemeinsam mit Oskar Rößler entdecke er in diesem Schlamm einen bis dahin unbekannten radioaktiven Stoff. Zur Vertiefung und Festigung seiner Forschungsergebnisse hätte er mehr Thermalschlamm benötigt. Bürokratische Hürden verhinderten dies jedoch.

1905 nahm sich der große englische Physiker Sir William Ramsay nach einer Veröffentlichung der Geitelschen Erkenntnisse des Phänomens an und entdeckte zusammen mit Otto Hahn das Radiothorium.



Der Apotheker und Chemiker forschte und arbeitete weiter und stellte immer wieder Verbindungen zwischen der Zusammensetzung des Thermalwassers, des Thermalschlamms, der Dämpfe und deren therapeutischer Wirkung auf den menschlichen Körper her. Daneben beschäftigte er sich emsig mit der Erkundung der Geschichte des Ortes sowohl als Heilbad als auch unter politischen und gesellschaftlichen Gesichtspunkten und wurde so zum "fleißigen Historiker des Heilbades Baden-Baden", wie ihn Rolf Gustav Haebler in seinem Buch "Geschichte der Stadt und des Heilbades Baden-Baden" bezeichnet. Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass Oskar Rößler viele Jahre in öffentlichen Ämtern tätig war. Liebenswürdig und entgegenkommend widmete er sich jedem sowohl bekannten und berühmten wie auch unbekanntem Ratsuchenden. Am 21. Mai 1939 starb der unermüdliche Forscher und ausdauernde Verfechter des Gedankens, seine Heimatstadt als Heilbad zu würdigen.

Von Rika Wettstein und Wolfgang Peter, Baden-Baden


Die Geschichte der Dr. Rössler’s Hofapotheke in Baden-Baden


© by WAEPART, Baden-Baden/Germany. All Rights Reserved.  Abbildung: Arthur Grimm

   Google Custom Search