Baden-Baden - der ultimative Stadtfüherer

Baden-Baden News

Baden-Baden Facts

Inhalt

Stadtrundgang

Stadtplan

Ämter A-Z

Anreise

Geschichte

Kunst/Kultur/Museen

Sehenswürdigkeiten

Festspielhaus

Theater

Casino

Thermen

Hotels buchen

Events

Sport/Freizeit

Restaurants

Cafés/Bars

Shopping

Buch-Shop

Stadtteile

Umgebung

Elsass

Awards

Links

Archiv

Ihre Werbung bei uns

Kontakt

Newsletter

Gästebuch

Impressum


Hotels in Baden-Baden buchen

Burg Rötteln - Markgräfler Land

Die Burgen Rötteln und Sausenburg wurden 1678 bei den vom französischen König Ludwig XIV. initiierten kriegerischen Auseinandersetzungen im Pfälzischen Erbfolgekrieg zerstört.

Das Markgräfler Land

Ohne die Zähringer und die Herren von Rötteln ist die Entstehungsgeschichte des Markgräfler Landes, des Gebietes zwischen dem Rheinknie bei Basel und dem Breisgau, nicht denkbar.

Die Herkunft der Herren von Rötteln ist unbekannt. 1102 erstmals urkundlich erwähnt haben sie hoch über dem unteren Wiesental bei Lörrach die Burg Rötteln, von der das gesamte "Dreiländereck" der Schweiz, Frankreichs und Deutschlands überblickt werden kann, errichten lassen.

Der letzte männliche Vertreter der Herren von Rötteln, Liuhold II., Dompropst von Basel, verschenkte 1315 die Herrschaft Rötteln an Nachkommen der Zähringer.

Die Zähringer waren neben den Staufern und den Welfen eine der drei Hochadelsfamilien, die vom 11. bis 13. Jahrhundert den größten Einfluss im Südwesten Deutschlands ausgeübt haben. Vom mittleren Neckar herkommend, bauten sie ihr Territorium von Offenburg bis in die Schweiz aus.

Herzog Berthold I. von Zähringen fand zu Beginn des 11. Jahrhunderts seinen Sohn Hermann aus erster Ehe mit einer Grafschaft im Breisgau, Gütern in Schwaben und einem Markgrafentitel ab. Hermann I. heiratete Judith von Calw, die als Mitgift Besitzungen im Ufgau, sowie die Herrschaft Baden und Backnang mit in die Ehe brachte. Hermann I. und Judith wurden die Stammeltern der Zähringer Seitenlinie der Markgrafen von Baden.

Die Zähringer Hauptlinie starb mit Herzog Berthold V. im Jahr 1218 aus. Die Besitzungen gingen an die Herzöge von Teck und die Grafen von Urach, die sich später Grafen von Freiburg nannten.

Die Besitzungen der Markgrafschaft Baden wurden von Hermann IV. (1160-1190) unter seinen beiden Söhnen Hermann und Heinrich geteilt. Der Ältere, Hermann V., wurde Markgraf von Baden-Baden. Heinrich wurde Markgraf von Baden-Hachberg. Die Stammburg der Hachberg-Linie, die Hachburg oder auch Hochburg genannt, wurde 1161 gebaut und gehört heute zur Gemeinde Sexau in der Nähe Emmendingens.

Die Markgrafen von Hachberg erwarben 1232 die Herrschaft Sausenberg vom Kloster Sankt Blasien und bauten dort in direkter Nachbarschaft zur Burg Rötteln die Sausenburg, in der Nähe der heutigen Gemeinde Kandern.

1315 verschenkte Liuhold II. von Rötteln die Herrschaft Rötteln an die Markgrafen Heinrich von Hachberg-Sausenberg und Rudolf I. von Hachberg-Sausenberg. Die von den badischen Markgrafen abstammenden Nachkommen der Zähringer hatten damit ihr Herrschaftsgebiet erweitert.

Die Grafen von Freiburg, die nach dem Aussterben der Zähringer Hauptlinie im Jahr 1218 zu Teilen deren Besitzes gekommen sind, waren im 15. Jahrhundert am Ende ihrer männlichen Nachkommenslinie angelangt. Am Ende ihrer Herrschaft über Freiburg waren sie bereits 1368 angekommen, als die Freiburger Bevölkerung sich freiwillig unter die Herrschaft der Österreicher begab, wo sie bis 1805 auch blieb. Die Grafen von Freiburg herrschten allerdings noch über Badenweiler.

Am 8. September 1444 wurde von Graf Johann Friedrich von Freiburg vertraglich die Herrschaft über Badenweiler an Rudolf IV. von Hachberg-Sausenberg und Hugo von Hachberg-Sausenberg übertragen. Die Geschichtsschreiber bezeichnen dieses Datum als die Geburtsstunde des Markgräfler Landes, bestehend aus Rötteln, Sausenberg und Badenweiler.

Philipp von Hachberg-Sausenberg, der Sohn Rudolfs IV., sollte der letzte männliche Nachkomme der Hachbergschen Seitenlinie der badischen Markgrafen sein. Durch einen mit Markgraf Christoph von Baden geschlossenen Erbvertrag aus dem Jahr 1503 fielen die Besitzungen und Privilegien an die Markgrafen von Baden, was zu erheblichen Auseinandersetzungen, vornehmlich mit den Erben von Philipps Schwester Johanna führte, weswegen die mittlerweile entstandene Durlacher Linie der badischen Markgrafen bei einem Vergleich 225000 Gulden zahlte. Die Gebiete blieben bis 1918 im Besitz der badischen Markgrafen.

Das Markgräfler Land gehört heute zu Baden-Württemberg.


Von Rika Wettstein, Baden-Baden





   

© by WAEPART, Baden-Baden/Germany. All Rights Reserved. Abbildung: public domain

   Google Custom Search