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von Annette Borchardt-Wenzel
Gebundene Ausgabe, 450 Seiten, C. Katz Verlag

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Luise Karoline Geyer von Geyersberg

Luise Karoline Geyer von Geyersberg (1768 - 1820)

Luise Karoline Geyer von Geyersberg wurde am 26. Mai 1768 in Karlsruhe als Tochter eines Durlacher Oberstleutnants geboren. Markgräfin Karoline Luise und Markgraf Karl Friedrich von Baden-Durlach wurden die Paten des Mädchens.

Nach dem frühen Tod des Vaters war die Familie, die ihren Ursprung in Niederösterreich hatte, von der Gunst des Markgrafen abhängig. Luise Karolines Mutter erhielt eine Witwenpension und Erbprinzessin Amalie sorgte dafür, dass Luise Karoline eine standesgemäße Erziehung in einer Töchterschule bei Colmar erhielt, nach deren Beendigung sie in den Hofstaat Erbpronzessin Amalies übernommen wurde.

1787 sollte zum Schicksalsjahr der jungen Luise Karoline Geyer von Geyersberg werden, denn der seit 1783 verwitwete Markgraf trug sich mit dem Gedanken, eine zweite Ehe einzugehen. Am 24. November 1787 heiratete
Karl Friedrich Markgraf von Baden Luise Karoline Geyer von Geyersberg zur linken Hand. Letzteres bedeutete, der Markgraf war eine Verbindung mit einer rangmäßig unebenbürtigen Frau eingegangen. Obwohl Luise Karoline Geyer von Geyersberg vom Markgrafen gestattet worden war, sich künftig Freiin von Hochberg zu nennen, bestand keine Aussicht, dass sie jemals wie ihre Patentante Markgräfin werden würde. Allerdings war für mögliche männliche nachkommen aus dieser Verbindung vorgesehen, deren Erbfolgerechte gegebenenfalls zu prüfen.

Die politischen Wirren des ausgehenden 18. Jahrhunderts zwangen die markgräfliche Familie vorübergehend zur Flucht und Luise Karoline von Hochberg zu der Frage, welche Stellung sie und ihre Kinder in der Markgrafschaft Baden einnähmen, sollte der Markgraf sterben. Sie begann in Richtung Erweiterung und Sicherung von Ansprüchen zu arbeiten und erreichte 1796 wenigstens, dass ihre Söhne den Status der Grafen von Hochberg zuerkannt bekamen. Darüber hinaus sollte für Luise Karoline von Hochbergs Söhne gelten, dass sie, sollten die männlichen Nachkommen aus Markgraf Karl Friedrich erster Ehe aussterben, die Nachfolge im badischen Fürstenhaus antreten sollten. Dieses Ergebnis ließ Markgraf Karl Friedrich jedoch weder von seinen Söhnen aus erster Ehe noch von Repräsentanten des Deutschen Kaiserreichs anerkennen.

1799 wurde zwar Luise Karoline von Hochbergs Erhebung zur "Reichsgräfin" kaiserlicherseits bestätigt. Die Anwartschaft auf die badische Regentschaft blieb ihren drei Söhnen allerdings vorenthalten.

Erbprinz Karl Ludwig, Markgraf Karl Friedrichs ältester Sohn aus erster Ehe, war 1801 gestorben. Luise Karoline von Hochberg versuchte die geplante Ehe zwischen Karl Ludwigs Sohn Karl und
Stéphanie de Beauharnais zu hintertreiben, war jedoch erfolglos.

An 10. Juli 1811 starb Karl Friedrich, der 1806 zum Großherzog erhoben worden war und dessen Territorium im Wiener Frieden von 1811 eine erhebliche Vergrößerung erfahren hatte. Karl von Baden wurde zweiter Großherzog des Landes.

1812 wurde dem neuen Regenten ein Sohn geboren, der allerdings wenige Tage nach seiner Geburt starb. Die Vermutung, Luise Karoline von Hochberg habe das Kind von Großherzogin Stéphanie und Großherzog Karl gegen einen sterbenskranken Säugling ausgetauscht, ist bis in die Neuzeit nicht aus der Welt geschafft. Der 1816 geborene nächste Erbe des Titels lebte nur ein Jahr. Danach waren Großherzogin Stéphanie und Großherzog Karl keine Söhne mehr beschieden.

Am 20. November 1818 ließ Großherzog Karl den Söhnen Luise Karolines von Hochberg vom Fürstenkongress in Aachen die Markgrafenwürde bestätigen. Ihr selbst blieb weiterhin nur die Position der Gräfin.

Die Machtübernahme ihres Sohnes Leopold im badischen Großherzogtum erlebte Luise Karoline von Hochberg nicht mehr. Sie starb am 23. Juni 1820 in Karlsruhe.

Von Rika Wettstein Baden-Baden


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