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Max Leichtlin Baden-Baden

Max Leichtlin (1831-1910)

Max (Maximilian) Leichtlin wurde am 17. Februar 1831 in Karlsuhe geboren. Sein Vater war Mitinhaber der 1823 gegründete Papierhandlung der Gebrüder Leichtlin in Karlsruhe, die gegen Ende des 19. Jahrhunderts zu den bedeutendsten ihrer Art in Europa zählte. Max Leichtlin wollte im Gegensatz zu seinen älteren Brüdern nicht in die väterliche Firma eintreten, denn er interessierte sich schon im frühen Alter für Pflanzen und Gärten. Nach dem Besuch der Polytechnischen Schule von 1845 bis 1848 absolvierte Leichtlin eine Lehre bei den Großherzogllichen Hofgärtnereien. Danach folgten Anstellungen in Deutschland und im Ausland sowie ein längerer Aufenthalt an der Königlichen Gärtner-Lehranstalt in Potsdam. In den 1850er Jahren unternahm Leichtlin ausgedehnte Reisen durch Europa und nach Südamerika, auf denen er seine pflanzenkundlichen Kenntnisse vertiefte. Nach dem frühen Tod seines ältesten Bruders kehrte er 1857 nach Karlsruhe zurück und arbeitete einige Jahre im Familienunternehmen, bis die Söhne seines Bruders in die Firma eintraten.

In den 1860er Jahren legte Leichtin im Süden von Karlsruhe, gegenüber dem Stadtgarten, einen eigenen Garten an, der die botanische Fachwelt und viele Pflanzenliebhaber in Erstaunen versetzte. Sein Garten beherbergte unter anderem die größte Sammlung von Liliengewächsen aus aller Welt. Rund 250 Arten und Varietäten wuchsen hier auf kleinstem Raum. Der begeisterte Botaniker importierte Samen und Pflanzen aus vielen Ländern, kreuzte verschiedene Arten und schuf so zahlreiche Neuheiten. Sein besonderes Interesse galt dabei den amerikanischen und japanischen Lilienarten. Leichtlins Geschick im Umgang mit den schwer zu kultivierenden Pflanzen sprach sich in Fachkreisen schnell herum und so entstand eine umfangreiche Korrespondenz mit den führenden Botanikern seiner Zeit.

1873 zog Max Leichtlin mitsamt seinen Pflanzen nach Baden-Baden um, da er seinen Karlsruher Garten wegen der Bebauung der Südstadt aufgeben musste. In der Kurstadt erwarb er in der Nähe des Neuen Schlosses eine ehemalige Gärtnerei. Hier legte Leichtlin seinen berühmten Botanischen Garten an, der seinerzeit auf jedem Baden-Badener Stadtplan verzeichnet war. Der Leichlinsche Garten war weit über die Grenzen Deutschlands bekannt. Der Bestandskatalog seines Botanischen Gartens betrug 112 Seiten. Nach einem kurzen Engagement als Baden-Badener Stadtrat (1875-1878) lebte der Junggeselle Leichtlin zurückgezogen und widmete sich ganz seiner botanischen Leidenschaft. Er unternahm mehrere Reisen, stets auf der Suche nach seltenen Pflanzen. Daneben betätigte er sich als Juror und schrieb zahlreiche Artikel für deutsche und ausländische Gartenzeitschriften.

In Anerken­nung seiner außerordentlichen Verdienste um den Gartenbau wurde er zum Mitglied der
Royal Horticultural Society ernannt und mit verschiedenen Auszeichnungen geehrt. Am 3. September 1910 starb Max Leichtlin in Baden-Baden.

Von Wolfgang Peter, Baden-Baden

Verzeichnis aller Pflanzen, die nach Max Leichtlin benannt wurden
Nachruf der Zeitschrift Gartenflora von 1910

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Max Leichtlin

Max Leichtlin Baden-Baden

Lilium leichtlinii


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