Baden-Baden, der ultimative Stadtfüherer

Baden-Baden News

Baden-Baden Facts

Inhalt

Stadtrundgang

Stadtplan

Ämter A-Z

Anreise

Geschichte

Kunst/Kultur/Museen

Sehenswürdigkeiten

Festspielhaus

Theater

Casino

Thermen

Hotels buchen

Events

Sport/Freizeit

Restaurants

Cafés/Bars

Shopping

Buch-Shop

Stadtteile

Umgebung

Elsass

Awards

Links

Archiv

Ihre Werbung bei uns

Kontakt

Newsletter

Gästebuch

Impressum


Hotels in Baden-Baden buchen

Museum Paläotechnicum Baden-Baden

Baden-Badens Museumsgeschichte

Auch wenn Baden-Baden als Denkmal an sich betrachtet werden kann, benötigte und benötigt die Stadt nach Auffassung von Fachleuten, die sich mit der Stadtgeschichte befasst haben, einen würdigen Rahmen zur Präsentation der die Stadtgeschichte verdeutlichenden Exponate.

 

Baden-Baden als Denkmal

Ganz so mag dies der gerade zum Kurfürsten erhobene Landesvater Karl Friedrich nicht unbedingt gesehen haben, als er im Jahre 1803 seinem Hofbaumeister Friedrich Weinbrenner den Auftrag erteilte, Pläne für eine "Antiquitätenhalle" zu fertigen. Das erste Museum des Landes Baden sollte in der ehemaligen Römerstadt gebaut werden.

 

Friedrich Weinbrenner

1804 entstand in der für Friedrich Weinbrenner typischen klassizistischen Bauweise ein in drei Teile gegliedertes Gebäude am Marktplatz hinter der Stiftskirche in direkter Nähe zur Ursprungsquelle des Thermalwassers. "MUSEUM PALÄOTECHNICUM" wurde es genannt. Der Mittelteil beherbergte die eigentliche Museumssammlung: Funde aus der Römerzeit in relativ bescheidenem Umfang. Der linke Seitenraum war als Trinkraum für Thermalwasser konzipiert und im rechten Seitenraum konnte die neu gefasste Ursprungsquelle besichtigt werden.

 


Nach der Gestaltung eines neuen Kurviertels jenseits der Oos verloren der Marktplatz, die "Antiquitätenhalle" und die von Weinbrenner 1820 entworfene und gebaute Trinkhalle hinter der Stiftskirche an Bedeutung.



Mitte des 19. Jahrhunderts wurde das "MUSEUM PALÄOTECHNICUM" abgebrochen. An seiner Stelle enstand später das Alte Dampfbad, in welchem mittlerweile die
Gesellschaft der Freunde junger Kunst viel beachtete Ausstellungen zeigt. Die Funde aus der Römerzeit waren nach Karlsruhe gebracht worden. Sie befinden sich heute im dortigen Badischen Landesmuseum.

 

Altes Dampfbad

Das Interesse an der Heimatgeschichte und an einem Museum war nur wenigen Einheimischen vorbehalten. Zu diesen zählte Oskar Rößler, der 1892 zu den Mitbegründern der Stadtgeschichtlichen Sammlungen gehörte, die von 1902 an eine allmählich anwachsende Zahl von Gegenständen und Dokumenten in einem Seitengebäude des Palais Hamilton ausstellten.



Das gesamte Anwesen befand sich bis nach dem Zweiten Weltkrieg in städtischem Besitz und die Städtischen Sammlungen hatten recht gute Ausdehnungsmöglichkeiten.

Hans Rößler, dem Sohn Oskar Rößlers, ist es zu verdanken, dass der Sammlungsbestand unangetastet geblieben war, da er die Sammlung dank seiner guten Kontakte zum französischen Kulturoffizier unter den Schutz der Besatzungsmacht stellen lassen konnte. 1950 wurde Hans Rößler zum ehrenamtlichen Leiter der Sammlungen berufen. Dieses Amt übte er bis zum Jahr 1970 aus

 

Palais Hamilton

1951 mussten die Museumsstücke allerdings an einem anderen Ort untergebracht werden, da die Stadt diesen Besitz veräußert hatte. Übergangsweise wurden Räume im Torbogen des Neuen Schlosses angemietet. Wohl niemand ahnte seinerzeit, dass die Übergangsphase länger als ein halbes Jahrhundert dauern sollte. Beengte räumliche Verhältnisse und unzulängliche Lagermöglichkeiten wurden oft beklagt.

 

Neues Schloss

Ein wenig Abhilfe wurde geschaffen, als 1981 das so genannte Stadtmuseum in die ehemalige Badherberge zum Baldreit ausgelagert werden konnte. Die Stadtgeschichtlichen Sammlungen blieben im Torbogen des Neuen Schlosses und boten in Sonderausstellungen eine Kollektion böhmischer Gläser, Puppen und Spielzeug, sowie den unvergleichlichen Clondyke-Roulettetisch zum Betrachten und Bestaunen.

Den eher halbherzigen Bemühungen der jeweiligen Stadtregierungen, den wertvollen Bestand an einem geeigneteren Ort unterzubringen, mussten um die Jahrtausendwende Taten folgen, da das Neue Schloss vom Badischen Markgrafen verkauft worden war. Damit schlug die Stunde Rolf Rößlers, des Enkels Oskar Rößlers und wie Vater und Großvater gelernter Apotheker. Er wurde initiativ, entwickelte Ideen und vermittelte maßgebliche Kontakte.

 

Zum Baldreit

Die Stadtgeschichtlichen Sammlungen sind seit Herbst 2004 im ehemaligen Hotel "Alleehaus" unter wesentlich besseren Bedingungen dauerhaft untergebracht, da eine von einem einheimischen Geschäftsmann ins Leben gerufene Stiftung dieses Haus der Stadt zur Nutzung als Museum überlässt. Auch hier handelt es sich um einen geschichtsträchtigen Ort. An dieser Stelle befand sich vor Jahrhunderten die herrschaftliche Ochsenscheuer. Im frühen 19. Jahrhundert wurde an ihrer Stelle eine Villa an der Lichtentaler Allee errichtet, die als Hotel genutzt werden sollte, was allerdings erst 1912 genehmigt worden war. Bis in die 1980er Jahre wurde das Hotel, diagonal zum damaligen Kleingolfplatz gelegen, als Saisonbetrieb geführt und später als Geschäftshaus genutzt. Mit der Aufnahme der Stadtgeschichtlichen Sammlungen in dem dreigeschossigen Gebäude erhält das für den fließenden Verkehr gesperrte Teilstück der Lichtentaler Allee zwischen Goetheplatz und Fremersbergstraße neben Theater, Kulturzentrum LA8, Kunsthalle und dem Museum Frieder Burda einen weiteren kulturellen Akzent und mausert sich damit zu einer wahren "Kulturmeile" der Stadt.

Zusammengestellt von Rika Wettstein




 

Theater Baden-Baden

Kunsthalle Baden-Baden

Sammlung Frieder Burda

Stadtmuseum Baden-Baden


© by WAEPART, Baden-Baden/Germany. All Rights Reserved.

   Google Custom Search