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Badische Revolution

Das Land Baden wird zum Revolutionsland

Das zentrale Problem Europas in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts: die Rechtlosigkeit und Verelendung der Massen war auch im Land Baden zu spüren, obwohl es unter der umsichtigen Regierung des Großherzogs Karl Friedrich (1728-1811) zum "Musterländle" in Deutschland geworden war.

1783 hatte Großherzog Karl Friedrich die Leibeigenschaft aufgehoben und damit für erhebliches Aufsehen unter den deutschen Staaten gesorgt. Freizügigkeit und Gewerbefreiheit brachten einen gewissen wirtschaftlichen Aufschwung, der allerdings nicht verhindern konnte, dass die Forderungen nach gleichen Rechten für alle Menschen und nach einer radikalen Veränderung der bestehenden politischen Verhältnisse immer eindringlicher wurden.

Die Französische Revolution und die nachfolgenden verheerenden kriegerischen Auseinandersetzungen ließen diese Forderungen immer lauter werden.

Der 1815 auf dem Wiener Kongress entstandene Deutsche Bund mit Bundesparlament in Frankfurt am Main war der Zusammenschluss der deutschen Einzelstaaten in einem Staatenbund, der die Souveränität der Einzelstaaten garantierte, und somit eine Entwicklung dieses Deutschen Bundes zu einem deutschen Nationalstaat verhinderte.

Der souveräne Herrscher des Landes Badens, Großherzog Karl (1786-1818), gab dem Land im Jahr 1818 eine Verfassung, die bereits demokratische Grundzüge aufwies. Sein Onkel und Nachfolger, Großherzog Ludwig Wilhelm (1763-1830) berief im Jahr 1819 den ersten Landtag ein, der allerdings im Juli des darauffolgenden Jahres wieder aufgelöst wurde, ebenso wie der zweite Landtag im Jahr 1821, dessen Weiterarbeit von der Regierung beendet worden war, weil die verlangten Gelder für das Militär nicht bewilligt worden waren.

1822 wurde in Karlsruhe das erste Parlamentsgebäude Deutschlands, das Ständehaus, in Betrieb genommen. In ihm tagte der Landtag, dem Vertreter von Adel, Kirchen, Universitäten und Städten angehörten. In den Sitzungen ging es zuweilen hoch her, denn die Ständevertreter forderten z.B. ein Mitspracherecht bei der Finanzverwaltung und wollten bei der Gesetzgebung mitwirken.

Der Demokratisierungsprozess hatte ansatzweise begonnen, als Großherzog Leopold (1790 -1852) im Jahr 1830 die Regierung übernahm und mit Unverständnis auf das Ansinnen vieler, die deutschen Staaten endlich in einem Reich zu vereinigen und allen Menschen gleiche Rechte zuzugestehen, reagierte. Sein badisches Land, das er in vier Verwaltungskreise: den Seekreis, den Oberrheinkreis, den Mittelrheinkreis und den Unterrheinkreis umstrukturiert hatte, wurde doch wesentlich freier und bürgerfreundlicher regiert als alle anderen deutschen Länder. So hatte es 1831 z.B. ein Pressegesetz erhalten, welches allerdings wieder außer Kraft gesetzt worden war, weil es sich mit dem damaligen Bundesgesetz über das Pressewesen nicht vereinbaren ließ, so die offizielle Lesart. Zu vermuten bleibt, dass eher verhindert werden sollte, "aufwieglerisches Gedankengut" vergleichsweise einfach verbreiten zu können.

Die darauffolgenden Jahre brachten kein wesentliches Ergebnis im Bezug auf die Forderung nach "Einigkeit und Recht und Freiheit", weswegen der Mannheimer Rechtsanwalt
Friedrich Hecker (1811-1881) und seine Freunde, unter ihnen der adlige Rechtsanwalt Gustav von Struve (1805-1870), nicht mehr warten wollten, sondern erwogen, ihre Forderungen mit Gewalt durchzusetzen.

Die französische Revolution im Frühjahr 1848 gab den letzten Anstoß hierzu.

Von Rika Wettstein, Baden-Baden

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