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Jacques Massu Baden-Baden

Die Karriere des am 5. Juni 1908 in Châlons-sur-Marne geborenen Generals war auch mit der deutsch-französischen Geschichte der Nachkriegzeit verflochten.

General Jacques Massu

Am 25. Oktober 2002 starb in Paris der ehemalige Oberbefehlshaber der in Baden-Baden stationierten französischen Armee (FFA).

Der Absolvent der Elite-Akademie Saint-Cyr floh nach der deutschen Invasion in Frankreich nach England. Dort schloss er sich dem späteren Staatschef General Charles de Gaulle an. An der Seite von Marschall Leclerc erfüllte er seinen Schwur, Straßburg von den Deutschen zu befreien. In Indochina kämpfte Oberst Massu bis zum Debakel der französischen Armee in Dien Bien Phu. Im algerischen Unabhängigkeitskrieg, in den ihn der sozialistische Staatspräsident Guy Mollet mit dem Befehl schickte, "alle Mittel anzuwenden", zog er im Glauben vieler Franzosen, dass Algerien ein Stück Frankreichs sei. Als der "Held von Algier", wie ihn die Algerien-Franzosen damals nannten, 1960 einem Reporter anvertraute, er bezweifle, dass de Gaulle Algerien wirklich halten wolle, gab es einen Skandal, und Massu wurde abberufen.
Als der "Held von Algier", wie ihn die Algerien-Franzosen damals nannten, 1960 einem Reporter anvertraute, er bezweifle, dass de Gaulle Algerien wirklich halten wolle, gab es einen Skandal, und Massu wurde abberufen.

Das französische Multitalent
Jean-Pierre Ponnelle war zum Kriegsdienst in Algerien eingezogen gewesen. Am 19. April 1961 schrieb er in einem Brief an seine Frau, Margit Saad:
"Nun ist alles vorbei, und wer weiss, ob dieser Alptraum nicht doch eine positive Seite hat, und zwar dass die Algerien Frage doch schnell geregelt sein wird, denn wir alle haben den Eindruck, dass der Feind nicht die Araber sind, sondern der Faschist unser gemeinsamer Feind ist."
und einige Tage später:
"Mein Gott, mein Gott, wie konnten alle diese Leute nicht nur verbrecherisch denken, aber so dumm, so sinnlos gegen die Geschichte und die Macht des Volkes sein!...und sollte es stimmen, haben die sich wie Verbrecher, anders kann ich es nicht nennen, benommen."

Im Alter von 92 Jahren erregte er noch einmal weltweites Aufsehen. Jacques Massu, von seinen Landsleuten als einer der größten Soldaten des 20. Jahrhunderts angesehen, gestand, dass das französisches Militär im Algerienkrieg von 1956 bis 1962 systematisch gefoltert habe. Und dann das ungewöhnliche Eingeständnis, dass er diese Greueltaten bereue.

Die "Flucht" von Charles de Gaulle nach Baden-Baden:
Nach der Mai-Revolte von 1968, als Millionen von französischen Arbeitern und Studenten, angeführt von Daniel Cohn-Bendit, auf die Straßen gingen, war Massu wieder einmal in die Schlagzeilen geraten. Als die Lage in Paris bedrohlich wurde, "floh" Charles de Gaulle in Begleitung seiner Frau und seinem Sohn Philippe und vier Enkelkindern samt Familienschmuck am 29. Mai 1968 im Hubschrauber zu Massu nach Baden-Baden. In französischen Rgierungskreisen herrschte Ratlosigkeit, denn niemand wusste von der "Flucht" des Staatspräsidenten. Ob nun de Gaulle von Massu eine Loyalitäts-Versicherung der in Baden-Baden stationierten französischen Truppen wollte oder gar Pläne mit ihm beriet, die Pariser Mai-Revolte militärisch niederzuschlagen - Massu hat dieses Geheimnis bis zu seinem Tode für sich bewahrt. Mehr dazu>

Von Rika Wttstein und Wolfgang Peter

Lesen Sie auch:
In Baden-Baden wurde am 15. Februar 1962 der Grundstein für die Europäische Union gelegt.


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