Baden-Baden - der ultimative Stadtfüherer

Baden-Baden News

Baden-Baden Facts

Inhalt

Stadtrundgang

Stadtplan

Ämter A-Z

Anreise

Geschichte

Kunst/Kultur/Museen

Sehenswürdigkeiten

Festspielhaus

Theater

Casino

Thermen

Hotels buchen

Events

Sport/Freizeit

Restaurants

Cafés/Bars

Shopping

Buch-Shop

Stadtteile

Umgebung

Elsass

Awards

Links

Archiv

Ihre Werbung bei uns

Kontakt

Impressum


Hotels in Baden-Baden buchen

Günther Juergens - der Baden-Baden Maler

Yáshushi Idéue

Yásushi Idéue

Der Erste Konzertmeister der Baden-Badener Philharmonie wurde 1974 in der japanischen Hauptstadt Tokio geboren. Geigenunterricht erhielt Yásushi Idéue bereits mit vier Jahren und war als 15jähriger Preisträger eines japanischen Violinwettbewerbs.

Dem Musikstudium an der Staatlichen Hochschule für Kunst und Musik in Tokio folgte 1996 ein Aufbaustudium an der Musikhochschule Freiburg, welches Yásushi Idéue im Sommer 1998 mit Auszeichnung beendete.

Die Stelle als Erster Konzertmeister der Baden-Badener Philharmonie trat er direkt nach diesem Examen an und präsentierte bis heute nicht nur sein virtuoses Können in einer Vielzahl von Konzerten unterschiedlichsten Repertoires, sondern nahm auch an etlichen Wettbewerben und musikalischen Sonderveranstaltungen teil.

Der engagierte Musiker arbeitet nicht nur kunstvoll mit der Violine sondern beschäftigt sich gedanklich auch mit der aktuellen Musikkultur, wie in seiner Veröffentlichung "Über die Baden-Badener Philharmonie und über die Musikkultur unserer Zeit" nachgelesen werden kann. (RW)

Yásushi Idéue:
Über die Baden-Badener Philharmonie und über die Musikkultur unserer Zeit.

"Die Spur der prunkvollen Vergangenheit von Baden-Baden verspürt man immer noch an jeder Stelle der Stadt. Auch die Stadt selbst scheint sich ihrer ‚guten alten Zeit' nach wie vor zu erinnern. Nunmehr sind zwei Jahre vergangen nachdem ich angefangen habe, mich für die Baden-Badener Philharmonie zu engagieren. Wenn ich über die Zukunft dieses Orchesters nachdenke, ergibt sich daraus auch ein Abbild der gegenwärtigen Lage der Musikwelt. Das im Jahr 1854 gegründete Orchester gehörte damals zum Casino und seine Aufgabe bestand darin, die Kurgäste zu unterhalten, die für längere Zeit in der Stadt weilten. Nachdem das Casino auf Grund der Politik Bismarcks schließen musste, erfolgte der Neubeginn des Orchesters in öffentlicher Trägerschaft, was in jener Zeit in Deutschland noch nicht üblich war. In den früheren Spielplänen sind unter anderem Namen wie Berlioz, der während der Sommersaison regelmäßig als Generalmusikdirektor tätig war, Brahms, J.Strauss oder C.Saint-Saëns als Dirigenten aufgeführt. Wie beneidenswert, dass solche berühmte Musiker, auch wenn sie sich überwiegend nur im Sommer für längere Zeit in Baden-Baden aufgehalten hatten, gemeinsam mit den einheimischen Musikern gewirkt haben. Ich bin tief betrübt, wenn ich erfahre, wie großartig die Besetzung während der Festwoche im Jahre 1906 war. Damals hatten beispielsweise - unter Richard Strauss als Dirigent - Enrico Caruso (Tenor), Fritz Kreisler (Violine) und Ferruccio Busoni (Klavier) als Solisten mitgewirkt. Zu jener Zeit betrug die durch durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Kurgäste 20 Tage, während ein Besuch gegenwärtig lediglich zwei Tage dauert.

Die Solisten unserer Zeit tauchen einmal zur Generalprobe auf, meistern das Konzert fehlerlos und reisen bereits am folgenden Tag eilends zu ihrem nächsten Auftritt wieder ab. Durch das hochentwickelte Verkehrsnetz können sich die Menschen schneller denn je bewegen. Das dichte Informationsnetz bringt uns allerlei Informationen, ohne dass wir sie zunächst einmal selbst wahrnehmen und auswerten. Dies gilt im übertragenen Sinne auch für die Musikkultur.

Wir können den Musikstücken nunmehr ganz entspannt zu Hause folgen. Konzerte von alten Meistern auf CD sind überall preiswert zu erhalten, von denen ich mich auch mit Freude verlocken lasse. Andererseits bedauere ich, dass solche CDs billig angeboten werden und habe Mitleid mit den alten Meistern, da ihre großen Werke von unerfahrenen Hörern durch einen einfachen Knopfdruck beliebig abgebrochen bzw. wieder gestartet werden können. Dieses Verhalten der Hörer ist sicher nicht im Sinne der großen Meister. Wo bleibt dann die Gesinnung der alten Meister, die ihre großen Werke von Anfang bis zum Ende in einem Atemzug gespielt hatten? Erstklassige Werke der berühmtesten Komponisten und Interpreten stehen zu Hause im CD-Regal und warten darauf, je nach Laune abwechselnd gespielt zu werden. Ich befürchte aber nun, dass eine solche Bequemlichkeit sich allmählich auch auf die Konzerthallen überträgt. Zahlreiche Musiker spielen pausenlos wechselnde Programm in den Konzertsälen, so, als ob man die Musik, wie im CD-Player, einfach durch Knopfdruck wechseln könnte. [...] Mein Wunsch besteht darin, dass die Baden-Badener Philharmonie mit ihren Konzerten den Anreiz für den Hörer schafft, sich auf ein Musik-Erleben einzulassen, das den Werken und den Interpreten gerecht wird.

(gekürzte Version eines Artikels, den Yásushi Idéue in einer japanischen Musikzeitschrift veröffentlichte)

Zur Baden-Badener Philharmonie


© by WAEPART, Baden-Baden/Germany. All Rights Reserved. Foto: Philharmonie Baden-Badenr

   Google Custom Search