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Lina Radke-Batschauer

Lina Radke-Batschauer (1903-1983)

Die einzige Deutsche Meisterin im 1000-Meter-Lauf wurde am 18.Oktober 1903 in Karlsruhe geboren. Zur Leichtathletik kam sie im Jahr 1924 in Baden-Baden. Die Familie war 1917 in die Kurstadt gezogen, da der Vater Arbeit in der Zigarettenfabrik Batschari gefunden hatte.

Lina Batschauer trat in den "Leichtathletik-Verein Baden-Baden 1923" ein und setzte sich mit ihren sportlichen Leistungen erfolgreich gegen das gesellschaftliche Vorurteil, Frauen könnten in der Leichtathletik keine Meistertitel erringen, durch. Sie gewann sämtliche Frauenwettkämpfe auf Bezirksebene, wurde 1925 Badische Meisterin im 1000-Meter-Lauf, 1926 Badische Meisterin im Dreikampf und gewann ebenfalls im Jahr 1926 die Deutsche Frauenmeisterschaft im 1000-Meter-Lauf. Diese Laufdistanz wurde 1927 von 1000 Metern auf 800 Meter herabgesetzt, um den Anforderungen der Olympischen Spiele, die im Jahr 1928 in Amsterdam stattfinden sollten, zu genügen. So war und ist Lina Batschauer tatsächlich die einzige Deutsche Meisterin im 1000-Meter-Lauf.

Auch die neue Distanz von 800 Metern bereitete ihr keine Schwierigkeiten und bescherte ihr den Titel "Deutsche Meisterin" im Jahr 1927, weswegen sie die Deutsche Sportbehörde zur Teilnahme am Olympia-Vorbereitungskurs vorsah. In diesem für sie so erfolgreichen Jahr 1927 heiratete Lina Batschauer in Baden-Baden den Schlesier Georg Radke, der zeitweise geschäftsführender Vorstand des "Leichtathletik-Vereins Baden-Baden 1923" gewesen ist. Dieser Verein hat nur bis 1926 existiert und sich dann mit der Leichtathletikabteilung der Sportvereinigung zusammen geschlossen. Georg Radke war dort zweiter Vorstand und Trainer.

Das Ehepaar Radke, das nach der Hochzeit in Georg Radkes Heimatstadt Breslau gezogen war, entwickelte ein äußerst effizientes Trainingsprogramm, was zum Ergebnis hatte, dass Lina Radke-Batschauer 1928 Weltrekord lief und wiederum Deutsche Meisterin im 800-Meter-Lauf wurde.

Ihren größten Triumph erlebte sie allerdings am 2. August 1928 in Amsterdam, als sie die Goldmedaille im 800-Meter-Lauf der Damen, der erstmals während Olympischer Spiele ausgetragen worden war, errang. Ihre männlichen deutschen Leichtathletikkollegen konnten keine Erfolge erzielen. Somit hat Lina Radke-Batschauer ein für allemal manifestiert, dass Frauen durchaus respektable Leistungen in leichtathletischen Disziplinen erbringen können.

Lina Radke

Lina Radke-Batschauer 1928, in der offiziellen Olympiakleidung.

Abb. Archiv WAEPART


Sie wurde nicht nur in Amsterdam, sondern Tage später auch in Baden-Baden stürmisch gefeiert und geehrt. Auch in den Jahren nach ihrem Olympiasieg blieb sie sportlich aktiv. Sie beendete ihre Karriere im Jahr 1934 bei den Frauenweltspielen in London mit einer Bronzemedaille.

Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs arbeitete sie als Übungsleiterin in Breslau. Die Flucht von dort führte sie in die Nähe Erfurts und 1950 nach Torgau, von wo sie im Jahr 1961 mit ihrer Familie in ihre Heimatstadt Karlsruhe floh. Die Kurstadt erinnerte sich "ihrer" Olympiasiegerin im Jahr 1962 und begrüßte Lina Radke-Batschauer als Ehrengast anlässlich der feierlichen Einweihung des Aumattstadions. Am 14. Februar 1983 starb die Sportlerin, die mit ihren Erfolgen einen wichtigen Beitrag zur Anerkennung der sportlichen Leistungen von Frauen erbracht hat.

Von Rika Wettstein, Baden-Baden

Zum 100. Geburtstag von Lina Radke erschien ein bemerkenswerter Artikel bei www.leichtatlethik.de.
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