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Hotel Maison Messmer Baden-Baden

Maison Messmer

Eines der traditionsreichsten Hotels der 19. Jahrhunderts hat im September 2001 als "Dorint Hotel Maison Messmer" seine Pforten wieder geöffnet.

1834 gründete der pensionierte Kriegsministerialsekretär Johann Friedrich Baptist Meßmer direkt östlich des Conversationshauses, dem heutigen Kurhaus, gelegen das "Meßmer'sche Haus", um den immer zahlreicher werdenden illustren in- und ausländischen Gästen eine komfortable Unterkunft während ihres Aufenthaltes in der Kurstadt anzubieten.

Dem preußischen Prinzen Wilhelm, der im 1849 im Zuge der Niederschlagung der
badischen Revolution erstmals in Baden-Baden weilte, gefiel die kleine, landschaftlich reizvoll gelegene Stadt an der Oos, weswegen er und seine Gemahlin Augusta als preußisches Prinzenpaar, als preußisches Königspaar und später sogar als deutsches Kaiserpaar jahrzehntelang treue Gäste der Stadt und des "Maison Meßmer" wurden.

Dem Hotelgründer folgten sein Sohn Wilhelm und dessen Ehefrau Luise Kah, Schwester des Besitzers des "
Hôtel de l'Europe", die für einen ständigen Ausbau des Hotels sorgten. Ihre drei Töchter machten "gute Partien". Augusta Meßmer heiratete Camill Brenner, den erfolgreichen Begründer des Brenner's Parkhotel. Helene Meßmer gründete mit Oskar Rößler, dem renommierten Apotheker und Heimatforscher, eine Familie. Wilhelma Meßmer führte mit ihrem Mann Wilhelm Schneider das elterliche Hotel weiter.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts präsentierte sich das Hotel Messmer als Hotel 1. Ranges mit Dependancen und Schweizerhaus. Es bot 200 Zimmer, die mit allem Komfort wie Bäder, elektrisches Licht und Dampfzentralheizung ausgestattet waren. Ein Restaurant mit bester Küche war ebenso selbstverständlich wie eine Liftanlage.

Der Erste Weltkrieg brachte das Hotel in starke finanzielle Bedrängnis, weswegen nach Kriegsende die Zwangsversteigerung erfolgen musste. Die Bäder- und Kurverwaltung, als neue Eigentümerin, nutzte das Haus jedoch nicht mehr als Hotel und setzte im Januar 1936 einen Ausverkauf an, um das Gebäude für kurörtliche Zwecke einsetzen zu können. Verwirklicht wurde dieser Plan allerdings nicht. Im Januar 1957 wurde das stark herunter gekommene Haupthaus mit Ausnahme des prächtig gestalteten Speisesaals abgerissen.

Reinhold Schneider, der Urenkel des Hotelgründers und Sohn Wilhelmas und Wilhelm Schneiders, schrieb seinem zerstörten Elternhaus in "Der Balkon", Aufzeichnungen eines Müßiggängers in Baden-Baden, ein Denkmal.

Seitengebäude und Dependancen erfuhren eine andere Nutzung, ebenso der Speisesaal. In ihm war vier Jahrzehnte der Malersaal des benachbarten Theaters untergebracht.

Mit dem Bau des neuen Hotels "
Dorint Sofitel Maison Messmer" am alten Platz wurde dieser geschichtsträchtige Raum wieder in das Hotel integriert und erhielt seine ursprüngliche Bestimmung zurück.

Von Rika Wettstein Baden-Baden


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