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Ferdinand Porsche

Ferdinand Porsche  (1875-1951)

Ferdinand Porsche war in Baden-Baden inhaftiert.
Die Zeit nach dem 2. Weltkrieg war für viele deutsche Konstrukteure schwer, denn die Alliierten wollten sich ihr Wissen und ihr Können zunutze machen. So haben die Amerikaner sich um Wernher von Braun "bemüht", der maßgeblich an der Entwicklung der deutschen Raketentechnik beteiligt war.

Was weniger bekannt ist, dass die Alliierten sehr an dem legendären Autokonstrukteur Ferdinand Porsche, dem Vater des Volkswagens, interessiert waren.

Im Juli 1945 wurde Porsche im österreichischen Gmünd, wohin er sich mit seiner Familie zurückgezogen hat, von den Amerikanern verhaftet. Der Generalmanager von General Motors Frenssen, damals Major in der amerikanischen Armee, sollte Konstruktionszeichnungen Porsches "sicherstellen". Drei Monate musste der 70-jährige Porsche nun in einem Internierungslager in Hessen verbringen, bis ihn die Amerikaner frei ließen.

Im November 1945 bekam Porsche erneut Besuch in Gmünd, diesmal von den Franzosen. Er wurde höflichst eingeladen in das Hauptquartier der französichen Armee nach Baden-Baden zu kommen, um über einen interessanten Entwicklungsauftrag zu sprechen. Trotz Warnungen des Rennfahrers Hans Stuck folgte Ferdinand Porsche dieser Einladung. Er wurde von seinem Sohn Ferry, seinem Schwiegersohn Dr. Piech und seinem Neffen Herbert Kaes begleitet.

In Baden-Baden angekommen, zeigten sich die Franzosen äußerst gastfreundlich und quartierten die Porsches in einer vornehmen Villa ein. Es wurde ein Vertrag ausgehandelt, der dann noch von der französischen Regierung in Paris unterzeichnet werden sollte. Nachdem einige Tage vergangen waren, entstand unerwartet eine neue Situation. Am 15. Dezember wurde Porsche mitsamt seinen Begleitern von der französichen Geheimpolizei verhaftet und ins Baden-Badener Gefängnis gebracht.

Die Haftbedingungen waren für den gesundheitlich angegriffenen Porsche schlimm, denn die Verpflegung, die Unterbringung und die medizinische Versorgung waren mehr als nur dürftig. Porsches Zustand verschlechterte sich zusehends und erforderte eine Behandlung im Städtischen Krankenhaus von Baden-Baden.

Im März 1946 wurde Ferry Porsche aus der Haft entlassen und gemeinsam mit Herbert Kaes unter Aufsicht im Hotel Sommerberg in Bad Rippoldsau untergebracht.

Am 3. Mai 1946 endete auch Ferdinand Porsches Haftzeit in Baden-Baden. Er und sein Schwiegersohn wurden nach Paris gebracht. Dort versuchte die Automobilindustrie sich Porsches Kenntnisse anzueignen, denn die Franzosen wollten auch einen eigenen "Volkswagen". Erst gegen eine hohe Kaution wurde Porsche im August 1947 nach 21 Monaten französischer Haft freigelassen. Noch heute wird darüber spekuliert, in welchem Umfang Porsche bei der Entwicklung des "französischen Volkswagens" Renault 4 CV beteiligt war.

Professor Ferdinand Porsche starb am 30. Januar 1951 in Stuttgart.

Wir danken der Presseabteilung der Fa. Porsche


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