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Christoph I. von Baden

Die Geschichte der Markgrafschaft Baden

Das römische Aquae Aureliae (220/221 Civilitas Aurelia Aquensis) im Oostal wurde im 3. Jahrhundert von den Alemannen zerstört.

Erst 987 erscheint dann wieder ein Baden, das zum Stammesherzogtum Schwaben gehört. Die Familie der Markgrafen von Baden wird erkennbar mit Markgraf Hermann (+1074), einem Sohn Herzog Bertholds I., von Zähringen und einem Enkel Herzog Hermanns IV. von Schwaben. Seine Güter im Nordschwarzwald hat er offenbar als Erbe der Grafen von Calw erlangt. Der Markgrafentitel leitet sich von der Mark Verona ab, in die Hermann I. unter Heinrich IV. (1061) eingesetzt wurde. Nach der von Markgraf Hermann I. erheirateten Burg Baden (Baden-Baden) nannte sich erstmals 1112 unter Fortführung des Markgrafentitels Hermanns gleichnamiger Sohn Hermann II. (+1130). Er hatte die Grafschaften im Breisgau und in der Ortenau inne und erlangte durch Heirat Güter um Backnang (um 1100). Sein Sohn Hermann III. war vermutlich mit einer Tochter Konrads III. verheiratet und erlangte 1153 das ehemalige Königsgut Biesigheim. Hermann V. erbte 1219 Pforzheim und erwarb Durlach und Ettlingen sowie Pfandschaften über Lauffen, Sinsheim und Eppingen. Mit dem Aussterben der Staufer rückte die Familie im heutigen Mittelbaden in deren Stellung ein, die auf Lehensgut des Klosters Weissenburg im Elsass beruhte. Die Güter der 1190 von der Hauptlinie der Markgrafen von Baden (mit der Ortenau um Offenburg) abgespalteten Linie der Markgrafen von Hachberg (Hochberg im Breisgau) und ihrer 1306 gebildeten Nebenlinie Sausenberg kamen 1415 durch Kauf (Hachberg) bzw. 1503 durch Erbrecht (Sausenberg) wieder an die Hauptlinie zurück, die zudem im 13. Und 14. Jahrhundert weitere Güter im Nord-Schwarzwald gewann (Sponheim, Lahr und Mahlberg zur Haelfte, spaeter ganz), im Raum um Stuttgart (u.a. 1504/95 Besigheim, Mundelsheim) aber den Grafen von Württemberg weichen musste, so dass Baden ein fast ausschliesslich oberrheinisches Herrschaftsgebiet wurde, das hinter Habsburg und Württemberg zurückstand.

1515 erhielt Bernhard III. von Baden die luxemburgischen und sponheimischen Güter, Ernst die breisgauischen Güter (Hochberg, Sausenberg, Rötteln, Badenweiler, sogar das Markgräflerland). Dazu kamen 1535 aus dem Anteil Philipps Stadt und Schloss Baden, das Gebiet südlich des Fluses Alb, die Herrschaft Beinheim und die Vogtei über Herrenalb und Frauenalb für Bernhard III, sowie Pforzheim, Durlach, Altensteig, Liebenzell und das Gebiet nördlich der Alb für Ernst, so dass sich eine obere Markgrafschaft Baden-Baden und eine untere Markgrafschaft Baden-Durlach (Residenz in Pforzheim, seit 1724 in Karlsruhe) gegenüberstanden. Baden-Durlach wurde 1556 evangelisch, Baden-Baden, nach 1555, wurde später aber rekatholisiert. 1594 bis 1622 besetzte Baden-Durlach Baden-Baden. Baden-Durlach trat Besigheim, Mundelsheim, Altensteig und Liebenzell an Württemberg ab, erwarb aber Malsch und Langenstein. 1635-1648 kam Baden-Durlach vorübergehend an Baden-Baden. 1654 erliess Baden-Durlach ein Landrecht und eine Landordnung. 1676 erwarb Baden-Baden Teile der Grafschaft Eberstein. 1771 beerbte Baden-Durlach, das sich zum Musterstaat des aufgeklärten Absolotismus entwickelt hatte, Baden-Baden. Um 1785 umfasste Baden - das um 1780 mit Argenschwang und einem Teil Weilers auch Mitglied des Kantons Niederrheinstrom des Ritterkreises Rhein war - 3500 Quadratkilometer mit etwa 190000 Einwohnern. 1796 verlor es seine linksrheinischen Gebiete an Frankreich: Amt Rhodt bei Landau (Baden-Durlach), Herrschaft Beinheim im Unterelsass, Amt Gräfenstein bei Pirmasens, Herrschaften Hesperingen und Rodemachern in Luxemburg und Teile der Grafschaft Sponheim im Hunsrück). Um 1800 umfasste Baden ein Gebiet von 27 Quadratmeilen. Am 15.12.1803 wurde Baden durch Paragraph 5 des Reichsdeputationshauptschlusses zum Kurfürstentum erhoben und durch die rechtsrheinischen Teile der Pfalz (Heidelberg, Mannheim, Ladenburg, Bretten) und die Hochstifte Konstanz, Basel (teilweise), Strassburg (teilweise), Speyer (teilweise), die Hanau-lichtenbergischen bzw. Hessen-darmstädtischen Ämter Lichtenau und Willstädt, die Nassau-usingische Herrschaft Herrschaft Lahr, die Reichsabteien Petershausen, Gengenbach, Odenheim und Salem (ohne Ostrach), die Reichsstädte Offenburg, Pfullendorf, Gengenbach, Biberach (1806 an Württemberg), Zell am Harmersbach, Ueberlingen, Wimpfen (spaeter an Hessen), das Reichstal Harmersbach und die Kloester Schwarzach, Frauenalb, Allerheiligen, Lichtental, Ettenheimmünster, Öhringen und Reichenau sowie kleinere Güter entschädigt, wodurch sich sein Umfang auf 7200 Quadratkilometer mit 445000 Einwohnern vermehrte.

1805 erwarb es vom Herzog von Modena/Österreich den grössten Teil des Breisgaues, die Ortenau, die Baar mit Villingen, die Stadt Konstanz und die Insel Mainau des Deutschen Ordens mit insgesamt 2530 Quadratkilometern und 160000 Einwohnern.

Wappen Markgrafschaft Baden

Das Staatswappen des Großherzogtums Baden besteht aus dem goldenen Schild mit rotem Schrägbalken, der von zwei Greifen gehalten wird.

 


Durch den Beitritt zum Rheinbund 1806 wurde es Grossherzogtum und erhielt die Fürstentümer Fürstenberg, Leiningen, Salm- Krautheim, die Landgrafschaft Klettgau, die Reichsgrafschaft Bonndorf, das Johanniterpriorat Heitersheim, die südlich des Mains gelegenen Teile der Fürstentümer Wertheim und die eingeschlossenen Güter der Reichsritterschaft. 1806 wurden einige Gebietsänderungen mit Württemberg vereinbart. 1810 erhielt Baden die seit 1805 württembergische Landgrafschaft Nellenburg und die obere Grafschaft Hohenberg gegen Randgebiete im Schwarzwald (an Württemberg) und Amorbach (an Hessen-Darmstadt). Damit umfasste es etwa 15000 Quadratkilometer mit etwa einer Million Einwohner.

1810 übernahm Baden den Code Napoleon in der Form des Badischen Landrechts. 1818 erhielt es eine Verfassung (konstitutionelle Monarchie). Zugleich musste es an Bayern das Amt Steinfeld und Teile Leiningens abtreten, erhielt aber von Österreich das Fürstentum von der Leyen. 1819 konnte es die Herrschaft Hohengeroldseck erwerben. 1830 wurde Leopold, der Abkömmling des Grossherzogs Karl Friedrich von Baden mit Luise Geyer von Geyersberg (seit 1796 Reichsgräfin von Hochberg), Grossherzog in Baden, das allmählich zum liberalen "Musterländle" wurde.

Friedrich I. von Baden

1856 wurde Friedrich I. Großherzog von Baden (1856-1907). Er bestimmte 55 Jahre die Geschichte des Landes. Er war die überragende Persönlichkeit unter den badischen Großherzögen und wurde zur "Vaterfigur" des Badener Landes.

Friedrich I. von Baden, Gemälde von Hans Thoma

 


1870 trat Baden in den Norddeutschen Bund bzw. in "Das Deutsche Reich" ein. Am 22.11.1918 dankte Grossherzog Friedrich II. ab. Im März 1933 übernahmen die Nationalsozialisten die Regierung. 1945 wurde Baden in das amerikanisch besetzte Nordbaden und das französisch besetzte Südbaden mit Freiburg als Hauptstadt geteilt, 1951 in Baden-Württemberg eingegliedert.


Von Ingeborg Brigitte Gastel, Arizona/USA


 

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