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Niccolò Paganini (1782-1840)

Der genialste Geiger aller Zeiten, wie Niccolò Paganini von Kennern bezeichnet wird, wurde am 27. Oktober 1782 in Genua geboren. Im ärmlichen Elternhaus wurde das dauernd kränkelnde Kind von einem extrem strengen Vater dazu angehalten, sein Talent des Geigespielens, das frühzeitig erkannt worden war, umzusetzen und zu erweitern. Eine unbeschwerte Jugend hatte Niccolò Paganini keinesfalls. Dafür erzielte er mit acht Jahren bereits beachtlichen Erfolg in einem Kirchenkonzert und wurde nach einem Auftritt im Genueser Stadttheater im Jahr 1795 begeistert als Wunderkind gefeiert.

Einem Kompositionsstudium in Livorno folgte im Jahr 1797 eine Konzertreise nach Mailand, Bologna, Florenz, Pisa und Livorno.

Nach einem ebenfalls mit großer Begeisterung aufgenommenen Konzert in Lucca im November 1798, entschloss sich der 16jährige, sich der väterlichen Tyrannei zu entziehen und ein freies Leben, finanziert durch die Erlöse aus seinen Konzertauftritten, zu führen. Das freie Leben bekam dem jungen Meistergeiger allerdings wenig. Glücksspiel und Frauengeschichten brachten ihn an den Rand des wirtschaftlichen und gesundheitlichen Ruins.

Von 1801 bis 1805 war Niccolò Paganini aus der Öffentlichkeit verschwunden. Nach seiner Rückkehr auf die Konzertbühne war er einige Jahre als Kapellmeister und Violinist der Fürstin von Lucca angestellt, wählte dann allerdings das Leben als freischaffender Künstler, bereiste ganz Italien zu Konzertauftritten, verausgabte sich während derer und musste krankheitshalber immer wieder pausieren.

1828 trat Niccolò Paganini erstmals in Wien auf, wo sein Geigenspiel zur Sensation wurde. Die Wiener Bevölkerung verfiel in einen wahren Paganini-Wahn mit nach ihm benannten Broten und Delikatessen und seinem Konterfei auf Wanderstöcken und Schnupftabaksdosen.

Ganz so hysterisch führten sich die Baden-Badener nicht auf, als sich der "Teufelsgeiger", wie er seinerzeit bereits genannt wurde, in der Kurstadt aufhielt. Dies mag zum Teil seinen Grund darin haben, dass die Proben zu seinem Konzert am 8. August 1830 im Conversationshaus hinter verschlossenen Türen und Fenstern stattfanden, damit niemand ohne entsprechende finanzielle Gegenleistung in den Genuss des exzellenten Spiels kommen konnte. So wissen es die Chronisten zu berichten.

Zu dieser Zeit war Niccolò Paganini bereits eine legendenumwobene Gestalt, der die Mehrzahl der Zuhörer nicht abnehmen wollte, dass die unglaubliche Fertigkeit in der Handhabung seines Instruments mit teilweise damals völlig unbekannten Griffen in einer harten Schulung erworben worden war. Gerüchte, er paktiere mit dem Teufel, sorgten für Aufregung. Niccolò Paganini nährte diese Gerüchte um seine Person durch ein entsprechendes Auftreten mit fahlem Gesicht, schwarzer Kleidung und einer unirdischen Virtuosität seines Violinspiels.

Der Erfolg blieb im treu. 1831 erlebte er in Paris einen noch größeren Triumph als in Wien. Franz Liszt soll zu dem Ausruf "Welch ein Mann, welch eine Violine, welch ein Künstler! Welches Leiden, welches Elend, welche Tortur für diese vier Seiten! " hingerissen worden sein.

Franz Liszt war nicht nur begeistert von Paganinis Spiel sondern auch von dessen Kompositionen, ebenso wie Robert Schumann, Johannes Brahms und Hector Berlioz. Liszt und Schumann schrieben Paganinis 24 Caprices für das Klavier um, während Johannes Brahms Klaviervariationen der Caprices komponierte.

1834 kehrte Niccolò Paganini nach weiteren erfolgreichen Konzerten in Europa gesundheitlich vollkommen zerrüttet auf sein mittlerweile erworbenes Gut in Parma zurück.

Sein "Casino Paganini", ein vornehmer Spielclub mit Konzertveranstaltungen, den er 1836 in Paris eröffnete wurde zum wirtschaftlichen Misserfolg und kostete ihn große Teile seines Vermögens.

Niccolò Paganini zog sich ans Mittelmeer zurück, wo er am 27. Mai 1840 in Nizza starb.

Da er kurz vor seinem Tod die Annahme der Sterbesakramente verweigert hatte, musste seine Familie fünf Jahre um eine würdige Bestattung ringen.

Von Rika Wettstein, Baden-Baden






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