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In
Mannheim, wo Friedrich Hecker als Rechtsanwalt tätig
war, fand eine Bürgerversammlung statt, auf der die
großherzogliche Regierung aufgefordert wurde, dem Volk
seine Rechte sofort zu gewähren.
Am 5. März 1948 trafen sich in Heidelberg 51
Männer, die sich "Vaterlandsfreunde" nannten. Es wurde
darum gestritten, den Großherzog abzusetzen oder
nicht. Die republikanisch Gesonnenen wollten seine
Absetzung, die Monarchisten wollten ihn als Staatsoberhaupt
behalten. Der offene Aufruhr war noch nicht aktuell.
Gustav von Struve war der Debatten leid und versuchte von
Konstanz aus gegen die großherzogliche Regierung
vorzugehen. Er wollte vom Bodensee aus mit Tausenden
Gleichgesinnter nach Karlsruhe marschieren und
Großherzog Leopold entmachten.
Er musste jedoch die bittere Erfahrung machen, dass Reden
und Tun zweierlei Ding ist, denn statt der Tausende zogen
wesentlich weniger Freischärler mit ihm in den Kampf.
Friedrich Hecker kam ihm zu Hilfe, konnte allerdings auch
nicht die Massen mobilisieren.
Trotzdem riefen Friedrich Hecker und Gustav von Struve am
12. April 1848 in Konstanz zum bewaffneten Aufstand auf mit
dem Ziel, einen "freien Volksstaat" zu gründen, und
brachen mit ihren Männern in Richtung Karlsruhe
auf.
Bei Kandern, nördlich von Lörrach, trafen sie auf
Regierungssoldaten und wurden überwältigt.
Friedrich Hecker floh in die Schweiz und ein Jahr
später in die Vereinigten Staaten Nordamerikas.
Am 24. April 1848 wurde Gustav von Struve mit seinen
Männern in der blutigsten Schlacht dieser Revolution in
Freiburg geschlagen und festgenommen. 1851 floh auch er nach
Amerika.
Auch Georg
Herwegh
den Führer der in Paris lebenden Deutschen, der die
Pariser Deutsche Demokratische Legion gegründet hatte,
welche die revolutionäre Bewegung in Deutschland
unterstützen wollte und der deshalb mit knapp 4000 Mann
an den Rhein marschiert war, um den badischen
Aufständischen zu helfen, ereilte Heckers und Struves
Schicksal.
Die Revolution war beendet und sehr schnell hat sich das
deutsche Volk an die nun
bestehenden politischen Verhältnisse
"angepasst".
Mehrere Aufrufe Großherzogs Leopolds und des Deutschen
Bundes mahnten zur Ruhe und zur Absage an
aufrührerische Gedanken.
Von Rika Wettstein, Baden-Baden
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