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Albert Lortzing

Albert Lortzing (1801-1851)

Am 23. Oktober 1801 in Berlin geboren, wuchs Albert Lortzing die ersten zehn Jahre seines Lebens in gutbürgerlichen Verhältnissen auf, bis sich seine Eltern Johann Gottlieb und Charlotte Sophie Lortzing entschlossen, Schauspiel zu werden und mit ihrem einzigen Kind 1812 zu ihren ersten Spielort, Breslau, reisten.

Mehr als ein Jahrzehnt sollte Albert Lortzing auf Tour sein, von Aachen bis Straßburg, kreuz und quer durch Deutschland. Die nächsten Stationen des Schauspielwanderlebens waren Bamberg und Straßburg. 1816 kam die Familie Lortzing mit der Freiburger Schauspieltruppe Schäffer, Koch und Nuth nach Baden-Baden.

Gespielt wurde das Stück "Der Schutzgeist" des erfolgreichen zeitgenössischen Bühnenautors August von Kotzebue (1761-1819), wozu Albert Lortzing einen kleinen Tanz und einen Chor geschrieben hatte. Der 14jährige spielte darin nicht nur die Hauptrolle, sondern saß vor Spielbeginn auch als Kartenverkäufer an der Kasse.

Am 30. Juni 1816 war die Ankunft der Lortzings mit "Herr Schauspieler Lortzing, nebst Gattin und Kind, aus Berlin" im Badewochenblatt veröffentlicht.

Am 9. Juli 1844 stand im Badewochenblatt zu lesen "Mr. A. Lortzing, Lipsic". Am 8 Juli war Albert Lortzing mit seinem Freund Philipp Jacob Düringer (1809-1870) angekommen, leider nur für zwei Tage, wie Philipp Jacob Düringer berichtete.



Zwischen diesen beiden Daten lagen ausgesprochen ereignisreiche Jahre für Albert Lortzing und seine Familie. Er war 1816 mit den Eltern weiter gezogen und stand 1818 mit den Eltern und Regina Ahlers, seiner späteren Frau, in Aachen in Schillers "Wilhelm Tell" auf der Bühne. Von 1819 an füllte er vornehmlich die Rolle des Jugendlichen Liebhabers in Komödien aus und sang Tenor- und Baritonrollen in Opern.

Zwei Jahre nach ihrer Heirat waren Albert und Regina Lortzing 1826 am Detmolder Hoftheater, das auch in Münster, Osnabrück und Bad Pyrmont spielte, engagiert worden. Während dieser Zeit war Albert Lortzing nicht nur Schauspieler und Sänger, sondern schrieb auch etliche Musikstücke.

1833 erhielten die Lortzings ein Engagement in Leipzig, wo Albert Lortzing die Oper entdeckte und zunehmend der Musik mehr Zeit als der Schauspielerei widmete. 1837 standen zwei Uraufführungen Albert Lortzings auf dem Programm, im Februar "Die beiden Schützen" und im Dezember "Zar und Zimmermann".

Albert Lortzings Arbeitsplatz als Schauspieler war durch die Beschäftigung mit Opernkompositionen zunehmend in Gefahr geraten, weswegen er kurzerhand zum Kapellmeister des Leipziger Stadttheaters ernannt wurde und die nachfolgende Jahre den Taktstock schwang. Auch die Uraufführung seiner Oper "Undine" dirigierte Albert Lortzing im Jahr 1845.

1846 verlor er seinen Posten als Kapellmeister in Leipzig und bekam eine Anstellung im Theater an der Wien, der 1850 die Stelle des Kapellmeisters am Berliner Friedrich Wilhelm Stadttheater folgte.

Geldprobleme haben Albert Lortzing und seine Familie über viele Jahre begleitet. Immerhin hatten er und seine Frau elf Kinder, darunter zwei Zwillingspärchen, zu versorgen. Auch wenn vier Kindern nur ein kurzes Leben beschieden war, war die Kinderzahl immer noch stattlich.

Am 20. Januar 1851 wurde Albert Lortzings letzte Oper "Die Opernprobe" in Frankfurt am Main uraufgeführt. Zu diesem Zeitpunkt war der Komponist bereits schwer krank ans Bett gefesselt und nicht in der Lage, einen Arzt zu bezahlen. Am Tag nach der Opernpremiere starb Albert Lortzing, dessen eigenes Leben als Vorlage für ein Bühnenstück über Glanz und Elend eines Künstlerlebens bestens geeignet wäre, in Berlin.

Von Rika Wettstein, Baden-Baden


© by WAEPART, Baden-Baden/Germany. All Rights Reserved. Abbildung: Wolfgang Peter nach einer zeitgenössischen Vorlage

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