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Christoph Wilhelm Hufeland

Christoph Wilhelm Hufeland (1762-1838)

Der "Vater der Naturheilkunde" wurde am 12. August 1762 in Bad Langensalza in Thüringen als Arztsohn geboren. Nach seinem Medizinstudium in Jena und Göttingen arbeitete er von 1783 an in der väterlichen Praxis in Weimar, die er später übernahm und bis 1801 führte.

"Vorbeugen ist besser als Heilen" war einer seiner Grundsätze, weswegen er zu einer gesunden Lebensführung riet und dies auch schriftlich festhielt. 1797 erschien sein Hauptwerk "Die Kunst, das menschliche Leben zu verlängern", welches in viele Sprachen, sogar ins Chinesische, übersetzt wurde und Christoph Wilhelm Hufeland weltberühmt werden ließ.

Zu jenem Zeitpunkt war er bereits vom sächsischen Herzog Karl August als Professor nach Jena verpflichtet worden. Ausschlaggebend hierfür waren Christoph Wilhelm Hufelands Erläuterungen zur Kunst, Langlebigkeit durch eine entsprechende Lebensweise zu erreichen, die er 1792 in Johann Wolfgang von Goethes "Freitagsgesellschaft" formuliert hatte, gewesen.

1795 begann Christoph Wilhelm Hufeland mit der Herausgabe des "Journal der practischen Arzneykunde und Wundarzneykunst", das zu einem Forum für Ärzte unterschiedlichster Fachrichtungen wurde, und in welchem Neuerungen auf dem Gebiet der Heilkunde wie Akupunktur, Homöopathie, Schutzimpfungen und Wasserheilkunde diskutiert wurden.

Christoph Wilhelm Hufeland, der sich als Helfer der Heilkraft der Natur verstand, wurde 1801 Leibarzt des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. und Erster Arzt am Berliner Krankenhaus Charité. 1810 übernahm er an der neu gegründeten Berliner Universität den Lehrstuhl für Spezielle Pathologie und Therapie. Neben dieser Tätigkeit war er Leiter der Militärakademie und Staatsrat der Abteilung Gesundheitswesen im preußischen Innenministerium. Die Menschen hatte er trotz seiner vielen Verpflichtungen nicht vergessen und behandelte bis an die 40 Patienten täglich.

Seine Gedanken hielt er in mehr als 400 Schriften fest. Unter anderem verfasste er das Buch "Die vorzüglichsten Heilquellen Teutschlands", in welchem er auch auf die Baden-Badener Thermalquellen einging.

1818 war Christoph Wilhelm Hufeland zur Kur in Baden-Baden gewesen und war von den Thermalwässern und der Landschaft gleichermaßen begeistert. Kritisch sah er hingegen das Treiben in den Spielsälen und bei gesellschaftlichen Vergnügungen wie zu Beispiel Bällen:

"Eine wahre Kunstschöpfung der neuen Zeit, um das Gegenstück der Hölle zunächst neben den Himmel zu setzen, den die reine Natur in ihrem Heilquell auftut…"

1833 war Christoph Wilhelm Hufeland 50 Jahre lang im Besitz seines Doktortitels und wurde anlässlich dieses Jubiläums mit einer Schrift, auf welcher mehr als 3000 Gratulanten unterzeichnet hatten, und mit einem königlich-preußischen Orden geehrt. Die geplante Erhebung in den erblichen Adelsstand hat der verdiente Natur- und Menschenfreund abgelehnt.

Am 25. August 1836 starb Christoph Wilhelm Hufeland in Berlin. Seine naturheilkundlichen und diätetischen Prinzipien haben ihre Wirkung bis in die Neuzeit nicht eingebüßt.

Von Rika Wettstein, Baden-Baden




© by WAEPART, Baden-Baden/Germany. All Rights Reserved. Abbildung: Wolfgang Peter nach einer zeitgenössischen Vorlage

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