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BABO Baden-Oos

Karl Kohlbecker (1906-1982)

Der Architekt Karl Kohlbecker wurde am 17. Januar 1906 in Gaggenau geboren. Er gilt in Fachkreisen als ein Pionier des Industriebaus und als Generalplaner genoss er ein hohes Ansehen. Sein Baustil ist technisch, schlicht und funktional. Er studierte an der Technischen Hochschule München, wo er 1929 seine Diplom-Hauptprüfung ablegte. Schon während der Studienzeit ging er mit Egon Eiermann ein gemeinsames Stück beruflichen Weges. Es entstand eine Freundschaft, die Jahrzehnte überdauerte.

1930 gründete er ein eigenes Architekturbüro. Anfang der 1930er Jahre wurde er mit Planungen des Daimler-Benz-Werkes Gaggenau, der Erstellung eines Konstruktionsbüros sowie eines Sozialgebäudes beauftragt. 1934 verlegte Karl Kohlbecker das Hauptbüro nach Berlin. Auftraggeber war im Wesentlichen die Industrie: Daimler-Benz, Volkswagen, Teves-Werke, Rautenbach Leichtmetall und weitere. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann Karl Kohlbecker als Ein-Mann-Büro in seiner zerstörten Heimatstadt Gaggenau einen Neuanfang. Der Wiederaufbau seiner Heimatstadt, Wohnhäuser, Ladengeschäfte, Industriegebäude, das Rathaus prägten seine Arbeit von 1945 bis Mitte der 1950er Jahre.

Hinzu kamen die Aufträge der französischen Zentralverwaltung mit Neubauten von Verwaltungsgebäuden, Schulen, Hotels, Krankenstationen innerhalb der damaligen französischen Besatzungszone, sowie die Masterplanung der Werke der Daimler-Benz AG in Brasilien und Argentinien. Mit der Beauftragung zum Neubau des Automobilwerkes der damaligen Auto Union in Ingolstadt 1958 begann ein neuer Abschnitt im Gesamtwerk des Industriearchitekten Karl Kohlbecker. Es folgten bald weitere Aufträge aus der Industrie: Fichtel & Sachs, Pegulan, Dambach, Kühnle, Kopp und Kausch, Ski Kneissl und insbesondere Bauaufträge der Daimler-Benz AG in Sindelfingen, Mannheim und Wörth. Karl Kohlbecker starb am 12. Februar 1982 in Gernsbach. Das Büro wurde von seinem Sohn
Christoph Kohlbecker und heute von seinen Enkeln Matthias und Florian weitergeführt.

BABO Baden-Oos

Auch das BABO-Hochhaus (Bâtiment Administratif de Baden-Oos) in Baden-Oos wurde von Karl Kohlbecker entworfen. Seit 1998 ist das elfgeschossige BABO, Baden-Badens einziges Hochhaus, ein Kulturdenkmal und gilt als eines der baugeschichtlich und baukünstlerisch innovativsten Projekte der frühen Nachkriegszeit. Das Hochhaus wurde 1954 als Stahlskelettbau errichtet, an dem die Fassadenelemente nur aufgehängt sind. Für die damalige Zeit erstaunlich, dass trotz der Stahlknappheit diese Konstruktion gewählt wurde. Der Grund für diese Bauweise war wohl die Eile, mit der das Verwaltungsgebäude der Franzosen fertig werden musste. Auffälligstes Merkmal sind sicher die Säulen, auf denen das Hochhaus steht. "Pilotis" nannte sie ihr Erfinder, der Schweizer Architekt Le Corbusier. Er hatte wenige Jahre zuvor auf diese Art in Marseille den Hochhauskomplex "Unité d'habitation" entworfen und damit weltweit für Aufsehen gesorgt. Nach einigen Besitzerwechseln gehört das BABO mittlerweile einem türkischen Investor, der aus dem Hochhaus ein Hotel machen möchte.

Foto oben und Text von Wolfgang Peter, Baden-Baden

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