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Ludwig Georg von Baden

Ludwig Georg von Baden (1702-1761)

Das sechste Kind des als "
Türkenlouis" in die Geschichte eingegangenen badischen Markgrafen Ludwig Wilhelm und seiner Gemahlin Franziska Augusta Sibylla, Prinzessin von Sachsen-Lauenburg, das als erstes am Leben blieb, war der am 7. Juni 1702 in Ettlingen geborene Ludwig Georg. Er war ein Problemkind, das nicht sprechen wollte, weswegen ihn seine Eltern für taubstumm hielten. Beim Tod seines Vaters war Ludwig Georg fünf Jahre alt.

Markgräfin Sibylla Augusta übernahm nicht nur entschlossen die Vormundschaft für ihre drei kleinen Kinder Ludwig Georg, Augusta Johanna und August Georg, sondern auch die Regentschaft in der durch die verheerenden Kriege des
17. Jahrhunderts hoch verschuldeten Markgrafschaft.

Mit dem künftigen Regenten reiste die streng gläubige Katholikin nach Maria Einsiedeln, um dort für seine Gesundheit zu beten. Die Reise bracht den gewünschten Erfolg. Eine anspruchsvolle Erziehung durch Jesuiten sollte daraufhin den künftigen Herrscher auf sein Amt vorbereiten. Neben Latein, der griechischen Mythologie, Fechten, Musizieren und Tanzen gehörte auch die Unterweisung in der Jagdkunst zum täglichen Unterrichtsprogramm. Die Begeisterung für die Jagd sollte Ludwig Georg sein ganzes Leben lang begleiten und ihm den Beinamen "Jägerlouis" einbringen.

Jagdschlösschem am Fremerberg

Ludwig Georg war 14 Jahre alt, als seine Mutter den Auftrag erteilte, für die beiden Söhne am Baden-Badener Fremersberg ein Jagdhaus zu bauen. Das heute noch viel beachtete Bauwerk mit dem Grundriss des achtzackigen Hubertusordens war 1721 fertiggestellt.


Im selben Jahr heiratete Ludwig Georg die damals 14jährige Maria Anna, eine Tochter des Reichsgrafen von Schwarzenberg. Die Hochzeit fand im böhmischen Schloss Krumnau statt. Die Ankunft der reichen Fürstentochter in der badischen Residenzstadt Rastatt wurde mit sechstägigen pompösen Feiern gewürdigt.

Prunk, prachtvolle Feiern und kostspielige Jagdgesellschaften bestimmten das Leben des 1727 an die Regierung gekommenen Markgrafen weiterhin. Die absolute Macht, die ihm zugestanden war, genoss der Regent auf verschwenderische Weise, was die Markgrafschaft zum Ruin führte, der nur durch eine Darlehensbewilligung durch den Baden-Durlacher Vetter Georg Friedrich abgewendet werden konnte.

Von den vier Kindern Ludwig Georgs und Maria Annas überlebte lediglich die Tochter Elisabeth. Um das Bestehen der katholischen Linie der badischen Markgrafen zu sichern, heiratete Ludwig Georg nach dem Tod Maria Annas im Januar 1755 im darauffolgenden Juli die 21jährige Maria Josepha, Prinzessin von Bayern, und ließ ein achttägiges rauschendes Fest ausrichten.

Sechs Jahre später, am 22. Oktober 1761, starb der in zweiter Ehe kinderlos gebliebene Ludwig Georg in Rastatt.

Für die ehemalige Residenzstadt Baden waren drei Ereignisse aus Ludwig Georgs Regierungszeit von Bedeutung: 1748 erteilte er einigen Gastwirten Badens die
Lizenz zum Glücksspiel, 1750 plante er die Einrichtung der ersten Manufaktur Badens, der Porzellan- und Fayencefabrik, und 1758 strengte er einen neuen Prozess zur Seligsprechung Bernhards II. von Baden an.

Von Rika Wettstein, Baden-Baden


© by WAEPART, Baden-Baden/Germany. All Rights Reserved. Abbildung: Wolfgang Peter nach einer zeitgenössischen Vorlage

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