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Wolfgang A.
Peters (1913-2002)
Wolfgang Amadeus Peters wurde am 31. Januar 1913 im
nordbadischen Mannheim geboren und wuchs in Berlin
auf. Nach seinem mit der Promotion abgeschlossenen
Literaturstudium gab er die Literaturzeitschrift
"Die Quelle" heraus, deren Chefredakteur er
zugleich war.
Nach dem Zweiten Weltkrieg ließ sich Wolfgang
A. Peters in Baden-Baden nieder und verhalf der
Stadt und dem jungen Sender Südwestrundfunk
als Redakteur der Abteilung "Kulturelles Wort" zu
einem hohen kulturellen Stellenwert, der sogar dazu
führte, dass im Deutschen Literaturarchiv des
Schiller-Museums in Marbach die
Redaktionskorrespondenz von und mit Wolfgang A.
Peters aufbewahrt wird. Korrespondiert wurde unter
anderem mit renommierten Schriftstellern wie
Ingeborg Drewitz, Otto Flake, Peter
Härtling, Siegfried Lenz und Gabriele
Wohmann.
Sein kulturelles Engagement erstreckte sich auch
auf Übersetzungen französischer Werke,
sowie auf die freiberufliche Tätigkeit
für die Frankfurter Allgemeinen Zeitung,
für die er unter dem bald bekannt gewordenen
Kürzel "WAP" viel beachtete Beiträge
schrieb.
32 Jahre lang stand er der
Philosophisch-Literarischen Gesellschaft
Baden-Badens vor, die für das kulturelle Leben
der Kurstadt unverzichtbar geworden ist.
Neben seinem umfangreichen Einsatz für
kulturelle Belange arbeitete Wolfgang A. Peters
energisch für die Bürger seiner
Wahlheimat und sorgte maßgeblich dafür,
dass heute noch ein einigermaßen intaktes
Stadtbild erhalten ist. Hauptausschlaggebend
für dieses Engagement war die Vorstellung zu
Beginn der 1970er Jahre, die Oos aus ihrem
Flussbett unter einen geplanten Tunnel zu
verbannen, was Wolfgang A. Peters mit seiner ins
Leben gerufenen Bürgerinitiative zu verhindern
wusste. Von 1975 bis 1994 vertrat er die kritischen
Bürger Baden-Badens als Stadtrat und mahnte
unter anderem erfolgreich vor einem Abriss der aus
dem 19. Jahrhundert stammenden "Alten
Polizeidirektion" ebenso wie vor einem modernen
Anbau an der historischen Trinkhalle oder vor einer
als Tribut an den Straßenverkehr gedachten
asymmetrisch gestalteten Sophienstraße.
Für sein Jahrzehnte langes Wirken im
kulturellen und politischen Bereich verlieh ihm das
Land Baden-Württemberg 1998 die Ehrennadel des
Landes und die Stadt Baden-Baden im Jahr 2000 deren
Ehrenmedaille.
Am 20. November 2002 starb Wolfgang A. Peters, der
ein halbes Jahrhundert nur zum Wohle Baden-Badens
gewirkt hat.
Mitglieder seiner Bürgerinintiative
Baden-Baden spendeten dem städtischen
Gartenamt eine ungefähr 40 Jahre alte
Blutbuche, die zu Ehren und zur Einnerung an den
Baden-Baden- und Baumfreund im Dezember 2002 auf
dem Gelände des ehemaligen Kleingolfplatzes
eingepflanzt wurde.
Von Rika Wettstein, Baden-Baden
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